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Damaraland

Damaraland

Namibia

Das Damaraland liegt im Nordwesten Namibias und ist Teil der Kuneneregion. Möchte man es geografisch noch weiter eingrenzen, so ist es das Gebiet zwischen dem kleinen Ort Sesfontein im Norden und dem Brandbergmassiv im Süden.

Die Landschaft reicht von weiten Hügellandschaften mit ausgefallen und zerklüfteten Felsformationen, bis hin zu feinsandigen Dünen. Charakteristisch für das Damaraland sind zudem die vielen Trockenflüsse (u.a. der Aba-Huab und der Hoanib), die es auf vielen Kilometern durchziehen. Seinen Namen hat das Damaraland von dem hier lebenden Volksstamm der Damara. 

Das Klima kann als trocken und heiß beschrieben werden. Vor allem im namibischen Sommer (November – März) können die Temperaturen leicht die 40°C-Marke erreichen. Die Niederschläge sind ganzjährig sehr niedrig, mitunter gibt es sogar Gebiete in denen es mehrere Jahre gar nicht regnet. Sollte es dann doch einmal regnen, verwandeln sich ich bereits erwähnten Trockenflüsse für ein paar Stunden in reißende Ströme. 

Kann in dieser trockenen und heißen Umgebung überhaupt Leben möglich sein? Es kann! Denn die Flora und Fauna hat sich perfekt an diese, mitunter widrigen, klimatischen Gegebenheiten angepasst. So findet man im Damaraland zum Beispiel die seltenen Wüstenelefanten, die auf der Suche nach Wasser oft kilometerlangen Wanderungen durch die Flussbetten unternehmen. Durch breitere Sohlen und längere Beine haben sie sich im Laufe der Evolution perfekt an die schwierigen Umstände angepasst. Mit etwas Glück findet man hier auch die stark vom Aussterben bedrohten Wüstenlöwen.

Selbst für Botaniker bietet das Damaraland mit der steinalten Welwitschia Mirabilis oder der Euphorbia Damarana, welche zwar giftig aber photogen ist, zwei interessante Gattungen an. 

Die Hauptstadt der Region ist Khorixas, welche abgesehen von ein paar Läden, einer Tankstelle, einem Restcamp und einer Lodge nicht viel Sehenswertes zu bieten hat. Die Hauptattraktionen des Damaralands findet man ca. 100 km westlich der Stadt. So findet man hier die berühmten Felsgravuren von Twyfelfontein, die 2007 auch zum UNSECO Weltkulturerbe erklärt wurden.

Twyfelfontein gilt als eine der reichsten Fundstellen von Felsgravierungen in Afrika – einige dieser Arbeiten werden auf das Jahr 3.300 v. Chr. datiert. Auf dunklen, rostroten Sandsteinplatten kann man über 2.000 Felsgravierungen der Buschmänner bewundern.

Zu den weiteren Attraktionen der Region zählt auch die als „Orgelpfeifen“ bekannte Ansammlung von bis zu 5 Meter hohen Basaltsäulen. Ebenfalls sehenswert ist der „Versteinerte Wald“, wo man die versteinerten Reste von ca. 280 Millionen Jahre alten Baumstämmen bewundern kann.

Wenige Kilometer entfernt wartet mit dem „Verbrannten Berg“ ein weiterer geologischer Leckerbissen auf den Besucher. Ganz besonders empfehlenswert ist auch das Damara Living Museum bei Twyfelfontein. In diesem Freilicht-Museum erhalten Sie einen Einblick in die traditionelle Lebensweise der Damara und lernen viel über die Kultur dieses faszinierenden Volkes. 

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