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13.09.2011 - 03.10.2011
Tansania Camp

Liebe Frau Merbeck,

der Feedbackfragebogen würde nicht ausreichen, um Sie an unserer Reise ein wenig teilhaben zu lassen. Daher in dieser Form.

Eigentlich fehlen mir die Worte, aber dennoch versuche ich kurz etwas von unserer Tanzaniareise zu berichten.

Die Reise war ein einziger Traum, aus dem wir am liebsten nicht wieder erwacht wären. 

Es hat alles, wirklich alles reibungslos geklappt und das verdanken wir Ihnen und nicht zuletzt natürlich auch den fleißigen, immer freundlichen Mitarbeitern Ihres Teams. Ein ganz großes Dankeschön.

Etwas müde, aber voller Erwartungen und Neugierde landeten wir am Kilimanscharo Airport.  Wir hatten uns noch gar nicht orientiert, da stand schon jemand mit unserem Namen dort, der uns zum Immigration Office führte. Es folgte eine Prozedur, die wir nicht verstanden, aber dennoch über uns ergehen ließen. Als wir unser Gepäck erhielten stand schon jemand dort, der uns zu unserem Guide für die nächsten Tage führte. Schade, es war schon dunkel, so daß wir von der Landschaft nicht mehr wirklich viel sehen konnten, eher konnten wir ahnen, was uns am nächsten Tag erwartete.

In der ersten Lodge wurden wir von Thorsten, dem Eigentümer sehr herzlich empfangen und wir fühlten uns gleich zu hause. Die Wellenlänge stimmte von Anfang an. Wenn es nicht schon spät gewesen wäre, sicherlich hätten wir die ganze Nacht durchgequatscht. Aber es sollte ja schon früh am nächsten Morgen in den Arusha Nationalpark gehen. Als wir dort waren, standen einige neue Zimmer kurz vor der Fertigstellung. Wir sind davon überzeugt, daß auch diese Zimmer wieder im afrikanischen Stil und von einheimischen Handwerkern gestaltet, den Ansprüchen auch europäischer Gäste entsprechen werden.

Schade war, daß wir leider am nächsten Morgen den Kilimanscharo aufgrund der Wetterverhältnisse nicht sehen konnten, aber der Hinweis darauf, wo er eigentlich ist, genügte uns für den Augenblick. Wir hatten ja 2 Nächte gebucht.

Der Arusha Nationalpark, unserer Ansicht nach, zu Unrecht wenig besucht (kam uns aber natürlich entgegen) war sehr grün. Wieder erfüllte sich ein Wunsch meines Mannes, als erstes in Afrika eine Giraffe zu sehen. Nein, das war natürlich nicht alles, die Tiere kamen sehr nah. Die Flora und Fauna dieses Parks hat mich sehr beeindruckt. Manchmal hatte ich den Eindruck ich sei in der „Eifel“, manchmal in einem verwunschenen Märchenwald.

Spätestens hier wußte ich, daß es für mich keine Erholung gewesen wäre, in diesem Park selber zu fahren, denn die Pisten sind gewöhnungsbedürftig. Dies war - wie sich später herausstellte, aber keine Besonderheit dieses Parks. In jedem danach besuchten Park gab es mehr oder minder „Afrikanische Massagen“.

Der Weg zurück zur Lodge - Kaffee- und Bananenplantagen - grün, grün, grün. Wunderschön - gerne wäre ich ausgestiegen, habe es aber dann doch sein lassen, weil es schon so spät war.

Überglücklich fallen wir ins Bett und können den nächsten Tag kaum erwarten. Am nächsten Tag ging es zum Tarangire Nationalpark. Die Fahrt führte uns über eine asphaltierte Straße Richtung Arusha und - was soll ich sagen - afrikanische Betriebsamkeit. Schon dort, konnte ich die Eindrücke das erste Mal nicht wirklich verarbeiten. Da wir einen langen Weg vor uns hatten, ließen wir Arusha auch schnell hinter uns. Irgendwann bog unser Guide rechts ab ins - naja fast - Nichts. Es war staubig, staubig, aber interessant. Da waren wir nun - im Maramboi Tented Camp und wollten erst einmal - da ich an diesem Tag Geburtstag hatte - ein Bier und einfach nur gucken und entspannen. Auch da waren die Formalitäten schnell erledigt und wir sahen, wo wir gelandet waren. Eine Weite, eine Stille, viele Zebras, die in der Sonne standen. Jetzt erst mal am Pool ein wenig relaxen. Tasche auspacken erübrigt sich bei dem wenigen Gepäck, welches wir mit hatten sowieso.

Zum Abendessen und Frühstück wurde man von Massai´s mit Taschenlampe begleitet. Wir fühlten uns auch hier sofort wohl und hätten tagelang einfach nur gucken können.

Aber.....wir wollten ja am nächsten Tag in den Tarangire Nationalpark. Auch hier wieder wunderschön, wenig Touristen mehr TseTse-Fliegen. Unsere erste Löwensichtung in einiger Entfernung, aber wir waren glücklich und ich schoß wie verrückt meine ersten Löwenfotos. Nachher stellte sich heraus, daß wir noch viel mehr davon sehen würden und welche, die fast in meine Linse gekrochen wären :::))). Aber zu diesem Zeitpunkt konnte ich das ja noch nicht wissen. Frei nach dem Motto: „Was ich hab, hab ich!!“

Im Tarangire NP haben wir sehr viele Elefanten, Zebras und Giraffen sehen können, auch die Baobabs im Sonnenuntergang sind ein Traummotiv.

Leider mussten wir uns am nächsten Tag von diesem schönen Camp wieder verabschieden, um dann in die nächste Lodge zu fahren.

Der Weg dorthin ließ nicht vermuten, daß sich dort irgendwo eine Lodge befindet. Wir fuhren über einen Weg, der uns an Menschen vorbeiführte, die sich im Leben einen solchen Urlaub niemals gönnen können und fühlten uns ein wenig - wie soll ich es beschreiben - beklemmt, bedrückt - ich weiß es nicht. In solchen Augenblicken denken wir über unser Leben in Deutschland nach und alles wird unwichtig.

Angekommen in der Lodge hatte man nicht mehr den Eindruck, daß man in Tanzania ist. Die Lodge ist sehr gepflegt und eingebettet in Kaffee- und Bananenplantagen. Man kann auf einen Teil des Ngorongoro-Krater schauen.

Alles war perfekt....leider haben wir eine sehr laute Gruppe erwischt, aber dafür kann niemand etwas. „Ausblenden“.

Am nächsten Morgen ging es in den Ngorongoro-Krater. Es war wunderschön von oben auf den Krater zu schauen (schade, es war immer noch bewölkt). Ein Naturwunder, welches ich bisher nur auf Bildern so gesehen hatte. Das war schon beeindruckend. Nun ging es die Piste runter in den Krater. Was mich wunderte war die Überschaubarkeit der anderen Safarifahrzeuge und es waren eigentlich wenig Tiere zu sehen. Natürlich sahen wir die üblichen Verdächtigen: viele Gnus, Zebras, Strauße,Hippos,  Löwen und sogar einen Gepard, aber der war fürchterlich weit weg und hatte überhaupt keine Lust, sich für die Touristen zu bewegen.

Weiter ging es durch einen Wald und da standen sie alle, wir standen tatsächlich im Krater im Stau....was ist das denn? Ich sah nicht ein Tier und fragte unseren Guide, was es denn hier zu sehen gäbe....und tatsächlich in ungefähr 400 m Entfernung standen wohl zwei Rhino´s. Ich gebe ja zu - auch wenn diese Tiere geschützt werden müssen - das sie mich nicht wirklich interessieren - schon gar nicht auf diese Entfernung. Aber es gab weder ein vor noch zurück, also warten. Irgendwann löste sich die zähe Masse, die sich unwesentlich langsamer wie ein Elefant bewegte, auf.

Irgendwann gab es die Fahrt zum Picknick-Platz und spätestens da wußte ich, daß wir nicht ohne Grund eine Individualreise gebucht hatten und relativ schnell unserem Fahrer klar machen konnten, daß wir hier nicht lange bleiben wollten. Ich habe keine Ahnung, wieviele Fahrzeuge sich dort befanden, aber es waren mit Sicherheit mehr als 50 Jeeps x mind. 4 Personen. NÖ, danke. Das brauch ich nicht.

Wir teilten unserem Guide mit, daß wir nun langsam gerne nach Hause wollten, der guckte zwar ein wenig verduzt, aber wir hatten genug gesehen und festgestellt, daß wir nicht mehr brauchten. Auf dem Rückweg begegneten uns noch 2 Löwen, die direkt an der Straße lagen und - wie soll es auch anders sein in der Hitze - sich nicht bewegten. Aber beeindruckend war es trotzdem.

Schön war es für mich auch, an der Gedenktafel von Herrn Prof. Grzimek zu stehen, dem wir vieles der Schönheit Tanzanias zu verdanken haben. Ich hätte ihn gerne kennengelernt.

Eigentlich hätten wir glaub ich jetzt schon gerne mal einen Tag nix gemacht, aber das war nicht eingeplant. Aber ich dachte wieder an Sie, Frau Merbeck, die mir bei der Planung schon mitteilte, einen Tag Ngorongoro-Krater reicht. Oh, wie recht Sie damit hatten.

Am nächsten Tag ging es zum Lake Manyara Nationalpark, der sicherlich zu einer anderen Jahreszeit noch schöner ist, als wir ihn gesehen haben. Wir waren dort am Hippopool und haben wieder einige Tiere gesehen. Traurig war ich ein wenig, daß fast kein Wasser mehr im See war - so daß ich auch keine brütendenden Flamingos sehen konnte. Die hatten wir bisher nur an den Momela Seen sehen können.

Nichts desto trotz bleibt mir der Lake Manyara Nationalpark mit einem für mich beeindruckenden Erlebnis- immer in Erinnerung. Mein Mann filmte gerade die Weite der Landschaft, als ich meine Fotos machen wollte. Eine Schulklasse stürmte auch das Plateau und wie das so ist, weiß ich nicht, ob man als Kind die wirkliche Schönheit dieser Natur erfassen kann, auch wenn der Lehrer einem etwas von der Geschichte erzählt. Also ich hätte wahrscheinlich im Alter von 10-12 nicht wirklich hingehört, was sich im Nachhinein als Fehler erwiesen hat. Nun sei´s drum, viel schöner für die Kinder war es - sich mit einer Mzungu fotografieren zu lassen. Zunächst ganz schüchtern und verhalten kamen sie auf mich zu und wußten gar nicht, wie glücklich sie mich damit machten, daß sie mich auf einem Foto haben wollten. Ich hätte sie alle „knutschen“ können, so ergriffen war ich. „In meinem nächsten Leben werde ich Lehrerin in Afrika“ war mein Gedanke.

Als es vorbei war, liefen mir die Tränen über die Wangen und ich wäre am liebsten schon wieder in Afrika geblieben.

Am nächsten Morgen ging es zum Lake Manyara Airstrip. Der Weg dorthin nun gut, in Afrika ist ja alles möglich, also ich hätte nie gedacht, daß dort Flugzeuge abheben, aber wir hatten ja noch andere Sorgen. Unsere Gewichtsbeschränkung beim Gepäck. 15 kg incl. Handgepäck pro Person.

Was hatten wir uns zu Hause Gedanken gemacht, wie wir das hinbekommen sollen. Klar, dachten wir...die 2 kg Kamera mit Objektiv die häng ich mir um den Hals, alles was schwer ist, kommt in unsere Jacken - wofür hat mein Mann sich denn eine Jacke mit 1000 Taschen gekauft. Wir waren behangen, wie die Weihnachtsbäume und hätten so niemals in einen Sitz gepasst, aber wir waren der festen Überzeugung nicht mehr als 2 kg ::::))) in unseren Reisetaschen zu haben.

Völlig perplex waren wir, als jemand nach unseren Namen fragte und sagte, wir sollen doch bitte unsere Taschen nehmen und in den Flieger geben.

Eh, wie jetzt? Keine Paß- oder Gewichtskontrolle? Nun gut und wie soll ich mich so in den Sitz quetschen? Egal, ab in die Maschine und los geht´s.

Start, abheben und es öffnet sich eine große Tiefe unter uns - war das schon der Crater? Keine Ahnung, aber es war -----unbeschreiblich schön.

Es ging in die Serengeti - als Kind habe ich den Film „Die Serengeti darf nicht sterben“ schon geliebt, aber niemals in meinem Leben hätte ich geglaubt, daß es so etwas schönes wirklich gibt - geschweige denn, daß ich die Möglichkeit hab, dort irgendwann hinzufliegen. Ich glaube so ähnlich muß sich Herr Grzimek auch gefühlt haben.

Dem Himmel oder den Tieren so nah. Der Flug war ein Traum, wir flogen nicht sehr hoch und konnten Elefanten- Giraffen und Gnu-Herden erkennen. Für mich völlig unverständlich war die Frage einer Dame im Flugzeug, ob wir denn jetzt in die Serengeti fliegen würden. Ich glaube, sie wußte es überhaupt nicht zu schätzen, was sie erleben durfte, aber gut, sei´s drum. Muß ja nicht jeder so fühlen wie mein Mann und ich.

Dann landeten wir in Lobo und die Serengeti sah völlig anders aus, als ich sie bisher in Filmen oder auf Bildern gesehen hatte. Sie war grün, hügelig und mit vielen Bäumen. Eine Weite - faszinierend.

Wir mussten aber ja noch ein Stückchen weiter, was mich glücklich machte, denn einmal in einer Cesna, immer wieder, auch wenns noch so rappelt.

Der Flieger landete zum 2. Mal so sanft, daß ich gar nicht aus der Maschine wollte. Gerne hätte ich den Piloten gefragt, ob wir nicht noch ein wenig weiter mit Schleifen fliegen könnten.

So und jetzt kommt das für mich auch Unfassbare. Ich steige aus der (12-sitzer) Maschine aus und unser Guide begrüßt mich mit den Worten „Hello Petra“?????

Nee, ne....woher weiß er, daß ich das bin, ich war nicht die einzige Frau in dem Flugzeug. Das ist ja wie nach Hause kommen. Natürlich stimmte die Chemie sofort nur unser Jeep sprang nicht an.

Unser Guide lachte sein Lachen und alles war gut, außer, daß der Wagen funktionierte. Aber....alles geht irgendwie in Afrika....

Wir fuhren eine Zeitlang über „nicht vorhandene Wege“ zum nächsten Camp. Das sind ja keine Zelte, daß sind ja....wunderschön, was dort als mobiles Zeltcamp angeboten wurde.

Auch hier war der Empfang wieder wunderschön, das Camp war nicht ausgebucht und eigentlich wollten wir jetzt einfach wieder nur gucken und gucken. Uns wurde die Funktionalität der Toilette und der Dusche erklärt und alles war perfekt.

Es ging auf die erste Pirschfahrt durch die Serengeti. Begegnet sind uns eigentlich fast keine anderen Touristen - sondern, und das fand ich wunderschön - stolze Massai mit Ihren Kuhherden.
Auch hier wurden wir abends von Massai´s zum Abendessen vom Zelt durch ein Taschenlampensignal abgeholt.  Gemeinsam aßen wir mit den anderen Gästen an einem Tisch und erzählten von unseren Abenteuern.

Der Morning Wake up um 5.30 Uhr war schon eine Nummer für sich und auch unvergesslich. Irgendwann wurde man wach, weil jemand „rappelte“. Good Morning. ....

Irgendjemand füllte warmes Wasser in unsere Kelche und verschwand, nachdem er den Kaffee mit Keksen ins Zelt gebracht hatte. Danach wurde ich wirklich wach, weil er die „Rolladen“ des Zeltes hochmachte.

Unser Guide hat mit uns am Morgen ganz früh ein Massai-Dorf in der Nähe besucht, welches - so meinen wir - wirklich noch autentisch war. (Ein Massai-Dorf im Ngorongoro-Crater wollten wir ob der vielen anderen Touristen nicht besuchen, was sich auch als richtige Entscheidung herausstellte). Ich bin fasziniert über die Lebensweise der Menschen, könnte mir aber niemals vorstellen, so zu leben.

Mir kam das Buch „Die weisse Massai“ in den Sinn.

Ich finde, die Massai sind sehr stolze Menschen und das können sie denke ich auch sein, denn nicht jeder käm mit den Umständen, unter denen sie leben - zurecht. Aber es ist eine absolut andere Welt, als wir sie kennen bzw. gewohnt sind. Ich habe versucht, meine Eindrücke ein wenig in ein paar Bildern einzufangen, wobei ich denke, dass wir nicht lange genug da waren, aber wir hatten sehr viel Respekt, hatten aber auch den Eindruck, dass sie sich freuten, dass wir da waren. Ich habe unserem Guide und den Menschen versprochen, dass ich ihnen die geschossenen Fotos zusenden werde. Ich arbeite zur Zeit daran.

Leider hieß es irgendwann Abschied nehmen, aber was dann kam, rührte mich wieder zu Tränen. Unser Guide und Leute aus dem Camp hatten für uns ein Buschfrühstück organisiert. Ich konnte kaum etwas essen, weil ich einfach... neee, es ging nix mehr.

Vergessen hab ich zu erzählen, dass wir auf der Fahrt zum Camp bereits sehr viele Gnuherden sahen, die sich Richtung MaraRiver bewegten. Wir dachten nur, wartet mal noch ein bisschen, bis ihr über den Fluß geht, wir wollen euch doch noch sehen.

Zu diesem Zeitpunkt wußten wir nicht, dass wir nur „ein paar Gnus“ sahen.

Abends haben wir noch eine Fahrt durch das Loliondo Gebiet gemacht, um auf einer Anhebung ein „Feuer“ zu entzünden und uns den Sonnenuntergang anzuschauen. Dabei, wie auch schon während der ganzen Zeit lernten wir Suaheli und unser Guide Deutsch. Es war wunderschön, einen besseren Guide hätten wir nicht haben können. So kann es weitergehen, dachten wir.

Auf dem Weg zurück zum Camp haben wir weniger spektakuläre Tiersichtungen machen können - schade, kein Leopard oder ähnliches, aber ganz viele kleine Tiere ....die wollen ja auch beachtet werden....und irgendwann sahen wir das Leuchten der Augen einer Gnuherde....Das war auch ein Anblick, den man nicht so schnell vergisst.

Am nächsten Tag hatten wir eine lange Fahrt zum nächsten Camp vor uns. Diese Fahrt war gespickt mit Tiersichtungen mit Erzählungen und mit purem Genuss. Weite, Weite, Weite.... Ruhe, Ruhe, Ruhe.....Tiere so weit das Auge reichte. Zum Fotografieren war es eigentlich zu schade.

Mittags haben wir ein Picknick gemacht, aber es war wg. der TseTse-Fliegen nicht so angenehm, so dass wir da relativ schnell wieder aufgebrochen sind.

Zwei Bäume weiter lagen 2 Löwen unter einem Baum... na wie gut, dass wir das vorher nicht gewusst haben.

Unser Guide hat ständig nach Leoparden Ausschau auf Bäumen gehalten, aber außer einer Beute haben wir leider nichts entdecken können.

Bevor wir im Camp ankamen, ist unser Guide mit uns an den MaraRiver gefahren. Eigentlich waren wir schon ziemlich platt, aber als wir die ganzen Gnuherden sahen, war alles vergessen.

Was macht er denn jetzt? Er fuhr von den Herden weg????3 Minuten später wussten wir warum. Vor uns standen zwei Rhinos in unmittelbarer Nähe. Hm, ja schön, und nun? Mensch Petra, dafür fahren viele Leute hier hin, damit sie endlich mal ein Rhino sehen. Aha! Nee, ich kann da nicht wirklich viel mit anfangen. Kurze Zeit später rast er los. Was ist denn jetzt los?

Das Crossing beginnt!!!!Nein, das glaub ich ja jetzt nicht, oder? Viele Menschen fahren hier hin, und das schon mehrmals, und haben noch nie ein Crossing gesehen und wir sind noch nicht mal 1 h am MaraRiver und dann das. HILFE!!!!

Kamera, Kamera, Videokamera.....sowas hatten wir zwar gehofft, aber ...ja, es passiert tatsächlich und wieviele es sind und wie „dumm“ sie sind. suchen sich die „dümmste, höchste Stelle“ aus, den Fluß zu überqueren. vor allem weiß niemand, warum sie es tun, ist das Gras evtl. auf der anderen Seite grüner? Oder doch auf der anderen Seite? Mit Logik kann man da wohl nicht ran gehen. das Einzige, was wohl sicher erscheint ist, dass die Zebras den weg kennen, aber nicht viele den Todesfluß überqueren.

Es ist ein wahnsinniges Spektakel, welches sich dort vor unseren Augen vollführt. Ich habe keine Ahnung, wieviele Gnu´s es sind. Tausend, mehrere tausend.  mein Fotoapparat läuft auf Hochtouren und ich vergesse manchmal vor Begeisterung, die richtigen Einstellungen zu tätigen.

Irgendwann schauen wir einfach nur noch diesem Naturphänomen zu und sehen das ein oder andere „vollgefutterte“ Krokodil an Land. Ich glaube, die sind erst mal satt.

Weiter geht es zum Camp und wir werden wieder herzlich begrüßt. Es ist ein Traum und Frau Merbeck hatte mal wieder Recht. Dieses Camp hat erst vor ein paar Monaten aufgemacht und ist unbeschreiblich schön. Die Gastgeber sehr herzlich, das Personal sehr aufmerksam, das Essen ist, wie auf unserer bisherigen Reise sehr lecker. Wir bekommen ein Familienzimmer mit separatem Raum. In diesem „Zimmer“ kann man sich verlaufen... es ist riesig, sehr offen gehalten nur Moskitonetze vor den Fenstern, ein riesiges Bad… alles ist genial.

Auch hier wieder einfach nur mit einem Gläschen Wein auf die Terasse setzen und nix mehr machen nur in die Weite schauen, was wir dann auch fast tun. Aber ein wenig Hunger haben wir schon auch noch, also noch mal ein Signal: „kleine Taschenlampe brennt...schreibt: ich  hab Hunger, hol mich ab“ und schon sind die unsichtbaren guten Geister zur Stelle.

Der Kamin brennt und wir genießen, dass wir hier sein dürfen.  Plötzlich kommt unser Guide mit einer schlechten Nachricht zu uns an den Tisch und ich werde traurig. Es ist alles so perfekt, aber unser Guide hat ein Problem, er muss leider wieder nach Hause nach Arusha und das direkt am nächsten Morgen. Traurig einen solchen Guide wieder gehen zu lassen. Er liebt sein Land, die Tiere und das spürt man in jedem Augenblick.

Wir hoffen nun, dass wir am nächsten Tag adäquaten Ersatz bekommen und ...was sollen wir sagen.... unser nächster Guide war auch sehr nett, sehr aufmerksam....alles hat wieder gepasst ...perfekt . Er hat sich sehr engagiert, wusste er doch, in welche „Fußstapfen“ er treten musste.

Wir haben beide sehr lieb gewonnen und sind traurig, dass die Zeit mit den Beiden vorbei ist.

Der nächste Abend schien nur für uns zu sein.....die Angestellten des Camps haben uns einen Tisch unter den Sternen gedeckt. Sehr romantisch. Doch es fing leider an zu regnen, aber auch das war kein Problem. Schwups war der Tisch geschützt gestellt.

Unser Guide hat uns an diesem Abend erzählt, wir hätten ja noch einen Tag mehr im Camp und fragte uns, was wir noch sehen wollten. Wir sagten Cats and Crossings ( C & C). 

Er hat uns alle Wünsche erfüllt. Abends haben wir noch beieinander gesessen und haben Bilder geschaut. Er erzählte uns, dass das noch nie jemand gemacht hätte, und wir konnten es kaum glauben, war er es doch, der diese Bilder überhaupt erst ermöglicht hat.

Wir haben noch weitere 4 crossings gesehen, aber das erste mit unserem ersten Guide, war das spektakulärste Crossing. Dafür haben wir mit dem nächsten Guide das Glück gehabt, 3 Geparden aus der Nähe zu sehen und er zeigte uns auch die Löwen, die in der Umgebung des Camps ihr Revier haben. An einem Abend hätten wir fast Ärger mit den Rangern bekommen, weil wir zu spät unterwegs waren.

Erwähnen möchte ich noch, nicht erst jetzt, weil es vielleicht nebensächlich erscheint, daß ich am nächsten Morgen von Rufen wie: „gnu“, „gnu“, „bist du´s“, „nö“ wach geworden bin, denn vor dem Camp standen hunderte von Gnus, die grasten. es ist ein Anblick, und ein Geräusch, welches ich hoffentlich niemals vergessen werde.

Leider hieß es auch hier irgendwann wieder Abschied nehmen und unser Guide brachte uns zum Airstrip Kogatende. der Flieger hatte zwar ca. 45 min Verspätung, aber mit afrikanischen Verhältnissen gemessen nix. in Deutschland hätte sich wieder alles aufgeregt.

Schade, dass wir nun weg müssen, ich könnte hier auch noch länger bleiben, aber so ist das ja im Leben. Wir fliegen nun zum Relaxen nach Zanzibar. Der Flug dorthin war ein wenig „rappelig“. Dort angekommen befinden wir uns wieder in einer anderen Welt. Dort sind viele Menschen, hier leben viele Kulturen und Gnus hab ich dort keine mehr gesehen. 

Der Transfer vom Flughafen zum Hotel  funktioniert mal wieder - wir sind es ja auch nicht anders gewöhnt - reibungslos. Doch was wir auf der Fahrt dorthin sehen, erschreckt uns ein wenig. Es scheint Chaos zu herrschen. Überall liegt Müll rum, kurze Zeit später entdeckt man traumhafte Straßen mit einem Grün, welches man nicht beschreiben kann. Es liegt viel Exotik, aber auch viel Armut in der Luft. Es ist so ganz anders wie in der Serengeti. Logisch. Im Hotel angekommen, was soll ich sagen, fühlen wir uns gleich wieder wohl, aber auf eine andere Art und Weise.

Auf Zanzibar gibt es Traumstrände, eine Vegetation, die ihresgleichen sucht, und dennoch wenn man in StoneTown durch die Straßen geht, ist man erschrocken.

Das Hotel liegt an einem wunderschönen langen Sandstrand, das Hotelpersonal ist sehr freundlich und zuvorkommend. Das Essen lässt keine Wünsche offen. Jeden Abend wird der Tisch anders gedeckt. Die Mitarbeiter tragen unterschiedliche Kleidung. Der Abend wird oft mit tänzerischen oder musikalischen Einlagen untermalt und wenn man alles andere ausblendet, fühlt sich der Honeymooner wirklich in den Flitterwochen.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, es ist ein sehr romantisches Hotel und ich kann es nur weiterempfehlen. Wir haben uns dort rundherum wohl gefühlt, aber es ist halt ein Ressort und wenn man in die „wirkliche Welt“ geht, sieht es halt anders aus, aber das ist oft so, wenn man in ferne Länder reist.

Wir haben eine Indian Ocean Tour gemacht, die wunderschön war. Können wir nur jedem empfehlen, der mehr von der Insel sehen möchte. Ebenso waren wir in StoneTown und haben festgestellt, dass dort noch einiges zu tun ist, wenn man die Stadt - bzw. die Insel aufrecht erhalten will. Faszinierend ist auch der tägliche Markt in StoneTown. Erwähnen möchte ich nur - weil nur da waren wir - den Fischmarkt in Stone-Town. Der ist für deutsche Verhältnisse ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Eine traumhafte Insel, die unseres Erachtens dringend uneigennützige Investoren benötigt.

Liebe Frau Merbeck, was haben sie uns mit dieser Reise nur angetan??? Ich habe gewußt, daß Sie das Beste für uns heraussuchen. Sie haben unseren Nerv getroffen.

Tausend mal Danke für diese unvergesslichen Erlebnisse!!!