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Das erste Mal in Uganda

Das erste Mal in Uganda

Teil 1 des Uganda-Ruanda Reiseberichts

Die Berggorillas in Uganda und Ruanda – schon lange war es ein Traum von uns, diese beeindruckenden Tiere bei einem spannenden Gorillatracking hautnah zu erleben. Wir haben schon viel über das Land der Primaten gehört und konnten es kaum erwarten, uns endlich auf den Weg zu machen. Im Mai 2017 erlebten wir den Zauber der Perle Afrikas, wie Uganda von Winston Churchill einst genannt wurde, und Ruandas und wir wissen genau – diese Erlebnisse werden uns für immer in Erinnerung bleiben…

Ankunft und Fahrt nach Kampala

Gegen 22:00 Uhr abends geht unser Abenteuer los: je zwei von uns starten in Frankfurt und Wien mit Ethiopian Airlines in Richtung Entebbe, wo der internationale Flughafen in Uganda angesiedelt ist.

Nach einem Zwischenstopp in Addis Abeba und insgesamt knapp 9 Stunden Flugzeit erreichen wir schließlich Entebbe, wo wir erst einmal von einem kräftigen tropischen Regenschauer erwartet werden.

Unsere Vorfreude kann dies jedoch in keinster Weise trüben. Wir beantragen am Flughafen unsere Visa und nach Erledigung der Einreiseformalitäten machen wir uns gleich auf den Weg nach Kampala, der quirligen Hauptstadt Ugandas, wo wir im Hotel Ruch unsere erste Nacht in Uganda verbringen. 

Ziwa Rhino Sanctuary

Am nächsten Morgen können wir es kaum erwarten, endlich mit unserer spannenden Safarireise zu starten! Da wir noch am Vorabend in Richtung Kampala gestartet sind, können wir uns einen großen Teil der hektischen Fahrt durch die Stadt sparen.

Frühmorgens werden wir von unserem Guide Moses erwartet, der uns die nächsten Tage und Wochen stets sicher und gut gelaunt durch Uganda und Ruanda begleitet und uns dabei stets mit seinen spannenden Geschichten und seinem vielfältigen Wissen über die unglaubliche Tier- und Pflanzenwelt der beiden Länder unterhält. Gemeinsam beginnen wir unsere Reise.

Zunächst geht es durch Kampala. Die Stadt präsentiert sich als typisch afrikanische Großstadt – es sind unheimlich viele Leute und Fahrzeuge unterwegs und die Verkehrsführung gestaltet sich abenteuerlich. Wir sind froh und erleichtert, dass unser Guide Moses uns sicher durch die Stadt begleitet. Wir halten noch kurz an einem Markt und Moses besorgt uns frisches Obst und Wasser. 

Gleich am ersten Tag steht schon ein besonderes Highlight auf dem Programm: auf dem Weg in den Murchison Falls Nationalpark besuchen wir das Ziwa Rhino Sanctuary. In diesem großflächig eingezäunten Schutzgebiet leben inzwischen 19 der seltenen Breitmaulnashörner. Durch ausgiebige Jagden während der Idi Amin Ära wurden die Nashörner in Uganda ausgerottet und das Ziwa Rhino Sanctuary ist ein Projekt zur Wiederansiedlung der beeindruckenden Tiere. Nach einer kurzen Einführung durch unseren Ranger machen wir uns schließlich auf den Weg. Die Aufregung steigt!

Bereits nach wenigen Fahrminuten verlassen wir das Fahrzeug und begeben uns zu Fuß auf die Suche nach den Nashörnern. Bereits die Wanderung durch das Gelände ist ein spannendes Erlebnis, schließlich könnte hinter jedem Busch und jedem Strauch eines der Nashörner zu finden sein. Unser Ranger ist ständig in Kontakt mit den „Aufpassern“ der Tiere, die 24 Stunden unter Schutz stehen.

Nach ca. 20 Minuten ist es soweit: zwei Nashörner grasen friedlich unter einem Baum. Die Spannung steigt, unser Puls schießt in die Höhe: es ist doch wirklich ein ganz neues und besonderes Gefühl, einem der Nashörner ohne den Schutz des Safarijeeps und zu Fuß gegenüber zu stehen! Bis auf ca. 30 Meter können wir uns an die Nashörner ran schleichen und diese ganz in Ruhe beobachten.

Die Nashörner lassen sich durch unsere Gesellschaft gar nicht stören. Nach einigen Minuten gehen wir weiter, da unser Ranger über Funk die Nachricht bekommen hat, dass sich ganz in der Nähe von uns eine Mutter mit einem Jungen befindet. Natürlich möchten wir uns das nicht entgehen lassen und tatsächlich stoßen wir nach wenigen Minuten auf die kleine Familie. Mutter und Kind liegen ganz entspannt unter einem Baum und genießen den Schatten während der Mittagshitze. Das Kleine liegt eng an die Mutter gekuschelt. Es ist wirklich ein ganz besonderes Erlebnis, diese mächtigen Tiere zu Fuß und aus solcher Nähe zu beobachten!

Viel zu schnell müssen wir uns wieder verabschieden, doch wir müssen weiter, um an diesem Tag noch den Murchison Falls Nationalpark zu erreichen.

Murchison Falls Nationalpark

Chobe Safari Lodge

Den Nationalpark erreichen wir schließlich am späten Nachmittag. Unsere Unterkunft für die Nacht ist die Chobe Safari Lodge, die ganz im Osten des Nationalparks liegt. Auf dem Weg zu unserer Lodge erwartet uns schon das nächste Highlight: wir sehen eine Bewegung im Gebüsch und plötzlich steht eine Gruppe Giraffen vor uns. Was für ein Anblick: eine Gruppe von ca. 30 Tieren knabbert genüsslich die Blätter von den umstehenden Akazien-Bäumen. Auch ein kleines Giraffenjunges versteckt sich schüchtern hinter seiner Mutter. Was für ein schöner Auftakt in unsere Safari! Wir verstehen gleich, weshalb der Nationalpark unter anderem für gute Giraffensichtungen bekannt ist. Nur wenige Fahrminuten später erreichen wir die Chobe Safari Lodge. Die Lodge bietet wirklich einen spektakulären Ausblick über den mächtigen Nil und im Wasser können wir einige Nilpferde entdecken. 

Kidepo Valley Nationalpark

Am nächsten Morgen geht es für uns bereits früh weiter, denn uns erwartet eine lange Fahrstrecke in den hohen Norden des Landes. Gemeinsam mit unserem Guide Moses machen wir uns auf den Weg in den Kidepo Valley Nationalpark. Wir freuen uns sehr, denn wir haben schon viel über den entlegenen Nationalpark gehört. Auch die lange Fahrt kann unsere Freude nicht trüben: vorbei an kleinen Dörfern und Feldern führt uns unsere Reise in den nördlichsten Nationalpark Ugandas.

Nach ca. 7 Stunden Fahrt erreichen wir schließlich unser Ziel und fahren hinein in den Kidepo Valley Nationalpark. Sofort merken wir, was diesen Nationalpark zu einzigartig macht: endlos weite Savannenflächen erstrecken sich vor der Kulisse mächtiger Gebirgsketten. Wir spüren bereits auf dem Weg zu unserer Unterkunft die Unberührtheit und Abgeschiedenheit des Parks, denn uns begegnet kein einziges Fahrzeug. Wir können die unglaubliche Landschaft ganz für uns alleine in uns aufnehmen und auch die ersten Tiersichtungen erwarten uns bereits am Ankunftstag. Eine kleine Warzenschweinfamilie mit drei kleinen Jungtieren ist in der Steppe unterwegs und wir können auch einige der seltenen Hartebeest Antilopen und eine riesige Büffelherde entdecken.

Gegend Abend erreichen wir unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte: die Apoka Safari Lodge ist die einzige Lodge im Kidepo Valley Nationalpark und ohne Zweifel ein magischer Ort. Hier erwartet die Gäste eine kleine Lodge mit nur 10 Cottages, die einen traumhaften Ausblick über die Savanne bietet und die auch von vielen Wildtieren besucht wird. Von dem offenen und freundlichen Aufenthaltsbereich, in dem die Mahlzeiten eingenommen werden, hat man einen perfekten Ausblick auf ein Wasserloch, welches immer wieder von verschiedenen Tieren besucht wird. So können wir abends unser Abendessen in Gesellschaft von mehreren Büffeln genießen. Kurz nach unserer Ankunft in der Apoka Safari Lodge werden wir schon von Julius, unserem Guide für die nächsten beiden Tage erwartet.

Julius ist in der Apoka Safari Lodge stationiert und kennt die Umgebung daher sehr gut: in einem offenen Safarijeep machen wir uns schließlich auf den Weg. Bereits nach kurzer Zeit erwartet uns ein besonderer Höhepunkt: wir treffen auf eine dreiköpfige Löwengruppe! Zwei Männchen und ein Weibchen blinzeln uns verschlafen an. Was für ein Anblick: die Löwenmännchen schütteln ihre mächtigen Mähnen und zeigen uns beim Gähnen ihre beeindruckenden Reisezähne. Die Kameras stehen nicht still. Wir genießen die Ruhe und die Tatsache, dass wir das einzige Fahrzeug bei dieser Löwenfamilie sind, in vollen Zügen! Wir können uns nicht sattsehen an den wunderschönen Tieren und verbringen den Großteil unserer Pirschfahrt bei der Löwenfamilie. Was für ein wundervoller Abschluss dieses Tages!

Auch am nächsten Morgen stehen wir bereits früh auf und freuen uns, mit unserem Guide Julius weiter die Gegend zu erkunden. Nachts hat einer der Wachleute ein Löwenpärchen am Wasserloch der Lodge beobachtet! Wir sind voller Erwartung und hoffen, die Löwen während unserer Pirschfahrt zu entdecken! Doch in diesem Fall haben wir Pech, denn die Löwen von letzter Nacht sind nicht aufzuspüren. Dennoch werden wir schnell entschädigt, denn uns begegnen während unser Pirschfahrt zahlreiche Uganda Kobs, Zebras, Büffel und die drolligen Warzenschweine. Unterwegs machen wir plötzlich Halt, unser Guide Julius bittet uns auszusteigen. Wir wundern uns, folgen unserem Guide jedoch sehr gerne auf einen Felsen hinauf. Dort oben angekommen verstehen wir sofort, was Julius uns zeigen will: die Aussicht über die endlosen Weiten des Nationalparks und die mächtigen Gebirgsketten des Südsudan ist wirklich unbeschreiblich! Wir nutzen die Schönheit dieses Ortes und genießen einen entspannten Buschsnack mit Tee/Kaffee und leckeren Keksen.

Auf dem Weg zurück in unsere Lodge können wir in der Ferne unsere ersten Elefanten sehen: eine große Elefantenherde tummelt sich in einer Senke! Mit dem Fahrzeug können wir die Elefanten nicht erreichen, aber wir genießen die Aussicht von oben auf die Tiere. Am Abend erwartet uns zum Abschluss unseres Aufenthaltes in der Apoka Safari Lodge noch ein besonderes Erlebnis: die Lodge hat sich selbst übertroffen und unseren Dinnertisch vom Aufenthaltsbereich nach draußen auf einen Felsen verlegt. Die Aussicht können wir in der rasch aufziehenden Dunkelheit zwar nur kurz genießen, aber wir erleben einen bilderbuchreifen, afrikanischen Sonnenuntergang und das für uns entzündete Lagerfeuer sorgt im Anschluss ebenfalls für eine ganz besondere Stimmung

 Wir sind uns sicher: der Besuch des Kidepo Valley Nationalparks ist ein besonderes Highlight unserer Reise, welches uns noch lange in Erinnerung bleiben wird!

Murchison Falls Nationalpark

Am nächsten Morgen erwartet uns erneut eine lange Fahrstrecke zurück in den Murchison Falls Nationalpark. Bereits bei der Fahrt hinein in den Nationalpark können wir das ganz besondere Landschaftsbild des Parks in uns aufnehmen: die Gegend ist geprägt von einer grünen Savannenlandschaft, die immer wieder von zahlreichen Palmenbäumen unterbrochen wird. So eine Landschaft haben wir noch nie erlebt und wir genießen den besonderen Anblick. Am Nachmittag erreichen wir den Nationalpark und legen einen kurzen Stopp in der Para Safari Lodge ein.

Die Lodge befindet sich in dem Gebiet, welches perfekt für die Wildbeobachtungsfahrten geeignet ist und welches wir am nächsten Tag besuchen werden. Wir müssen jedoch weiter zu unserer Unterkunft für die Nacht, die sich auf der anderen Seite des mächtigen Nils befindet.

Per Fähre überqueren wir den Fluss und erreichen schon bald unsere Endstation für den Tag, die wunderschöne Bakers Lodge. Die Lodge liegt direkt am Ufer des Nils und wir schlafen mit den Geplätscher und Schnauben der hier heimischen Nilpferde ein. Am nächsten Tag brechen wir Frühmorgens auf, denn wir möchten die erste Fähre für die Überfahrt über den Nil erreichen. Morgens um ca. 7:00 Uhr startet  die erste Fähre, und da wir so viel Zeit wie möglich auf unserer Pirschfahrt verbringen möchten, ist dies ein früher Start in den Tag.

Auf der anderen Seite des Nils treffen wir bereits auf einige andere Fahrzeuge mit Gleichgesinnten. Auf einmal gerät unsere Fahrt ins Stocken, vor uns sind zwei weitere Fahrzeuge stehen geblieben und es staut sich auf dem Weg. Aufgeregt blicken wir umher. Haben die anderen Reisenden vielleicht etwas entdeckt?

Unser Guide unterhält sich mit den anderen Guides, anscheinend sei ein männlicher Löwe gesichtet worden. Wir halten unsere Kameras bereit und schauen uns erwartungsvoll um. Und tatsächlich, ca. 50 Meter von der Straße entfernt spaziert ein männlicher Löwe durch die Savanne, die an dieser Stelle von dichtem Gestrüpp und den allgegenwärtigen Schirmakazien überschattet wird. Der Löwe ist etwas schüchtern, immer wieder verschwindet er im Gebüsch.

Doch dann ist er auf einmal direkt hinter uns und überquert die Straße – ein wundervoller Anblick, auch wenn wir die Löwensichtung dieses Mal mit einigen anderen Fahrzeugen teilen mussten. Nur wenige Minuten später treffen wir auf eine große Herde Uganda Kobs. Ein Junges, welches gerade mal ein paar Tage alt ist, wird gerade von der Mutter gesäugt. Was für ein niedlicher Anblick: das Kleine stakst noch ganz unsicher umher, während die Mutter die Umgebung genau im Blick behält.

Wir legen einen Stopp an einem See ein und genießen ein wundervolles Frühstück, welches unser Guide Moses liebevoll für uns arrangiert hat. Auf dem Weg zurück zur Fähre treffen wir auf einmal auf einen mächtigen Elefanten. Wir sind ganz aus dem Häuschen, denn der beeindruckende Bulle steht direkt neben der Straße. Zunächst kaut er genüsslich auf einigen Blättern, schließlich tritt er auf die Straße und läuft gemütlich in entgegengesetzter Richtung davon. 

Bootsfahrt auf dem Nil und Wanderung zu den Wasserfällen

Nach einem köstlichen Mittagessen zurück in der Bakers Lodge erwartet uns noch ein landschaftlicher Höhepunkt des Murchison Falls Nationalpark. Wir fahren zurück zum Nil, wo wir unseren Safarijeep gegen ein zweistöckiges Schiff austauschen. Die Reise führt uns über den mächtigen Nil. Unterwegs entdecken wir zahlreiche schnaubende Nilpferde im Wasser.

Auf einmal entsteht Aufregung auf dem Schiff, am Ufer entdecken wir ein großes Nilkrokodil. Was für ein Anblick: das Krokodil öffnet seinen Mund und zeigt seine zahlreichen Zähne. Als wir mit dem Boot näher an das Ufer heransteuern, verschwindet das Krokodil im Wasser. Je weiter wir fahren, desto mehr flauschiger Schaum ist auf dem Wasser zu sehen und nach ca. 1,5 - 2 Stunden Fahrt erreichen wir den Grund dafür.

Die Murchison Wasserfälle bilden einen landschaftlichen Höhepunkt des gleichnamigen Nationalparks und verzauberten einst Winston Churchill und machten den Park zu seinem Lieblingspark. Der Wasserfall drängt sich mit lautem Getöse durch eine enge, ca. 7 Meter breite Spalte und stürzt ca. 40 Meter in die Tiefe. Es ist ein wirklich beeindruckender Anblick!

Unser Boot steuert das Ufer an und wir verabschieden uns hier von den restlichen Reisenden und verlassen das Boot. Am Ufer treffen wir auf einen Guide, der nun mit uns eine Wanderung auf den Gipfel unternimmt. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg: der Beginn der Wanderung liegt noch im Wald, doch bald kommen wir in offenes Gelände und bekommen die kräftige Sonne Ugandas zu spüren.

Nach ca. 1,5 Stunden erreichen wir erschöpft, aber glücklich den Gipfel. Oben angekommen werden wir sofort für die Anstrengung entschädigt: die Aussicht über den Nationalpark und auf den Wasserfall ist wirklich fantastisch! Unser Guide Moses erwartet uns oben und gemeinsam fahren wir zu unserer Unterkunft für die nächste Nacht, der Murchison River Lodge.

Kibale Forest Nationalpark

Am nächsten Morgen geht es früh weiter, denn es erwartet uns eine lange Fahrstrecke zum Kibale Forest Nationalpark. Es geht vorbei an grünen Teeplantagen und ugandischen Dörfern. Immer wieder wandert unser Blick aus dem Fenster, um diese andere Welt in vollen Zügen aufnehmen zu können.

Am späten Nachmittag erreichen wir unser Quartier für die nächsten beiden Nächte. Wir übernachten an dieser Station in der Ndali Lodge, in der wir sofort herzlich willkommen geheißen werden. Die persönliche, ja beinahe familiäre Atmosphäre ist hier ganz deutlich zu spüren – als wir in den Aufenthaltsbereich kommen, fühlt es sich an, als würden wir das Wohnzimmer eines Freundes betreten.

Wir genießen unser Abendessen bei gemütlichem Kerzenschein, denn auf elektrisches Licht wird im Hauptbereich verzichtet, um die Ruhe und gemütliche Atmosphäre zu wahren.

Schimpansentracking

Früh am nächsten Morgen erwartet uns das nächste Highlight unserer Reise. Wir machen uns auf zum Headquarter des Nationalparks, von wo aus wir unser spannendes Schimpansentracking erleben werden.

Der Morgen begrüßt uns mit grauen Wolken und immer wieder gibt es kurze Schauer, doch unsere Vorfreude kann das nicht trüben. Im Headquarter angekommen erhalten wir eine kurze Einweisung und treffen auf unseren Ranger, der sich mit uns auf das Abenteuer Schimpansen einlassen wird. Gemeinsam fahren wir noch ein kurzes Stück mit dem Jeep, doch bereits nach wenigen Minuten steigen wir aus und machen uns auf den Weg in den Regenwald. Den Hauptweg lassen wir schnell hinter uns und beginnen, auf Schleichwegen durch den Urwald nach den Schimpansen zu suchen.

Inzwischen hat es wieder begonnen zu regnen, doch durch die dichten Baumwipfel sind wir sehr gut geschützt. Das Gelände ist zwar stellenweise etwas unwegsam, aber nicht sehr steil, weshalb wir uns über die interessanten Erzählungen unseres Rangers über die Schimpansen freuen. Bereits nach ca. 30 Minuten ist es soweit: in den Baumwipfeln hören wir das Brüllen der ersten Schimpansen.

Wir sind wahnsinnig aufgeregt und freuen uns sehr darauf, endlich die Schimpansen zu erspähen. Doch das Glück ist uns nicht gewogen, die Schimpansen sind aufgrund des Regens sehr weit oben in den Baumwipfeln und verstecken sich hinter den Blättern. Auch die Bilder von unseren Kameras sind aufgrund des Gegenlichtes kaum gelungen. Wir sind ziemlich enttäuscht, was für ein Pech, dass wir die Schimpansen zwar gefunden haben, aber aufgrund des Wetters keine gute Sicht auf die Tiere bekommen.

Unser Ranger gibt sich große Mühe und sucht immer weiter nach guten Möglichkeiten, die Schimpansen zu entdecken. Inzwischen hat es aufgehört zu regnen und so langsam kommt Bewegung in die Schimpansen: ein paarungswilliges Weibchen wechselt den Baum und zahlreiche Männchen beginnen, dem Weibchen zu folgen. Während wir den Tieren folgen, kommen wir wieder auf den Hauptweg zurück. Auf einmal zeigt unser Ranger hinter uns, wir drehen uns um und da sehen wir ihn: das Alphamännchen der Gruppe läuft den Weg hinunter und kommt direkt auf uns zu.

Unser Ranger ermahnt uns, ruhig zu bleiben und uns nicht zu bewegen, da das das Alphamännchen provozieren könnte, und so bleiben wir ganz ruhig stehen. Der Schimpanse läuft direkt an uns vorbei und streift quasi unsere Beine. Wir können unser Glück kaum fassen: nicht nur, dass wir nun einen Schimpansen sehen konnten, er ist uns auch noch ganz nahe gekommen. Wir folgen dem Schimpansen in den Wald.

Das Alphamännchen demonstriert deutlich seine Stärke: er klopft kräftig gegen einen Baumstamm und brüllt lauthals in den Wald. Es ist ein sehr intensiver und unglaublicher Moment. Wir gehen noch ein Stück in den Regenwald hinein und entdecken noch einen weiteren Schimpansen, der gemütlich auf dem Waldboden liegt und auf seinen Lieblingsblättern kaut. Viel zu früh müssen wir uns von den beeindruckenden Tieren verabschieden, doch wir verlassen die Gegend mit vielen wundervollen Erinnerungen an die Schimpansen.

Lunch bei Tinka

Nun haben wir uns ein leckeres Mittagessen verdient: wir machen uns auf den Weg zu einem Besuch bei Tinka, wo wir ein authentisches Mittagessen mit ugandischen Spezialitäten genießen werden.

Tinka führt selbst ein Hotel und ihm liegt viel daran, seinen Gästen seine heimischen Spezialitäten zu zeigen. Wir freuen uns sehr über die Gelegenheit, selbst einmal ugandisches Essen zu kosten und sind  gespannt, was uns erwarten wird. Zunächst begrüßt uns Tinka auf traditionelle, ugandische Weise, in dem er uns eine Kaffeebohne anbietet. Das Mittagessen nehmen wir auf traditionellen Matten sitzend ein.

Wir sind überrascht, wie ähnlich das Essen zu unseren europäischen Speisen ist: wir bekommen Reis, geschnätzeltes Schweinefleisch und Bohnen mit Erdnusssoße serviert. Ein besonderes Highlight ist für uns das traditionell ugandische Matoke, eine Art Bananenbrei und eine Art Spinat. Zum Abschluss erhalten wir noch eine Tasse Zitronengrastee, bevor es zu unserer nächsten Station weitergeht.

Bigodi Swamps

Uns steht heute noch ein weiteres Erlebnis bevor: wir fahren mit unserem Guide weiter zu den Bigodi Sümpfen. Es handelt sich um ein Gebiet, in dem die Einheimischen den Sumpf teilweise mit Holzplatten überbrückt haben und in dem wir uns noch auf eine kleine Waldwanderung begeben. Gemeinsam mit einem Ranger erkunden wir hier die Gegend und können zahlreiche Vogelarten und Schmetterlinge beobachten. Wir entdecken auch die schwarz weißen Colobus-Äffchen und Grey Monkeys.

Nach ca. 2 Stunden kehren wir zum Headquarter zurück und von dort aus in die Ndali Lodge

Semliki Wildschutzgebiet

Weiter geht unsere Reise! Wir machen uns heute auf den Weg in das Semliki Wildschutzgebiet. Auf dem Weg in das Wildschutzgebiet legen wir einen Stopp bei den Hot Springs, den heißen Quellen der Region ein. Hier sprudelt kochend heißes Wasser aus dem Erdreich. Das Wasser ist so heiß, dass wir sogar ein Ei darin kochen können und dies anschließend genüsslich verzehren. Im Anschluss fahren wir weiter zu unserer Unterkunft für die Nacht. Wir übernachten heute in der schönen Semliki Safari Lodge, die uns einen wunderschönen authentischen Aufenthalt in sehr privater Atmosphäre bietet.

Wir werden in der Lodge schon von unserem Guide erwartet, der uns auf unserer Pirschfahrt durch das Wildschutzgebiet begleiten wird. Wir fahren hier im offenen Safarifahrzeug auf die Pirsch, was immer ein besonders schönes Erlebnis ist, denn man erlebt die Umgebung auf besonders intensive Weise. Bereits nach wenigen Minuten entdecken wir eine große Herde der schönen Uganda Kops: Dutzende von Tieren können wir hier beobachten. Auch Warzenschweine, Büffel und Wasserböcke können wir dabei entdecken. Von den dort ebenfalls heimischen Elefanten können wir allerdings nur die Spuren entdecken – umgestürzte Bäume markieren den Weg der Elefanten

 Als wunderschönen Abschluss dieses Tages organisiert unser Guide einen Sundowner für uns, bei dem wir einen malerischen, afrikanischen Sonnenuntergang genießen können. 

Teil 2 des Uganda/Ruanda Reiseberichts

Queen Elizabeth Nationalpark

Unsere spannende Reise führt uns heute über die Äquatorlinie in Richtung Queen Elizabeth Nationalpark. Der Grenzpunkt des Äquators wird durch eine Skulptur markiert, die uns begeistert. Wir stehen mit einem Fuß auf der nördlichen und mit dem anderen Fuß auf der südlichen Halbkugel. Weiter geht unsere Fahrt zu unserem schönen Quartier für die Nacht, der schönen Katara Lodge. Hier genießen wir unser Mittagessen, im Anschluss geht es direkt weiter zu unserer ersten Pirschfahrt im Queen Elizabeth Nationalpark. Wir sind gespannt, was uns erwartet.

Die Katara Lodge ist auf einem Berghang gelegen, für unsere Pirschfahrt fahren wir wieder hinab in die Ebene. Die Fahrt dauert ca. 45 Minuten. Beim Nationalpark angekommen sind wir erst einmal sehr überrascht: eine breite Straße führt mitten durch den Nationalpark. Unser Guide Moses erklärt uns, dass diese Straße schon immer durch den Nationalpark geführt hat, man befindet sich quasi im Park, die Pirschfahrten finden aber im westlichen Teil des Parks statt.

Wir fahren die Straße entlang und bereits nach wenigen Minuten verstehen wir, was Moses gemeint hat: am Straßenrand sehen wir Elefanten friedlich durch die Ebene ziehen. Wir halten gleich am Straßenrand an, um die großartigen Tiere beobachten zu können. Wir genießen auch den Blick über die schöne Landschaft, zahlreiche großgewachsene Kakteen dominieren die Ebene, die wie kleine Bäume in den Himmel ragen. Schließlich fahren wir weiter in Richtung des Gebietes, wo die Pirschfahrten stattfinden.

Wir halten hier noch an einem Gate, wo die Nationalparkgebühren bezahlt werden. Auf einmal erzählt uns Moses aufgeregt, dass ganz in der Nähe ein Löwe in einem Baum gesichtet wurde. Wir sind total aufgeregt und brechen sofort auf, in der Hoffnung, den Löwen zu finden. Eine ganze Weile fahren wir die Straße ohne Erfolg entlang – nirgends können wir den Löwen erspähen. Doch auf einmal sehen wir ihn – ganz versteckt im dichten Geäst eines mächtigen Kaktusbaumes schläft ein Löwenmännchen. Wir sind ganz aufgeregt und auch wenn sich der Löwe gut im Geäst versteckt hat, so konnten wir dennoch ein paar gute Blicke erhaschen. 

Bootsfahrt auf dem Kazinga Kanal

Am nächsten Tag erwartet uns noch ein spannendes Erlebnis. Nach einer frühen Pirschfahrt am Morgen kommen wir gegen Mittag in unserem Camp für die Nacht an, dem schönen Kasenyi Camp.

Das Camp befindet sich in perfekter Ausgangslage für die Pirschfahrten, denn es liegt genau in dem Gebiet, welches perfekt für die Pirschfahrten geeignet ist. Nach einem stärkenden Lunch fahren wir in den östlichen Teil des Nationalparks. Hier legen wir einen Stopp bei der Mweya Safari Lodge ein, die direkt am Kazinga Kanal liegt.

Am Nachmittag geht es für uns auf eine spannende Bootsfahrt auf dem Kazinga Kanal. Moses gibt uns den wertvollen Tipp, uns im Boot auf die linke Seite zu setzen. Wir vertrauen natürlich auf sein Urteil und setzen uns auf die linke Seite des zweistöckigen Bootes. Los geht unsere Fahrt! Wir fahren dicht am Ufer entlang und entdecken bereits nach kurzer Zeit zahlreiche Büffel am Ufer.

Es ist ein schönes Erlebnis, die Tierbeobachtungen aus dieser neuen Perspektive zu machen. Im Wasser sehen wir immer wieder Nilpferde, die schnaubend aus dem Wasser auftauchen und wir entdecken auch mehrere Krokodile am Ufer und im Wasser. Wir sind überrascht, die Krokodile so dicht bei den Büffeln liegen zu sehen, doch man erklärt uns, dass die Krokodile dann doch etwas zu klein sind, um die Büffel tatsächlich als Beute anzusehen. Nach ca. 2,5 Stunden steuern wir wieder die Mweya Safari Lodge an und kehren schließlich in unsere Unterkunft zurück.

Ishasha Region

Heute geht es für uns weiter in die Buhoma Region zum Bwindi Nationalpark. Die Vorfreude auf den Besuch der Berggorillas ist riesig, wir können es kaum erwarten, nun endlich auf die prächtigen Tiere zu treffen. Auf dem Weg zum Bwindi Nationalpark passieren wir noch die Ishasha Region im Queen Elisabeth Nationalpark. Die Ishasha Region ist für die baumkletternden Löwen bekannt. Wir sind sehr gespannt ob wir hier nun wirklich auf die baumkletternden Löwen treffen.

Die Fahrt bis zum Gate der Ishasha Region dauert ca. 1,5 Stunden. Anfangs sind wir auf der Hauptstraße unterwegs, die dann aber in einer holprigen Piste weitergeht.  Die Zeit vergeht rasend schnell, da wir uns schon fühlen als wären wir im Nationalpark. Auch den Ein- oder anderen Elefanten dürfen wir auf der Fahrt bereits beobachten. Nun endlich ist das Gate passiert, da treffen wir schon auf die nächsten Elefanten. Die Freude ist echt groß, da Elefanten zu meinen Lieblingstieren zählen.

Wir fahren nicht lange durch den Park, als unser Guide plötzlich langsamer wird und sich schließlich einem  Baum nähert. Wir ahnen schon was uns nun erwartet, bzw. wir hoffen es so sehr. Mit großen, hoffnungsvollen Augen starren wir in einen Baum. Wir freuen uns so sehr, wir sehen tatsächlich eine Löwin im Baum liegen, die ganz entspannt vor sich hin döst. Wir sind so überglücklich und beobachten die süße Löwin eine ganze Weile. Plötzlich fährt unser Guide einfach weiter – das ist uns aber gar nicht recht. Naja eigentlich schon, als wir verstanden warum.

Wir sehen nun plötzlich zwei weitere Löwinnen im Baum hängen. Es sieht wirklich sehr ungemütlich aus, wie die Löwen zwischen den einzelnen Ästen klemmen. Aber ich denke, für die Löwen war es das nicht. Sie sahen soooo unglaublich entspannt aus. Wir haben so viel Glück und können jede Menge tolle Fotos von den süßen Katzen schießen. Wir wollen gar nicht mehr weiterfahren.  Lange Zeit, für uns aber trotzdem zu kurz, bewundern wir diese schönen Prachtexemplare. Irgendwann müssen wir jedoch weiter fahren, da wir noch eine Fahrstrecke vor uns haben.

Am Rückweg dürfen wir auch noch Uganda Kops, die es laut unserem Guide nur hier gibt, beobachten.  Überglücklich genießen wir die noch verbleibende Zeit im Park, der sehr weitläufig und einfach wundervoll ist.

Bwindi Impenetrable Nationalpark

Buhoma Region

Nach weiteren ca. 1,5 Stunden sind wir beim Bwindi Nationalpark angekommen. Als wir in unserer Unterkunft, der Mahagony Springs Lodge ankommen, werden wir sehr herzlich empfangen.

Wir fühlen uns sofort wohl. Nach einer schnellen Dusche genießen wir unser recht großes und sehr gemütliches Cottage. Danach treffen wir uns wieder in der Lodge auf der Terrasse und lassen unsere tollen Erlebnisse bei einem kühlen Getränk Revue passieren. Das sehr aufmerksame Personal sieht, dass wir uns richtig wohl fühlen und den Abend richtig genießen und versüßen uns diesen noch mit Popkorn. Einfach wundervoll…

Anschließend gibt es ein tolles Dinner mit wirklich sehr nettem und aufmerksamen Personal.  Völlig vollgegessen gehen wir dann schlafen, schließlich wollen wir ja für das Gorillatracking fit und munter sein. 

Gorillatracking im Bwindi Nationalpark

Sehr früh bin ich bereits munter, da die Vorfreude auf die Gorillas schon so groß war. Überglücklich freue ich mich nun, schnell frühstücken zu gehen und dann geht es schon los. Voller Aufregung fahren wir nun mit unserem Guide Moses zum Ausgangspunkt für das Gorillatracking.

Die Fahrt dauert zum Glück nur ca. 10 Minuten. Die Unterkunft liegt, genauso wie die meisten Unterkünfte in dieser Region, fast nebeneinander und nur ca. 10 Minuten vom Headquarter entfernt. Unser Guide bittet uns in einen Aufenthaltsraum, wo wir uns kurze Clips rund um die Gorilla ansehen. Die Vorfreude steigt noch mehr… Moses kümmert sich in der Zwischenzeit darum, die passende Gorillagruppe für uns zu wählen. Wir gehen nach einer kurzen Zeit auf die Wiese hinaus. Ein Ranger ruft nun unsere Namen auf und leitet und zum dem Schild mit dem Namen unserer Gorillagruppe.

Wir besuchen die Rushegura Gorilla Gruppe. Unser Ranger zeigt uns eine Übersicht, auf der jeweils ein Foto von jedem einzelnen Gorilla mit Namen abgebildet ist. Wir trauen unseren Augen nicht, denn unter den 16 Gorillas, die zu dieser Gruppe gehören, sind auch ein halbes Jahr alter Gorilla und zwei weitere kleine Gorillas. Wir wollen nur noch los und unbedingt den süßen, kleinen Gorillababies begegnen. Wir hoffen aber auch sehr, auf den mächtigen Silberrücken zu treffen. Der Aufstieg ist nicht ganz so einfach, wie wir uns dachten, aber es ist einfach toll über die Wälder zu sehen und die frische, klare Luft zu atmen.

Zwischendurch regnet es ein wenig, aber von dem lassen wir uns auf keinen Fall aufhalten. Es ist sogar etwas angenehm, bei den doch sehr sommerlichen Temperaturen etwas  Abkühlung zu haben.

Wir Mädchen haben uns übrigens einen Träger mitgenommen (sehr empfehlenswert!). Für nur ca. 20 USD ist es möglich, einen lokalen Träger zu buchen, der einem sein Gepäck trägt und bei schweren Stellen tatkräftig unterstützt. Die Gepäckträger sind Menschen aus den umliegenden Dörfern. Man unterstützt dadurch ihn und seine Familie, man hat also gleichzeitig noch etwas Gutes getan. Nach ca. 1,5 Stunden Wandern wird es nun ernst, wir treffen auf die prächtigen und unbeschreiblich schönen Gorillas. Es beginnt nun, etwas stärker zu regen.

Für unsere Fotoapparate ist das nicht ganz so optimal, aber das ist uns ganz egal, wir haben so ein unglaubliches Glücksgefühl. Wir sehen Gorillas im Baum sitzen und gemütlich vor sich hin vegetieren. Nach kurzer Zeit ziehen wir auch schon ein Stück weiter und sehen die wundervollen Wesen am Boden sitzen. Plötzlich sehen wir ein Gorillaweibchen mit einem Jungen, wir trauten unseren Augen kaum. Wir sind überglücklich.

Unsere Ranger, die uns begleiten, geben sich unheimlich Mühe. Sie gehen immer mit einer Machete voraus, um alle umliegenden Äste, Sträucher usw. zu entfernen und um uns den Weg frei zu machen. Wir bewundern wieder einen anderen Gorilla, der ganz gemütlich am Boden sitzt, umgeben von jeder Menge Ästen. Unser Guide bewegt sich ein wenig von uns weg und kämpft sich mit seiner Machete durch das Gestrüpp. Das Bild wird immer eindeutiger und wir können immer besser erkennen, dass wir hier gleich den Silberrücken sehen.

Die Spannung steigt! Unser Ranger ist nur ca. 5 Meter von dem mächtigen Wesen entfernt. Echt unvorstellbar. Wir sind so unglaublich überwältigt von den Begegnungen mit den einzelnen Berggorillas. Wir können die Gorillas ganz genau beobachten, denn wir sind nur ca. 10 Meter von den Tieren entfernt. Die Tiere hat das überhaupt nicht interessiert. Dann dürfen wir zwei weitere kleine Jungtiere mit ihren Müttern beobachten. Die Stunde, die man bei  den Gorillas verbringt, vergeht einfach viel zu schnell. Ich habe mich öfter dabei erwischt, dass ich zu viel hinter der Linse hänge und muss mich ständig dabei ermahnen, die Kamera los zu lassen und die unglaublichen Momente einfach genießen. Der Abstieg kommt mir etwas schneller vor.

Nach ca. einer halben Stunde machen wir Pause und genießen bei wundervollem Ausblick unser Lunchpaket. Gestärkt geht der Abstieg nun weiter. Fast unten angekommen, passieren wir Bewohner aus den umliegenden Dörfern, die dort ihre selbst geschnitzten Gorillas anbieten. Natürlich wandert der ein oder andere Silberrücken in unser Gepäck. Unser Guide Moses bringt uns dann überglücklich zurück in die Mahagony Springs Lodge. Nach einer ausgiebigen Dusche genießen wir Uganda wieder auf der Terrasse mit einem kühlen Getränk und natürlich wieder mit Popkorn. Das Abendessen ist genauso lecker als am Tag zuvor. 

Lake Bunyoni

Heute erwartet uns eine ca. 3,5 Stündige Fahrt weiter zum Lake Bunyoni. Die Fahrt beginnt auf holprigen Pisten vorbei an vielen Dörfern und weiter auf geteerten Serpentinen.

Die Fahrt ist sehr beeindruckend, da an den Hängen überall Teeplantagen, Felder und Wälder zu sehen sind und die Landschaft hier sehr beeindruckend ist. Angekommen im Birds Nest, begrüßten uns 3 Esel, die eingezäunt in einem  artgerechten Gehege in der Nähe des Einganges zu sehen sind. Wir genießen die Zeit an dem wundervollen, klaren See, der wunderschön zwischen den Bergen liegt  und über 29 Inseln verfügt. Hier kann man sich so richtig entspannen und die Seele baumeln lassen.

Aber auch Motorboottouren, Kanu Touren, Vogelbeobachtungen, ein Besuch des Batwa Stammes oder Nature Walks sind hier ebenfalls sehr gut möglich. Nach einer Runde Billard beim Pool genießen wir das internationale Essen im Außenrestaurant bei Kamin und Lagerfeuer. Der Außenbereich der Unterkunft ist sehr nett gestaltet, mit jeder Menge Sitzgelegenheiten auf Sofas oder gemütlichen Terrassenmöbel. Die Terrasse ist erhöht und bietet einen tollen Blick auf den See. Ein großzügiger Pool lädt ebenfalls zum Verweilen ein. 

Nkuringo Region

Völlig ausgeruht und entspannt fahren wir am nächsten Tag wieder etwas zurück zum Bwindi Nationalpark. Diesmal erkunden wir die Rushaga Region, in der ebenfalls habituierte Gorillagruppen zu finden sind und wo das Gorillatracking ebenfalls gut möglich ist.

Anschließend fahren wir weiter in die Nkuringo Region und übernachten in der traumhaften Clouds Lodge. In der Nkuringo Region gibt es eine ganz besondere habituierte Gorillagruppe: bei dieser Gruppe kommt man wirklich sehr nah an die Gorillas ran, die auch sehr an die Menschen gewöhnt sind und daher nicht so scheu sind.

Es ist die schwerste Gruppe und sehr gut für gute und begeisterte Wanderer geeignet.  Erst wandert man ca. 500 Höhenmeter abwärts, diese dann aber auch wieder aufwärts. Die Gruppe ist übrigens eine der ersten habituierten Gorillagruppen. Auch ist es möglich, an einem Habituierungsprogramm der Gorillas teilzunehmen, dies ist in zwischen der Nkuringo und der Rushaga Region möglich. Dabei besucht man eine noch halbwilde Gorillagruppe und hat insgesamt 4 Stunden Zeit bei den Tieren. Wir kommen im strömenden Regen in der Clouds Lodge an und werden sofort mit Regenschirmen empfangen.

Nach der sehr netten Begrüßung des deutschen Managers beziehen wir unser großes und sehr gemütliches Chalet. Die Zimmer sind ausgestattet mit einem Kamin und einem großen Aufenthaltsraum mit gemütlichen Sofas: hier genießen wir in Ruhe die Ankunft. Nach einer heißen Dusche fühlen wir uns wieder frisch und munter. Wir gehen nun in das Haupthaus, das wir schon etwas hungrig werden. Der Kamin wird sofort für uns eingeheizt und wir nehmen auf den sehr gemütlichen Sofas Platz. Heißer Tee wird und serviert und wir kuschelten uns in die flauschigen Decken, die auf den Sofas überall herumliegen. Während des Briefings bekommen wir eine Handmassage – was für ein Top Service!!!!

Unsere hungrigen Mägen wurden nun mit einem super leckeren Salat gefüllt und wir fühlten uns einfach Pudel wohl. Der Manager verbringt nun viel Zeit bei uns und erzählt uns wirklich sehr viele spannende Geschichten und Erlebnisse von seiner Auswanderung in das Land sowie von seiner Zeit hier als Manager. Natürlich gibt er uns sehr viel Wissenswertes über das Land und seine Bewohner mit. Abends genießen wir wieder das wie zu erwarten hervorragende Abendessen und gönnen uns anschließend einen kühles Gin Tonic an der Bar. 

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