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11.09.2015 - 25.09.2015
Botswana Lodge

Liebes Abendsonne-Afrikateam, liebe Liane,

es ist zwar schon ein paar Tage her, dass ich wieder zurück bin, dennoch möchte ich es nicht versäumen, Euch wieder einmal ein Lob auszusprechen und mich zu bedanken.

Das erste Mal alleine nach Afrika. Und ich kam mir vor, wie ein alter Hase. Ich kann nur sagen, wer keine Reisebegleitung möchte oder findet, muss sich gar keine Gedanken darüber machen, dass irgendetwas nicht mit der afrikanischen Mentalität geregelt werden kann.

Es war ein Spontan Trip.....und was meint Ihr? Immer wieder, wobei ich dazu sagen muss, die monatelange Planung und Vorfreude auf eine Afrikareise ist ebenso nicht zu verachten.

Da ich aber plötzlich realisiert hatte, dass ich tatsächlich 50 werde - und dies nicht wiederholbar ist  - hielt mich natürlich kein wirkliches Argument davon ab, nicht zu fahren. Leider konnten mein Mann (Myfriend) und mein kleiner Hund (Flynn/Labrador) nicht mehr im Handgepäck verstaut werden - gleichwohl hatte ich ein ähnliches Gewicht als Handgepäck durch meine "kleine" Fotoausrüstung.

Gewöhnt war ich es ja schon, dass ich mal wieder am Frankfurter Flughafen alles gut Verstaute herausholen musste, damit man mich durchchecken konnte. Kein Mensch kümmert sich danach um deine Sorge, alles so schnell wie möglich wieder schlau zu verpacken.

Der obligatorische Sekt durfte natürlich auch nicht fehlen, fiel aber kleiner aus als sonst...ich kaufte zwei Piccolo und trank den 2. gleich für meinen Mann mit.

Der Flug verging wider Erwarten schneller als sonst, denn ich konnte tatsächlich ein wenig schlafen. Um weiter nach Maun zu fliegen, machten wir wieder einmal einen Zwischenstopp in Johannesburg.

Dieser Zwischenstopp wurde natürlich zum wiederholten Male dazu genutzt, zu schauen, was ich denn auf der Rückreise mit nach Deutschland nehmen könnte.

In Maun angekommen ging es schnell zur Maun Lodge, die ich wählte, weil sie relativ nah am Flughafen liegt, ich sie von unserem letzten Aufenthalt kannte und ich wusste, dass es zwar keine Suite war, aber zum Ausschlafen vollends genügte, um am nächsten Tag endlich Afrika zu spüren.

Spätestens wenn ich zur Cesna geleitet werde, und mir Gott sei Dank diesmal nicht den Kopf beim Einstieg gestoßen habe, geht mein Herz auf. Die Propeller starteten und ich atmete genüsslich durch. Beim Überflug des Okavango Deltas fiel mir auf, dass gar nicht so viel Wasser vorhanden war, wie ich es erwartet hatte. Doch je tiefer wir hineinflogen, umso schöner wurde es.

Ich steige nun aus und werde von Ike mit meinem Namen begrüßt...Na das ist ja fast wie nach Hause kommen. Wie das so ist mit Rauchern, wollen Sie erst mal eine Entspannungszigarette rauchen, doch Ike sagte zu mir: Rauch du mal in Ruhe deine Zigarette, die anderen haben gerade nicht unweit der Flugpiste einen Leoparden gesichtet.....

Zigarette egal.....ab die Post, das wollte ich mir doch nicht entgehen lassen, zumal ich schon lange keinen Leo mehr gesehen hatte. Voller Euphorie bekam ich noch nicht mal mein Fotogeraffel richtig in den Griff. Viele Fotos sind leider durch meine Aufregung nix geworden, dennoch ...das Erlebnis war einmalig.

Ich dachte nur: "Wenn das so weitergeht.......

Bevor wir in das Seba Camp fuhren, machten wir einen kleinen Gamedrive und ich hätte am liebsten nicht aufgehört, doch man erwartete mich ja schon.

Das Seba Camp liegt in der Abu Concession und ist ein kleines romantisches Camp. Der Begrüßungsgesang führte zu Tränen in meine Augen. Herzlich begrüßt auch von Jack und? (Mist Namen vergessen), die sehr liebenswert ihr kleines geliehenes Paradies führen.  Auf der Schaukel sitzend kann man in die vorgelagerte Lagune schauen, in der sich schon einmal Elefanten und Hippos tummeln. Auf regelmäßigen Besuch von Elefanten, die schauen wollen, ob es was Leckeres zu essen gibt - sollte man sich einstellen.

Gerne nimmt man in solchen Momenten auch einen längeren Weg zum Hauptzelt in Kauf - obwohl:-) die Ellies sehen sehr entspannt aus. Auch während der Nachmittagssiesta hört man sie schon einmal durchs Geäst " hüpfen".

Eine Mokorofahrt  im seichten Wasser sollte man sich nicht entgehen lassen und dieses Mal hatte ich auch das Glück einen Mitreisenden dabei zu haben, der sich ruhig verhalten hat, um in den Genuss des stillen Plätscherns durch das Wasser zu kommen. Dar Gin-Tonic als Sundowner danach darf natürlich nicht fehlen.

Ich genieße es immer wieder - zwar total verstaubt aber glücklich nach dem nachmittäglichen Gamedrive direkt ans Feuer zu gehen, um auch dort dem Knistern des Feuers und den Fröschen zuzuhören, während sich die anderen Gäste schon wieder sortieren, damit sie schön sind fürs Abendessen. Nö, dass mach ich dann lieber kurz vorm Schlafen gehen, um dann zum Abschluss in Ruhe eine Zigarette zu rauchen und dann zu schlafen, wie in "Abrahams Schoss".

Das morgendliche Ritual des Weckens "Knock-Knock" werde ich wohl immer vermissen.

Der nächste Tag war mit einem langen Gamedrive und ohne viel Spektakulärem gespickt, wobei ich auch hier sagen muss, danke an Ike, der sich nicht ständig dazu verpflichtet fühlte zu reden, weil wir beiden Gäste nichts sagten. Das hatte ich auch schon anders erlebt.

Wir erspähten immer wieder Löwenspuren, aber fanden den dazugehörigen Kerl nicht. Und ich finde es schon ziemlich anstrengend, die ganze Zeit, die Gegend zu scannen. Ike hat sich wirklich sehr viel Mühe mit uns gegeben, doch mein Mitreisender ist doch tatsächlich irgendwann einmal eingenickt. ;-)

Am nächsten Tag sollte es schon wieder zurück gehen, doch wir hatten ja noch ein Ziel ----- den Löwen mit seinen Cubs zu finden - mit 2 Safarifahrzeugen fuhren wir nicht weit und unsere Suche war von Erfolg gekrönt....Da lag der Kerl doch einfach mitten auf der Straße und was soll ich sagen - viel Bewegung gab’s da nicht - dennoch immer wieder faszinierend. Leider war der Löwe verletzt worden, wahrscheinlich durch ein Büffelhorn und ich hoffte nur inständig, dass alles wieder gut wird.

Plötzlich stellte Ike fest, dass einer unserer Reifen platt war, doch Aussteigen war hier nicht möglich...der Löwe bewegte sich und ich stieg in den anderen Wagen, um nur ja nichts zu verpassen. Aber das Leben ist ja kein Zuckerschlecken. Sagen wir mal in einer Stunde hatte sich der Löwe nunmehr ca. 50 - 100 Meter bewegt...in einer Gelassenheit, die mit Nichts zu vergleichen ist.

Wieder einmal stand ich vor dem Rätsel, wie ich diesen Löwen denn nun mal fotografieren konnte...vorher war das Licht nicht ausreichend und nun störten - egal von welcher Seite - irgendwelche Büsche. Mist! Eine Bewegung ließ sich dem Löwen nicht entlocken, wobei er halb matt, halb interessiert zu Ike rüberschaute, der nun endlich begann, den Reifen zu wechseln.

Nun zurück zur Cesna!!!Und das Beste war, es gab auch noch drei Zwischenlandungen bei anderen Camps, so dass der Pilot grundsätzlich schon mal gar nicht so hoch flog, und man die Tiere unter sich schön beobachten konnte, und der Flug insgesamt länger dauerte.

Zurück nach Maun wurde ich von einem Guide erwartet, der mich zum nächsten Camp - dem Meno a Kwena Camp fuhr. Bei dieser Gelegenheit kann man sich ein wenig umschauen und entdeckt sehr viele Kühe und Esel etc. Die Fahrt dorthin dauerte ca. 1 1/2 Stunden.

Hatten wir beim letzten Aufenthalt hunderte von Zebras und einige Elefanten gesehen, hatte man nun den Eindruck, alles sei ausgestorben. Kein Wunder bei der Vegetation - alles war staubtrocken.

Der Zaun, an dem wir vorbei fuhren war zwar einige Male von Elefanten zerstört worden, damit diese an den wunderschönen Botetifluss gelangen können, doch weit und breit Landschaft.

Im Camp angekommen, bekam ich tatsächlich das gleiche Zelt wie bei unserem letzten Aufenthalt und freute mich sehr darüber. Abends gab es während die Sonne unterging eine kleine Bootsfahrt auf dem Boteti. Super schön.

Ich konnte den Guide nicht davon überzeugen, am nächsten Tag den Bushwalk mit den Bushmännern machen zu können. Dabei wollte ich genau das auf meinem Geburtstag machen - so dachte ich bis dahin...aber es kam alles anders.

Am nächsten Morgen ging es zunächst einmal auf die andere Flussseite, denn wir hatten dort in der Nacht Löwenbrüll gehört. Warum allerdings zwei Bushmänner und ein Dolmetscher mit uns fuhren, war mir irgendwie sehr suspekt. Naja dachte ich, die Bushmänner werden den Löwen bzw. seine Spuren wohl finden. Tse, weit gefehlt, wie sich nachher rausstellte.

Irgendwann fuhren wir zum Fluss runter, weil sich dort einige Elefanten "duschten" und den Boteti austranken. Wir standen gemütlich am Fluss, den Blick nach vorne gerichtet, meine Kamera in der Hand und total gespannt darauf, was als Nächstes passierte. Nichts dachte ich, bis ich mich rumdrehte und direkt neben unserem Auto ein Elefant stand und einen unserer Bushmänner beschnupperte.

Halleluja hatte ich mich erschrocken. Wie kann ein Schwergewicht wie es ein Elefant nun mal ist, sich so lautlos bewegen? Petra, locker bleiben - der will nur spielen:-). Irgendwann drehte er sich weg und ging lautlos weiter. Also ich könnte mich nicht so lautlos bewegen.

Ein Stückchen weiter machten wir eine Rast und plötzlich waren die Buschmänner hinter einem Busch verschwunden - hier läuft doch irgendwas, dachte ich.....warum ziehen die beiden sich denn jetzt um?

Ein Kuchen mit 5 Kerzen wurde mit einem Happy Birthday Liedchen präsentiert. Ah ha, der Schlawiner, hat er sich aber was Süßes überlegt. Super schön und unvergesslich. da wollten die beiden Bushies doch schon wieder gehen, aber ich konnte sie davon überzeugen, dass sie zumindest noch einen Tanz für mich tanzten. hm. Dafür sind sie also mitgefahren. soso.
Vergessen zu erwähnen habe ich, dass ich Bilder von unserem letzten Aufenthalt im Meno a Kwena dabei hatte, über die sich die Buschmänner köstlich amüsierten. Auch das werde ich nicht vergessen.

Es war ein geiler Geburtstag, wenn auch ohne meine Männer und dem passenden Löwengebrüll.

Am nächsten Tag stand der standardmäßige Bushmanwalk auf dem Programm, auf den ich mich sehr gefreut hatte, denn es ist schon bemerkenswert, wie sie sich von und durch den Busch ernähren können, wenn man sie denn lässt. Die Sprache ist glaube ich für uns erlernbar. Ich höre ihnen längere Zeit zu, sehe ihre Gesten, weiß zwar ungefähr, was sie mir sagen wollen, doch irgendein Wort aussprechen zu können, ist für uns Europäer wohl nicht möglich. Aber diesmal habe ich ein Video gemacht, um diese Laute noch einmal in der Ferne zu hören. Die Übergabe der Bilder vom letzten Aufenthalt führte  zu Gelächter und Erstaunen.

Am nächsten Morgen verzichtete ich zugunsten eines lockeren Ausklangs auf noch weitere Aktivitäten und dann ging es irgendwann zurück nach Maun - Johannesburg. Dort wollte ich - wie eingangs erwähnt - nun meine letzten Dollars loswerden. Kaufte Leckerlies für meinen Hund und war völlig fertig, als ich dort am Flughafen eine Live Band (Drum Café) spielen hörte. Thats Africa...Das war so super schön. Leider musste ich die ganze Zeit auf mein Handgepäck aufpassen, sonst hätte ich mich zu denen gestellt und zumindest die Schüttelmarie gemacht.

Wenn ich nicht aufgepasst hätte, hätte ich glatt noch meinen Flieger nach Frankfurt verpasst. Ich bin tatsächlich mit sage und schreibe 2 USD nach Hause gekommen. Aber Geld macht bekanntlich nicht glücklich, also wurscht.

Das Beste zum guten Schluss war, dass Frau Merbeck mir den besten Platz im Flieger reserviert hat. Ich hatte 3 Sitze für mich alleine und konnte einigermaßen in der ECO Class schlafen.

Liebes Abendsonne Afrika-Team...tausend Dank das Ihr mir so einen schönen Geburtstag beschert habt. Und eins weiß ich - auch eine Woche Afrika birgt so viele Erlebnisse, dass sie noch lange nachhallen werden.

Immer wieder gerne.

Morgen?????

Liebe Grüße…Petra