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Abschied vom Nashorn Sudan

Abschied vom Nashorn Sudan

Die Hoffnung einer gesamten Spezies lastete auf Sudans Schultern. Der Nashornbulle Sudan wurde 1973 im heutigen Süd Sudan geboren. Den größten Teil seines Lebens verbrachte er jedoch in einem Zoo in Tschechien, wo versucht wurde das vom Aussterben bedrohte Nördliche Breitmaulnashorn zu züchten.

Naturschutz erleben – das Ol Pejeta Reservat

Das Vorhaben scheitere und so wurden Sudan und vier seiner Artgenossen in das Wildtierreservat Ol Pejeta in Kenia gebracht. Leider klappte die Reproduktion auch nicht in seinem natürlichen Lebensraum. Sudan starb als letzter Bulle seiner Art im Alter von 45 Jahren. Nun gibt es nur noch zwei Nördliche Breitmaulnashörner, seine Tochter und seine Enkelin, die ebenfalls im kenianischen Wildtierreservat Ol Pejeta leben. Ziel des Reservats ist es, den Gästen nicht nur Tierbeobachtungen zu bieten, sondern auch Wissenswertes über die Umwelt zu vermitteln und ein einzigartiges Safarierlebnis im Zeichen von Naturschutz zu ermöglichen. 

Rettet die Nashörner!

Der Tod von Sudan soll nicht bedeutungslos an uns vorbei gehen, sondern eine Erinnerung an das Artensterben sein. Eine weitere stark gefährdete Art ist das Spitzmaulnashorn, welches ebenfalls wegen seines Horns gewildert wird. Das Nashorn-Horn besteht hauptsächlich aus Keratin, vergleichbar mit unseren Haaren oder Nägeln. Fatalerweise wird dem Horn in so mancher traditionellen asiatischen Medizin besondere Heilwirkung zugeschrieben und deshalb immer noch illegal und sehr gewinnbringend gehandelt. Abendsonne Afrika arbeitet zusammen mit Save the Rhino Trust in Namibia, um die wüstenangepassten Spitzmaulnashörner zu schützen. Wie auch Sie aktiv werden können, erfahren Sie unter www.savetherhinotrust.org.

Ein Projekt der Superlative – „Nashörner ohne Grenzen“

Leider werden zurzeit mehr Nashörner an Wilderer verloren als jährlich geboren werden – alle 7 Stunden wird ein Nashorn getötet! Deshalb unterstützt Abensonne Afrika ein weiteres wichtiges Projekt zum Schutz der Nashörner, nämlich Rhinos Without Borders der Great Plains Foundation. Das Ziel des Projekts ist es, mindestens 100 Nashörner von den meist-gewilderten Gebieten in Südafrika zu dem am wenigsten gewilderten Gebiet in ganz Afrika, nämlich in Botswana, zu bringen. Bis dato wurden 77 Nashörner erfolgreich relokalisiert. Das Überwachungspersonal in Botswana berichtete, dass sogar 11 neue Kälber in ihrer neuen Heimat geboren wurden.
Die Kosten für die Überführung eines einzelnen Nashorns durch Rhinos Without Borders beträgt 45.000,-$. Diese Kosten beinhalten den Fang eines Nashorns, die Quarantäne, die Freilassung und die Überwachung. Weitere Infos auf www.rhinoswithoutborders.com.

@ Frank AF Petersens