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Isalo National Park

Isalo National Park

Madagaskar

Am Übergang des madagassischen Hochlandes in die weiten Savannenebenen des Südwestens liegt das Gebiet des Isalo Gebirges und des gleichnamigen Nationalparks.

Durch Witterung und Erosion entstand in dem Sandsteingebirge eine einzigartige wilde Landschaft aus schroffen Bergen, tiefen Schluchten, bizarren Canyons, Feuchtgebieten, Seen und Bächen sowie weiten Grasebenen.

Der 1962 gegründete Nationalpark liegt im Landesinneren etwa auf halber Höhe zwischen dem Küstenörtchen Tuléar (240 km entfernt) und Fianarantsoa (280 km entfernt). Über den Ort Ranohira ist der Park mit einem geländegängigen Wagen mit Fahrer gut zu erreichen. Der Parkeingang ist etwa 12 km nördlich von Ranohira bei Siombivotsy. In Ranohira selbst befindet sich das Parkbüro. Hier werden die Parkeintrittsgebühren bezahlt und lokale Guides gebucht. Ohne lokalen Guide ist es nicht erlaubt, sich im Nationalpark aufzuhalten.

Ein durchschnittlicher 3-tägiger Besuch im Nationalpark kostet etwa 25 bis 50 Euro an Eintrittsgebühren plus den Stundenlohn des Guides, der ab 10 Euro pro Stunde kostet. Man erkennt schnell, dass der Nationalpark an der touristisch meistbesuchten Route Madagaskars liegt, denn er verfügt über eine, für madagassische Verhältnisse, gut ausgebaute Infrastruktur.

Im Park selbst gibt es verschiedene, große Campingplätze mit rustikalen Duschhäusern, fließend Wasser, aber ohne Strom. Weitere feste Übernachtungsmöglichkeiten finden sich in Ranohira und Sorano. Hier ist auch zu beachten, dass sich die Preise von Hotels und Essen bereits sehr stark an europäische Verhältnisse angepasst haben – was allerdings nicht zwangsläufig bedeutet, dass man auch mehr für sein Geld bekommt. 

Der Park bietet verschiedene Wanderrouten an, wovon die kürzeste schon in 1,5 Stunden zu schaffen ist. Im Unterschied zu vielen anderen Parks auf Madagaskar ist es im Isalo sogar erlaubt, diesen mit dem Geländewagen zu entdecken. Besonderheiten des Parks sind die Tsingy d’Isalo, die Nymphen-Wasserfälle, die portugiesische Grotte und die Maki-Schlucht. Hier werden Sie Ihren Fotoapparat kaum aus der Hand legen.

Sollten Sie gerne einmal in einem wunderschönen Naturpool schwimmen wollen, so empfiehlt sich eine Wanderung zur „piscine naturelle“, die ein malerischer Wasserfall speist. Auch die beiden Pool „piscine bleu“ und „piscine noire“ sorgen für eine willkommene Abkühlung – also nicht den Badeanzug vergessen! Die Wege im Park sind überwiegend gut präpariert, dennoch sind gutes und festes Schuhwerk unverzichtbar. 

2010 gab es im Park ein großes Feuer, das weite Teile des bis dato noch existierenden Waldes entlang der Schluchten zerstörte. Die Auswirkungen sind heute noch zu sehen. 

Das Klima im Park ist typisch für den Süden Madagaskars: trocken und heiß. Die Temperaturen klettern oft über die 30°C-Marke und Regen fällt selten. In den tiefen Schluchten sind die Temperaturen etwas angenehmer und oft herrscht eine leichte Brise. Anders sieht das in den weiten Savannen und außerhalb der Schluchten aus. Wanderungen können gerade hier sehr anstrengend und schweißtreibend sein. Mit zur Wanderausrüstung gehören daher unbedingt Sonnencreme, viel Wasser, ein Sonnenhut und luftige Kleidung. 

Kann zwischen Sandstein und weiten Savannenlandschaften überhaupt Leben möglich sein? Es kann! Entgegen der Annahme hat sich im Isalo eine vielseitige Flora und Fauna entwickelt. So findet man hier eine Vielzahl an Aloen, Palmen und anderen wasserspeichernden Pflanzen. Auch sieben Lemurenarten sowie 80 Vogelarten und Reptilien, darunter die Madagaskar-Boa, fühlen sich hier heimisch. Die größten Säugetiere des Landes, die Fossas, haben hier ebenso ihre Heimat gefunden.

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