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Kaokoveld

Kaokoveld

Namibia

Das ca. 100.000 km² große Kaokoveld liegt im äußersten Nordwesten des Landes und ist Teil der Kuneneregion. Begrenzt wird es durch den Kunene Fluss im Norden, der Region Omusati im Osten, dem Damaraland im Süden und dem Atlantik im Westen. Die Distrikthauptstadt ist Opuwo.

Das Kaokoveld ist landschaftlich sehr vielfältig, durchzogen von Trockenflüssen und großen Gebirgszügen, wie den Hartmannsbergen mit dem berühmten Hartmannstal. Einzelne Gebiete sind sehr abgelegen und schwer zu erreichen. Das führt dazu, dass das Kaokoveld zu den unberührtesten und ursprünglichsten Regionen Namibias zählt.

Es ist recht dünn besiedelt und bietet dem Nomadenvolk der Ovahimba seit Jahrtausenden ein Zuhause. Diese ziehen auf der Suche nach Wasser und fruchtbaren Weidegründen für Ihre Rinderherden und Ziegen im Laufe des Jahres durch die Region und haben aufgrund der Abgeschiedenheit des Kaokovelds zum Großteil ihre Tradition und Kultur erhalten, wobei auch diese durch den zunehmenden Tourismus in Gefahr ist. 

Das Klima im Kaokoveld ist im Sommer (November – März) sehr heiß und Temperaturen um die 40 °C sind keine Seltenheit. Die Niederschläge verändern sich von West (kaum Niederschlag) bis Ost (viel Niederschlag bis 400 mm pro Jahr) sehr stark. 

Im Kaokoveld hat sich eine reiche Flora und Fauna an die teilweise widrigen klimatischen Bedingungen angepasst. So findet man hier viele afrikanische Affenbrotbäume, die sog. Baobabs, wie auch eine große Zahl von Akazien. Ganz im Norden am ganzjährig wasserführenden Kunene Fluss ist die Vegetation noch weitaus üppiger. Das Kaokoveld ist sehr wildreich und oft gesehene Tiere der Region sind u.a. Springböcke, Oryx Antilopen, Giraffen und Kudus, die man meist in den Flussbetten der Trockenflüsse antrifft. Mit etwas Glück hat man auch die Chance die seltenen Wüstenelefanten zu sehen. Am Kunene Fluss trifft man auf eine reiche Vogelwelt.

Die Hauptroute C43 via Sesfontein nach Opuwo und weiter bis zu den Epupa Fällen kann bequem als Selbstfahrer bereist werden. Ein Allradfahrzeug ist dafür nicht unbedingt notwendig, jedoch empfehlenswert. Abseits der C43 ist ein Allradfahrzeug unverzichtbar. Große Teile des mitunter sehr bergigen Kaokovelds können nur unter expeditionsmäßigen Bedingungen im geländegängigen Allradfahrzeug bereist werden. Die Mitnahme eines ortskundigen Guides, der sich mit den dortigen Straßenverhältnissen und möglichen Routen auskennt, ist ebenfalls anzuraten. Die oft tiefsandigen, rauen und außerordentlich steinigen Pisten sind nur spärlich oder oft gar nicht ausgeschildert. 

An den Epupa Fällen oder auch in Opuwo gibt es einige gute Hotels und Lodges, in denen übernachten werden kann. Mit den Lodges Serra Cafema und Okahirongo River Camp am Kunene und der Okahirongo Elephant Lodge in der Nähe von Purros gibt es zudem drei luxuriöse Lodges, die selbst höchsten Ansprüchen gerecht werden. 

Das Kaokoveld lockt den Besucher mit seiner Abgeschiedenheit und großartigen Landschaften. Wer Ruhe und Einsamkeit sucht, wird hier bestimmt fündig. Ansonsten bietet die Region mit den Epupa Fällen und den Ruacana Fällen zwei weitere eindrucksvollen Naturschauspiele. Bei letzteren stürzt der Kunene Fluss 120 m tief in eine 700 m breite Schlucht. Wanderungen entlang des Kunene, Bootsfahrten und Wildwasserrafting sind hier möglich. Wer mehr über die Tradition der Ovahimba erfahren möchte, der geht am besten in das Living Museum, das ca. 40 km nördlich von Opuwo liegt. Auch in der Nähe von Purros können Himbasiedlungen besucht werden.
 

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