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8 Tipps für Gorilla Tracking in Uganda/Ruanda

8 Tipps für Gorilla Tracking in Uganda/Ruanda

Auf den Spuren der Berggorillas

Eine Reise zu den sanften Riesen in Uganda und Ruanda ist ein spannendes Abenteuer, ein einmaliges Erlebnis - und einfach unvergesslich! Die Gorillas aus nächster Nähe zu Gesicht zu bekommen, ist der Höhepunkt jeder Rundreise in Uganda und Ruanda. Die Bergregenwälder in Uganda und Ruanda sind die Heimat der Gorillas.

Die Tiere sind vom Aussterben bedroht und es sind die letzten ihrer Art, die in den Ausläufern der Ur- und Regenwälder in den Vulkanbergen des Virunga-Massivs zwischen Uganda, Ruanda und dem Kongo leben. Nach den jüngsten Zählungen gibt es nur noch ca. 880 Berggorillas, davon leben etwa 480 Tiere im Gebiet der Virunga Berge und ca. 400 Tiere im Bwindi Nationalpark. Ein Gorilla Tracking bringt Sie hautnah zu den Berggorillas. Mit einheimischen Führern und Rangern geht es auf die Suche nach einer der Gorillagruppen. 

1. Die richtige Ausrüstung

Da die Wanderung, abhängig von der besuchten Gorillagruppe bis zu mehreren Stunden dauern kann und Sie die Wanderung durch die Wildnis unternehmen werden, sollten Sie unbedingt festes Schuhwerk (mindestens knöchelhoch oder halbhoch) mit gutem Profil tragen. Es empfiehlt sich längere Socken anzuziehen, die über die Hose gezogen werden und somit gegen mögliche Waldameisen helfen (spart die Gamaschen). Praktisch ist auch, eine Regenjacke dabei zu haben, immerhin befinden Sie sich im Regenwald. Auch hier gilt: kleiden Sie sich nach dem Zwiebelprinzip, früh morgens und abends kann es frisch werden.

Während der Wanderung geht es ebenfalls durch dichtes Gestrüpp und man hält sich an Ästen und Ranken fest. Dafür sind Gartenhandschuhe sehr nützlich, denn diese bieten Ihnen einen festen Griff im dichten Wald. Auch ist es ratsam eine feste Hose einzupacken, denn in der üppigen Vegetation kann es auch mal vorkommen, dass sie an Dornenbüschen vorbeigehen. Es ist nicht nötig Ihre Tracking-Stöcke  extra mitzubringen. Diese können Sie einfach in den Unterkünften für den Tag kostenlos ausleihen. Das übliche Gepäck für eine Tagestour sollten Sie natürlich auch dabei haben: ausreichend Trinkwasser, Snacks und was Sie sonst noch benötigen.

2. Buchen Sie einen Gepäckträger vor Ort

Es lohnt sich sehr einen Gepäckträger (gegen ca. 20,- USD) vor Ort zu buchen. Dieser trägt nicht nur Ihr Gepäck, sondern hilft Ihnen ebenfalls an schwierigeren oder rutschigen Stellen. Der Aufstieg wird Ihnen dadurch erleichtert. Die Gepäckträger sind Männer aus den umliegenden Dörfern, was den großen Vorteil bringt, dass die Träger einen Job haben und dadurch ihre Familien ernähren können. Ebenfalls kommen die Männer nicht in die Situation, für ihren Lebensunterhalt wildern zu müssen.

Die Gepäckträger sind eine große Hilfe für Touristen und diese Einkommensquelle stimmt die lokalen Bewohner sehr positiv, was im Endeffekt zum Erhalt der Gorillas beiträgt.

3. So läuft die Wanderung zu den Berggorillas ab

Noch vor dem Aufstieg zum momentanen Fress- und Aufenthaltsort der Berggorillas, den die Spurenleser schon frühmorgens ausfindig machen, bekommen die Besucher einen Steckbrief mit Namen und Gesichtern der einzelnen Mitglieder der Gorillagruppe gezeigt, die von ihnen besucht wird. Schon hier erkennt man, dass jeder Berggorilla einzigartig ist.

Die Gorillas entfernen sich nie allzu weit von ihrem letzten Aufenthaltsort und werden dank der erfahrenen Spurenleser in dem dichten Regenwald fast sicher gefunden. Die Aufstiegszeit beträgt je nach besuchter Gorillagruppe ca. 2 - 6 Stunden. Wir beraten Sie gerne, welche Gruppe für Sie die Richtige ist. Je nach Standort der Gruppe kann die Wanderung anstrengend sein, daher ist gutes Schuhwerk erforderlich. Der Aufstieg beginnt auf einem ausgetretenen Pfad. Die nächsten Stunden wird durch Gelände marschiert, wie bei uns auf etwas steileren Waldwegen. Die letzten Minuten eines Gorilla Trackings geht es dann mitten durch den Regenwald. Ranger schlagen manchmal sogar mit der Machete eine Wegschneise, um mit den Besuchern zu den Berggorillas zu gelangen.

Doch die Strapazen des Aufstiegs sind schnell vergessen, wenn Sie die Gorillas aus nächster Nähe sehen. Man kommt ihnen so nahe, dass man sie fast berühren kann. Sie kauen auf ihren Lieblingspflanzen und es scheint, als ob sie sich von der Anwesenheit der Menschen nicht stören lassen. Angst haben die Gorillas nicht. Sie kennen die Menschen, denn Besucher werden nur zu habituierten (an Menschen gewöhnte) Gorillagruppen geführt. Ob mächtiger Silberrücken, Weibchen oder Jungtiere, sie alle haben einen Blick, der tief ins Herz dringt. Wer mehr Zeit mit den Berggorillas verbringen will, hat seit Kurzem die Möglichkeit, an einem ganztägigen Habituierungsprogramm (Besuchszeit bei den Tieren ca. 4 Stunden) im Bwindi Nationalpark teilzunehmen. Der Unterhalt des Parks und somit der Schutz der Berggorillas wird durch die Eintrittsgelder gewährleistet. Somit tragen Sie zum Erhalt dieser einzigartigen Geschöpfe bei.

4. Ein Muss: die Gorilla Permits

Unerlässlich für den Besuch bei den Berggorillas ist das Gorilla Permit. In Uganda liegt der Preis aktuell noch bei 600,- USD pro Person für ein Permit. In Ruanda hat sich der Preis für ein Gorilla Permit mehr als verdoppelt und liegt derzeit bei 1.500,- USD pro Person. Die Permits sollten mindestens 6 Monate im Voraus bei der Nationalparkbehörde, der Uganda Wildlife Authority (UWA), beantragt werden. Dies erledigt Abendsonne Afrika für Sie zusammen mit der Buchung Ihrer Reise und den Unterkünften, damit Sie auch das richtige Permit für den richtigen Ausgangspunkt beantragen können. Gerne sind wir Ihnen für weitere Informationen behilflich, denn wir kennen uns durch zahlreiche Reisen und Führen von eigenen Gruppen bestens in Uganda und Ruanda aus.

Die Einnahmen aus Gorilla Permits fließen in den Schutz der Berggorillas: die Lebensräume werden aufgeforstet, Ranger werden beschäftigt, soziale Projekte werden gefördert und die Forschung wird vorangetrieben. Mit einem Besuch der Berggorillas tragen Sie also zum Erhalt dieser einzigartigen Geschöpfe bei.

5. Hier sind die Berggorillas zu finden

Sie finden die Berggorillas in ihrem natürlichen Lebensraum im Bwindi Impenetrable Forest Nationalpark in Uganda und im Volcanoes Nationalpark in Ruanda. Sehen Sie hier eine Übersicht der Gorillagruppen:

6. Die beste Reisezeit

Aufgrund der Höhenlage sind die Temperaturen das ganze Jahr gemäßigt, ausgeglichen und verhältnismäßig niedrig. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt in Uganda ca. 27°C und je nach Höhenlage 20°C in Ruanda.

Die Hauptregenzeit beginnt ca. Anfang März und dauert bis Mai. Die kleine Regenzeit dauert von Ende Oktober bis ca. Mitte Dezember. Im Lake Victoria Gebiet und in den Hochgebirgsregionen im Südwesten gelten besondere klimatische Bedingungen. Die beste Reisezeit für das Gorilla Tracking ist Januar/Februar, Juni bis September sowie Dezember. 

7. Achten Sie besonders auf Ihre Gesundheit vor Antritt der Reise

Die Anzahl der Besucher ist auf Gruppen zu je 8 Personen streng limitiert und die Besuchszeit der Berggorillas ist auf 1 Stunde begrenzt. Dies ist wichtig, damit die Tiere nicht zu hohen Belastungen (Stress und Krankheiten, die sich leicht von Menschen auf die sensiblen Tiere übertragen können) ausgesetzt sind. Gute Gesundheit ist deshalb notwendig.

Achten Sie aus diesem Grund vor Antritt Ihrer Reise besonders auf Ihre Gesundheit. Es wäre schade, wenn Sie das Tracking nicht mitmachen können, wenn Sie eine Erkältung haben mit der Sie die Gorillas anstecken könnten. Bei infektiösen Krankheiten dürfen Sie die Gorillas nicht besuchen. Eine Rückerstattung der Gorilla Permit ist leider nicht möglich.

8. Das haben Uganda und Ruanda außerdem zu bieten

Aufgrund der Vielfalt an Formen und Farben, der verschwenderischen Fülle an Pflanzen und Tieren ist Uganda für wahr die Perle Afrikas! So schrieb es einst Sir Winston Churchill. Ob baumkletternde Löwen in der Ishasha Region, der seltene Schuhschnabelstorch oder Nilwarane – hier kommen Naturliebhaber ganz auf ihre Kosten. Neben den Berggorillas gibt es auch 17 weitere Primatenarten.

Die abwechslungsreiche Landschaft ist geprägt von Buschland mit offener Savanne, Sümpfen, tropischen Feuchtwäldern, Flüssen und Seen bis hin zum Bergregenwald. Typisch sind natürlich die Bilder vom Regenwald und dem Gorilla Tracking, aber Sie haben in Uganda ebenfalls die Möglichkeit auf klassische Wildbeobachtungsfahrten zu gehen!

Entdecken Sie Uganda und Ruanda!

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