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Safari-Aktivitäten

Safari-Aktivitäten

Reiseratgeber für Safaris im südlichen und östlichen Afrika

Afrikas Tierwelt können Sie bei unterschiedlichen Safari-Aktivitäten im südlichen und östlichen Afrika entdecken. Ob eine unvergessliche Wildbeobachtungsfahrt, ein Sundowner an Land oder auf dem Wasser, eine Bootsafari oder Mokoro-Fahrt in Afrikas unberührter Natur, eine Walking-Safari in den verschiedensten Nationalparks Afrikas oder etwas ganz anderes, eine Helikoptersafari. Hier ist für jeden Afrika-Liebhaber eine passende Safari-Aktivität dabei. Lesen Sie die folgenden Reiseinformationen über Safaris und erfahren Sie mehr über die verschiedenen Safari-Aktivitäten im südlichen und östlichen Afrika.

Wildbeobachtungsfahrten

Game-Drives durch Afrika

Wildbeobachtungsfahrten sind für viele Afrika Urlauber das Haupterlebnis Ihrer Reise. Wildbeobachtungsfahrten (auch Game-Drives genannt) durch Afrika finden morgens, nachmittags oder aber auch den ganzen Tag statt. Sie als Gast können sich ganz individuell für diese unterschiedlichen Varianten entscheiden. 

Wer die Wildbeobachtungsfahrt morgens machen möchte, muss früh aufstehen, denn diese startet in der Regel kurz vor Sonnenaufgang. Vorher werden Sie ganz afrikanisch geweckt und nehmen dann ein kleines Frühstück ein, bevor Sie sich auf das Erlebnis Tierbeobachtung in Afrika mit Ihrem Safari-Guide begeben. Nach spannenden Stunden unterwegs und gegebenfalls Frühstück/Snacks im Bush und mit vielen Erlebnissen und Tierbeobachtungen erreichen Sie mittags wieder Ihre Lodge und verbringen hier den Mittag bis zu Ihrer nächsten Aktivität.

Der Ablauf der Wildbeobachtungsfahrt am Nachmittag ist fast identisch. Nach dem Nachmittagstee (Kaffee und Kuchen) treffen Sie sich mit Ihrem Guide und begeben sich auf die Fahrt in die Natur und zu den Tieren Afrikas. In den privaten Wildschutzgebieten oder den öffentlichen Nationalparks können Sie die afrikanische Tierwelt hautnah erleben und bestaunen. Abschluss eines solchen langen erlebnisreichen Tages ist meist ein Sundowner in schöner Atmosphäre, bevor es zurück in die Safari-Lodge geht, wo Sie nach einer erfrischenden Dusche Ihr Abendessen einnehmen.

Auch Ganztages-Wildbeobachtungsfahrten werden angeboten, diese starten morgens, man frühstückt im Bush und auch das Mittagessen wird in der Wildnis Afrikas serviert. Der klassische Abschluss eines so erlebnisreichen Tages ist dann auch hier wieder der berühmte Sundowner.

Die besten Chancen auf einer Wildbeobachtungsfahrt, möglichst viele Wildtiere zu Gesicht zu bekommen, hat man, wenn man sich absolut ruhig verhält. Große Tiere wie Elefanten aber auch scheue Arten wie die Sitatunga Antilope fühlen sich selbst bei leisen Geräuschen oft gestört, wodurch die Tierbeobachtung ein schnelles Ende nimmt.

Jede Wildbeobachtungsfahrt bringt Sie der Natur und den Tieren Afrikas etwas näher, denn Ihr speziell ausgebildeter Guide gibt Ihnen Auskunft über Flora und Fauna, beantwortet gerne Ihre Fragen, begibt sich mit Ihnen auf Spurensuche und zeigt Ihnen sein Land aus seinen Augen.

Als Gast im Tierreich wird hier auch Wert darauf gelegt, den Tieren Ihren Schutzraum zu lassen und die Verhaltensweisen der Situation, der Umgebung und vor allem den Tieren anzupassen. Denn ein respektvoller Umgang mit der Tierwelt macht dieses Erlebnis erst zu einer unvergesslichen Erinnerung auf Ihrer Afrika Reise. 

Die Aktivitäten in Afrika bieten perfekte Fotomotive und laden zu vielen schönen Schnappschüssen ein, doch eine Beobachtung mit den eigenen Augen und nicht nur durch eine Kameralinse oder das Smartphone sollten Sie sich gönnen, denn dies verzaubert noch ein bisschen mehr und lässt Sie den Moment in einer anderen Weise genießen. 

Wildbeobachtungsfahrten sind häufig schon im Reisepreis Ihrer Rundreise inkludiert und können nach Ihrem Wunsch auch als private Wildbeobachtungsfahrt gebucht werden, bei der Sie dann allein mit einem Guide im Wildbeobachtungsfahrzeug sitzen und das Erlebnis Tierbeobachtung ganz für sich allein genießen können.

Sundowner in Afrika

Ausklang einer Safari-Aktivität

Wie der Begriff schon verrät, geht es bei einem Sundowner in allen afrikanischen Ländern darum, den Sonnenuntergang zu beobachten. Bei dieser Safariaktivität muss man zwischen einer Sundowner-Fahrt und einer Sundowner-Cruise unterscheiden. Die Sundowner-Fahrt wird nur teilweise als einzelne Safariaktivität von den Lodges angeboten. Hier startet man dann ca. eine Stunde vor Sonnenuntergang mit einem Guide von der Lodge aus in einem Game-drive Fahrzeug und fährt zu einem schönen Ort, der eventuell sogar zum Lodge-Gelände gehört, und sieht dort der Abendsonne Afrikas beim Untergehen zu. 

In den meisten Fällen wird eine Sundowner-Fahrt direkt in Kombination mit einer Wildbeobachtungsfahrt, einer Mokoro-Fahrt oder einem Bushwalk angeboten, oder man kann die Sundowner-Fahrt als eigenständige Aktivität dazu buchen. Man startet nachmittags mit der jeweiligen Safari-Aktivität und fährt dann häufig an einen besonderen Platz, um sich den faszinierenden Sundowner anzusehen. 

Hier angekommen, bereitet der Guide ein paar leckere Snacks vor, die meist aus Odeuvre, Früchten, Billtong und feinem Käse bestehen, und sorgt mit dem in Afrika sehr beliebten und traditionellen Getränk Gin-Tonic für die passende Stimmung, um den Sonnenuntergang in perfekter Atmosphäre genießen zu können. Lodges, die sich am Wasser befinden, bieten meist zusätzlich zu den standesgemäßen Sundowner-Fahrten auch Sundowner-Cruises an. Auch hier fährt man ca. eine Stunde vor Sonnenuntergang los, in dem Fall dann jedoch mit einem Boot.

Vom Boot aus lassen sich je nach Jahreszeit und Region viele Tiere beobachten, die allabendlich zum Trinken an den Fluss kommen. In entspannter Runde werden auch hier Snacks und Getränke gereicht, so dass man sich ganz dem Genießen des Augenblicks widmen kann. Rechtzeitig zum Dinner fährt der Guide die Gäste im Wildbeobachtungsfahrzeug oder im Boot wieder zurück zur Safari-Lodge. Das Sundowner-Erlebnis dürfen Sie auf Ihrer Rundreise durch Afrika nicht verpassen, denn sie sind etwas ganz Besonderes in jedem Afrika Urlaub! 

Bootsafari in Afrika

Entdecken Sie die Wildnis Afrikas vom Wasser aus

Eine Safari in Afrika kann anstatt in einem Wildbeobachtungsfahrzeug im Afrikanischen Busch auch auf dem Wasser per Boot erfolgen. Bei einer Bootsafari hat man die Möglichkeit, das Leben der Tierwelt im und am Wasser zu entdecken, zu beobachten und hautnah zu erleben. Diese Art der Tierbeobachtung erzeugt noch einmal ein ganz anderes Gefühl für die Umgebung und zeigt die Gebiete Afrikas von einer anderen Seite. 

Unterschieden wird bei einer Bootsafari in kleine (ca. 6 Teilnehmer) und größere (bis zu 50 Teilnehmer) Motorboote. Bei einer Bootsafari in kleinen Motorbooten ist man sehr flexibel und kommt viel besser an die Tiere heran, was dem Besucher ein intensiveres Safari-Erlebnis verspricht als bei einer Bootsafari in sehr großen Booten.

Safari-Aktivitäten auf dem Wasser sind in Afrika wasserstandsabhängig und werden daher häufig nur saisonal und auch nur in bestimmten Regionen Afrikas angeboten. Bekannte Destinationen für eine solche Bootsafari sind das Okavango Delta in Botswana, der Sambesi zwischen Sambia und Simbabwe, die Caprivi Region in Namibia, das Selous Wildschutzgebiet im Süden Tansanias oder auch Malawi. Angeboten werden solche Bootsafaris zum Beispiel vom Meno A Kwena im Makgadikgadi Nationalpark in Botswana oder dem Serra Cafema Camp in Kaokoveld in Namibia.

Eine weitere Aktivität auf dem Wasser ist die entspannende Mokoro-Fahrt (Einbaum-Fahrt) im Okavango Delta in Botswana, über die Sie im Folgenden genauere Informationen erfahren.

Mokoro-Fahrt

Flussleben Afrikas authentisch erleben

Bei einer Rundreise durch Botswana sollte man auf eine Mokoro-Fahrt (Einbaum-Fahrt) nicht verzichten. Dieses Erlebnis wird besonders im wasserreichen Okavango-Delta in Botswana unternommen.

Man kann sich Mokoro-Fahrten in Afrika ein bisschen wie eine Gondelfahrt in Venedig vorstellen. Man sitzt meist zu zweit in einem kleinen, schmalen Boot (ausgehölter Baum), das von einem erfahrenen, einheimischen Guide gesteuert wird, und gleitet über die 20-40cm tiefen Überschwemmungs Gebiete. Die Einbäume wurden früher noch eigenhändig aus Holz hergestellt, mittlerweile aber aus Fieberglas, um das Abholzen der Bäume zu verhindern und die Natur zu schützen. 

Diese geruhsame Art der Wildbeobachtung war früher und ist immer noch eine normale Art der Fortbewegung für viele Einheimische und besonders für Fischer. Den Touristen wird bei der Mokoro-Fahrt eine starke Verbundenheit mit der Natur vermittelt. Man sollte sich darauf einstellen, dass man keinen starken Wechsel der umliegenden Natur erfährt, da man sehr langsam unterwegs ist. Somit kann man wunderbar entspannen und die Natur und deren Vielfalt in Afrika in vollen Zügen genießen.

Je nach Safari-Lodge werden Mokoro-Fahrten ganzjährig oder saisonal angeboten. Auch die Fahrzeiten variieren. Die meisten Fahrten finden nachmittags bis hin zur Dämmerung statt, um an das Ende der Fahrt dann einen klassischen Sundowner zu hängen. Fahrten am Vormittag sind weniger üblich, können aber bei manchen Lodges in Botswana ebenfalls gebucht werden. Diese Tour dauert durchschnittlich eine bis drei Stunden.

Die entspannende aber erlebnisreiche Mokoro-Fahrt bietet dem Gast eine genussvolle Beobachtung der Flora und Fauna Afrikas. Man kann auf ruhige und lautlose Weise insbesondere kleine Tiere, wie Frösche und unzählige Vogelarten, aber auch Wasserpflanzen entdecken. Mit etwas Glück zum Beispiel auch einige seltene Wasserantilopen, die sogenannten Sitatungas. Der Guide der Mokoro-Fahrt erklärt den Gästen viel über die Natur in Botswana und hilft dabei, viele kleine Tiere zu erkennen, die man allein nie sehen würde.

Eine Mokoro-Fahrt wird von den Lodges meist zusätzlich zur traditionellen Wildbeobachtungsfahrt angeboten und legt den Fokus mehr auf Kleinwild, Vögel, Amphibien und Wassertiere als auf die Big Five. Je nach Jahres- und Uhrzeit kann man mit ein wenig Glück jedoch auch Elefanten oder Giraffen am Ufer sehen, ebenso wie Krokodile oder die Rote Letschwe. Kein Afrika-Liebhaber kommt an dieser angenehmen Einbaumfahrt vorbei.

Bei dieser entschleunigenden Wildbeobachtungsfahrt wird dem Gast erst so richtig bewusst, wo er sich befindet, im Lebensraum der Tiere. Durch die starke Verbundenheit mit der Natur während der Fahrt erfährt der Gast den Respekt gegenüber der afrikanischen Tierwelt und dass man auf deren Lebensraum Acht geben soll.

Es gibt viele Lodges, die die Mokoro-Fahrt in Kombination mit Wildbeobachtungen, Buschwanderungen oder Sundowner-Fahrten anbieten, um den Gästen einen vielseitigen Eindruck und die Besonderheiten der Umgebung näherzubringen. Wir empfehlen das Kwai Bush Camp sowie das Qorokwe Camp im Okavango Delta in Botswana für die perfekte Mokoro Erfahrung.

Walking-Safari (Buschwalk, Buschwanderung)

Safari zu Fuß

Es gibt wohl kaum ein authentischeres Safari-Erlebnis, als unter Begleitung eines erfahrenen Guides/Rangers zu Fuß durch den Busch zu gehen. Sie wollen Afrikas Wildnis wirklich sehen, riechen, fühlen und spüren? Dann ist eine Walking-Safari in Afrika genau die richtige Aktivität für Sie.

Bei einer Walking-Safari erfahren Sie alles Wissenswerte über die Natur, die Tiere und deren Verhalten, das Spurenlesen und das Leben im Afrikanischen Busch. Entgegen einer Wildbeobachtungsfahrt von einem Fahrzeug aus, sind Sie hier noch näher dran und entdecken neben den großen auch die „kleinen Wunder der Natur“! 

Achten Sie bei Walking-Safaris darauf, wo Sie hintreten. Nicht, dass Sie auf Insekten oder andere kleine Tiere treten, die sich im Gras verstecken.

Besonders beliebt sind Walking-Safaris, um die vom Aussterben bedrohten Nashörner aus nächster Nähe zu erleben, wie beispielsweise in Namibia oder Südafrika. Safaris zu Fuß können aber grundsätzlich in den meisten Ländern des südlichen und östlichen Afrikas unternommen werden.

Eine Walking-Safari kann einen halben Tag bis mehrere Tage dauern; Letzteres ist zum Beispiel in Sambia der Fall. Buschwanderungen oder Buschwalks dagegen sind Aktivitäten, an denen man einen halben Tag lang, vormittags oder nachmittags, teilnimmt und die Wildnis mit einem erfahrenen Safari-Guide erkundet.

Interessant ist hier auch das Eco-Training in Südafrika. Lassen Sie sich gerne von einem unserer Safari-Spezialisten beraten.
 

Helikoptersafari

Afrikas Big 5 aus der Vogelperspektive

Eine ganz besondere Art von Safari in Afrika ist die Helikoptersafari. Bei einem Helikopterflug können Sie die Wildnis Afrikas aus der Vogelperspektive bestaunen. Eine Helikoptersafari ist ein einzigartiges Erlebnis, bei dem Sie aber nicht nur die afrikanische Tierwelt aus einer anderen Perspektive kennenlernen können, sondern auch einen atemberaubenden Ausblick über die Weiten Afrikas haben.

Helikopterflüge werden nur in vereinzelten Regionen und auch nur von wenigen Lodges angeboten. Zwei davon wären beispielsweise das Linyanti Bush Camp im Chobe Nationalpark und das Little Vumbura Camp im Okavango Delta in Botswana. Aber auch über den Viktoria Fällen oder im Blyde River Canyon in Südafrika bietet eine Helikoptersafari ein einzigartiges Erlebnis während einer Afrikareise.

Lassen Sie sich von einem unserer Experten für eine spannende Reise ins südliche und östliche Afrika beraten!

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