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Regenzeit im Hwange Nationalpark

Regenzeit im Hwange Nationalpark

Der Hwange Nationalpark ist der größte Nationalpark in Simbabwe. Momentan ist Regenzeit in Hwange und der Park kleidet seine Fluren in glorreiche Grüntöne. Zarte, junge Blätter der Mopane schimmern in Farben von blassem gelb und orange bis hin zu tiefem rostbraun und viele Teakbäume tragen lila Blüten. Überall verstreut finden sich Wasserlöcher und die Mulden füllen sich einwandfrei dank der Solar-Pumpen, die an den meisten Wasserlöchern angebracht wurden.

Wildtiere sind weit verteilt, aber mit etwas Glück sieht man Elefantenherden wie sie einen Drink genießen und im Matsch planschen oder auch Büffelherden, die sich am frischen Gras erfreuen. Außerdem gibt es Kudus, Gnus, Rappenantilopen, Giraffen, Zebras, Riedböcke, Steinböckchen, Schabrackenschakale, Impalas und ihre drolligen Jungtiere mit schlaksigen Beinen. Auch Raubkatzen zeigen sich mit etwas Glück. Wasserschildkröten schlendern gemächlich durch den Busch, zusammen mit Warzenschweinen und ihren kleinen Frischlingen. Und auch wenn sie nicht immer zu sehen sind, hört man vor allem nachts das Gelächter der Hyänen. 

Die Zugvögel sind nach Hwange zurückgekehrt und versprechen ein Spektakel. Säbelschnäbler haben sich in der Nyamandlovu Salzpfanne und in Deteema niedergelassen und sorgen für Aufregung unter Vogelbeobachtern. Die bienenfressenden Blauwangenspinte wurden bei Shumba gesichtet und die Bunt-Goldschnepfe in der Nähe des Masuma-Damms. Rotnackenlerche sitzen zwitschernd auf den Baumstümpfen links und rechts der Straße. Schmarotzermilane stürtzen sich zu hunderten auf unglückselige Frösche… kleinere Raubvögel schlemmen wie wild auf den Termitenhügeln.

Die Wassersituation im Park war das ganze Jahr problemlos. Es gab nur wenige bange Tage, an denen die Solarpumpen wegen des bewölkten Himmels nur sehr wenig Wasser zu Tage beförderten. Wenn die Temperaturen steigen, brauchen Elefanten neben Wasser zum Trinken auch Schlamm zum Baden, um eine Überhitzung zu vermeiden. Die Umweltorganisation „Friends of Hwange“ hat bis jetzt insgesamt 13 Wasserlöcher gebohrt und hat über 30 Solarpumpen angebracht. Vor kurzem half der WWF mit finanziellen Mitteln um 5 Pfannen im äußersten Süden des Parks auszustatten. Diese Pfannen sind sehr wichtig, denn sie sind die ersten, die die durstigen Elefanten erreichen, wenn sie zu Beginn der Trockenzeit Richtung Norden wandern. In Mbazo und Secheche waren auch neue Bohrlöcher nötig und so griff die FOH ein, um diese möglich zu machen. Nun ist es eine Priorität diese neuen Bohrlöcher so schnell wie möglich auszustatten und da auch die ständige Wartung ein Anliegen darstellt, ist Hwange immer auf Spendengelder angewiesen.

Wildtierfallen sind ein immer wiederkehrendes Problem in Hwange. „Friends of Hwange“ hat schon einige Wildhunde, Elefanten, Büffel, Löwen, Hyänen und Antilopen aus Fallen befreit. Die Parkranger sind ständig auf der Suche nach betroffenen Tieren und riskieren bei der Rettung oft ihre eigene Sicherheit. 

Sie sehen, der Hwange Trust hat alle Hände voll zu tun den Hwange Nationalpark intakt zu halten. Wenn Sie möchten, können Sie gerne einen Beitrag dazu leisten. Jeder Euro trägt zu einer positiven Veränderung bei. Hier geht es zur Spendenseite des „Friends of Hwange Trust“.