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Löwen brauchen Schutz!

Löwen brauchen Schutz!

Vor einem Jahrhundert lebten noch mehr als 200.000 wilde Löwen in ganz Afrika. Heute sind Löwen in 26 afrikanischen Ländern ausgestorben und es gibt nur noch etwas mehr als 20.000 in freier Wildbahn, wodurch sie von der Union for the Conservation of Nature auf der Roten Liste gefährdeter Arten als „gefährdet“ eingestuft sind.

Matusadona Lion Project Simbabwe – „auf Cecils Spuren”

Der Matusadona Nationalpark ist eine unberührte Perle in Afrika. Er liegt am Rande des Kariba Staudamms in Simbabwe und ist in seiner Wildnis so gut wie unberührt. Bis in die 1990er Jahre gab es hier noch viele Nashörner, Elefanten sowie die zweitgrößte Löwendichte Afrikas. Heute benötigen die Löwen unbedingt Hilfe, um den Fortbestand zu sichern.

Die Anzahl der Löwen fiel drastisch. Waren es im Jahr 2001 noch 200 Löwen, so ist der Bestand auf derzeitig ca. 30 Löwen gefallen.

Die Löwen stehen vor allem unter Druck durch:
•    Verlust an Lebensraum (durch das Bevölkerungswachstum breiten sich immer mehr Dörfer um den Park aus)
•    Mensch-Wildlife-Konflikt (Löwen und Hyänen holen sich nicht bewachtes Weidevieh) 
•    Verlust von Beute-Tieren durch sogenannte „Buschmeat Wilderei“ 
•    nicht nachhaltige bzw. unethische Trophäenjagd 

Abendsonne Afrika sponsort GPS-Halsbänder

In diesem Nationalpark wurde im Jahr 2014 das „Matusadona Lion Project” gegründet. Das Projekt basiert auf dem Monitoring der Bewegungen der Tiere. Da uns von Abendsonne Afrika dieses Projekt besonders am Herzen liegt, haben wir die Forschungsgruppe mit neuen GPS-Halsbändern für die Löwen unterstützt. Die Halsbänder wurden letztes Jahr u.a. an den beiden Löwen Madoda und Tashinga angebracht. Mittlerweile hat Abendsonne Afrika schon vier dieser kostenintensiven GPS-Halsbänder gesponsert.

Mit Hilfe dieser Halsbänder können die Mitarbeiter des Projekts nicht nur herausfinden, wohin junge Löwenmännchen auswandern, nachdem sie ihr Rudel verlassen, oder wie groß die Territorien verschiedener Rudel sind, die Halsbänder dienen den Löwenmännchen auch als Schutz beim etwaigen Durchwandern von Jagdgebieten, denn Löwen mit GPS Halsbändern dürfen laut Gesetz nicht erschossen werden! 

Harmonie zwischen Mensch und Löwe

Eine wichtige Aufgabe des Projekts ist es, den Konflikt zwischen Mensch und Löwe zu schlichten und neue Lösungswege zu verwirklichen. Das Team vermittelt auch zwischen Löwen und der lokalen Mola-Gemeinschaft unmittelbar außerhalb des Matusadona Nationalparks. Diese berichten, sie müssten ihre Nutztiere immer wieder vor Löwen verteidigen. Also wurden von den Naturschützern Bomas errichtet. Allerdings konnte durch die gesammelten GPS-Daten auch festgestellt werden, dass Löwen nur die domestizierten Tiere (vorwiegend Ziegen oder Esel) reißen, die sich am Rande der Gemeinden nachts nicht in den eigens dafür errichteten Bomas (eine Art von Umzäunung) aufhalten.

Da Naturschützer ständig auf Spendengelder angewiesen sind, finanzierte Abendsonne Afrika nun auch zusammen mit der African Bush Camps Foundation die kostspielige Reparatur sowie das Benzin für das Forschungs-Fahrzeug. 

Kamerafallen werden dringend benötigt

Das nächste Ziel ist nun, Kamerafallen zu installieren, damit die Bewegung von Wildtieren AUS – und domestizierten Tieren IN den Park festgehalten werden kann. Hierbei sollen auch Ranger/innen zur Mithilfe bei der Installation und Übermittlung zur Datenerfassung ausgebildet werden. Auch hierfür werden noch Spendengelder benötigt. 

Wer also mitwirken möchte, den Matusadona Nationalpark und vor allem die Löwen hier zu retten, kann sich gerne daran beteiligen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Liane Merbeck war mit einer Reisegruppe im April im Matusadona Nationalpark und hat Rae Kokes, die Leiterin des Projekts Matusadona Lion Project, eingeladen, vor den Reiseteilnehmern über die Arbeit live zu berichten.

Reisegruppe spendet 800,-€ für den Naturschutz!

„Mit Stolz kann ich mitteilen, dass meine Reiseteilnehmer mir am Ende der Reise einen Brief mit ca. 800,-€ für den Naturschutz überreichten, der nun für den Erwerb von Kamerafallen dem Matusadona Lion Project zugutekommt. Vielen Dank an meine Reiseteilnehmer!“, berichtet Liane Merbeck, die Gründerin und aktive Naturschützerin von Abendsonne Afrika.

Erfahren Sie hier, was Abendsonne Afrika neben umweltfreundlichen Reisen noch für den Naturschutz tut.