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Wunderbares Südafrika

Wunderbares Südafrika

Endlich ist es so weit, wir - mein Mann und ich – können nach einer gefühlten Ewigkeit von elf Monaten wieder nach Afrika reisen, genauer gesagt nach Südafrika.

Nach einem erholsamen Nachtflug von Frankfurt nach Johannesburg werden wir am Flughafen bereits erwartet und zu unserer Unterkunft, dem African Rock Hotel, chauffiert. Hier wartet bereits Petra auf uns. Mit ihr gemeinsam starten wir zu einer Stadtführung.

Sie zeigt uns „ihr“ Johannesburg und schafft es, uns innerhalb eines Nachmittags für diese beeindruckende, vielfältige Stadt, in welcher man den Aufbruch in einen Neustart nach der Apartheit spürt, zu begeistern. Ihre Erklärungen gewähren tiefe Einblicke in die Geschichte, das Leben und die Besonderheiten des Landes.

Die Route führt uns über das Bankenviertel Sandton zu einem Aussichtspunkt mit herrlichem Rundblick über die Stadt und das Umland. Im alten Zentrum von Johannesburg nehmen wir unser Mittagessen, so wie es auch die Einheimischen machen, bei einem Imbissstand ein – superlecker!

Danach geht es, vorbei an Abraumhalden der Goldgewinnung, weiter nach Soweto. Der Besuch des Hector Pieterson Museums (Apartheitmuseum) sowie der Regina Mundi Church, welche eine wichtige Rolle als Versammlungsort im Kampf gegen die Apartheit spielte, hinterlässt uns sehr nachdenklich.

Der Besuch des ehemaligen Wohnhauses Nelson Mandelas bildet den Abschluss dieser Tour. Danach bringt uns Petra durch den Rush Hour Verkehr sicher zurück zu unserem Hotel.

Ein delikates Abendessen in unserer Unterkunft beschließt diesen ersten sehr informativen Tag in Südafrika. Wir haben das Land dank Petras Führung bereits jetzt in unser Herz geschlossen.

Am nächsten Tag übernehmen wir den Mietwagen und starten zur ersten Station unserer Rundreise durch Südafrika: die Drakensberge.

Bereits auf der Fahrt dorthin bekommen wir einen Eindruck von der vielfältigen Landschaft und den Dörfern mit ihren Bewohnern, den Zulu. Da wir die ersten zwei Tage als Selbstversorger unterwegs sind, machen wir in Winterton, einer kleinen Stadt in den Drakensbergen, einen Stopp, um uns mit Lebensmitteln einzudecken. Hier spüren wir nach einem Jahr endlich wieder den Puls Afrikas.
Wie sich herausstellt wäre dies nicht notwendig gewesen, da man sich auch im kleinen Laden des Camps mit dem Notwendigsten versorgen kann.

Schon bei der Anfahrt zu unserer ersten Unterkunft im Royal Natal Nationalpark sind wir von dem Bergpanorama, das sich vor uns auftut, sehr beeindruckt und fasziniert. 

Und dann sehen wir sie, unsere Unterkunft: das Thendele Camp. Die Lage in einem riesigen Landschaftspark mit direktem Blick auf das Amphitheater, welches zum Greifen nahe vor uns liegt, ist einfach unbeschreiblich. 

Das Amphitheater ist der spektakulärste Teil der Drakensberge. Flankiert vom Sentinel im Westen und vom Eastern Buttress im Osten bildet es ein freistehendes Hochplateau mit beeindruckenden  Schluchten und dem zweithöchsten Wasserfall der Welt, dem Thukela Fall.

Perfekt genießen lässt sich diese Postkartenansicht durch das Panoramafenster unserer wunderschön gelegenen Unterkunft. Von hier aus erkunden wir nun bei verschiedenen Wanderungen diese herrliche Gegend.

Nach der langen Anfahrt am ersten Tag ist noch etwas Bewegung angesagt. Schon unsere erste Wanderung in dieser grandiosen Landschaft, vorbei am sehr markanten Police Helmet (diese Felsformation erinnert wirklich an einen Polizisten – sogar das Profil des Gesichtes ist unter dem Helm sehr gut zu erkennen), steigert die Vorfreude auf unsere für den nächsten Tag geplante Tour zur Thukela Schlucht. Der Höhepunkt unseres Aufenthalts in dieser Region der Drakensberge.

Verschlafen können wir nicht. Geweckt werden wir durch ein Klopfen am Fenster. Schlaftrunken ziehen wir die Vorhänge beiseite und sehen uns einem Baboo gegenüber, der uns neugierig betrachtet. 
Nach dem Frühstück führt uns der Weg durch die grandiose Landschaft zum Flussbett, welchem wir folgen, bis wir schließlich eine Kettenleiter erreichen. Diese führt uns zu einem Punkt, von welchem aus wir einen grandiosen Blick auf die Wand des Amphitheaters und den spektakulären Thukela Wasserfall genießen.

Besonders eindrucksvoll ist noch ein Abstecher zum Ende der Schlucht, an dem sich die Felswände über unseren Köpfen berühren. 

Nach zwei Tagen und einem letzten Frühstück auf unserer Terrasse mit Blick auf diese überwältigende Landschaft fällt es uns schwer, diesen Ort zu verlassen.

Der Royal Natal Nationalpark hat für jeden Naturbegeisterten etwas zu bieten: Landschaft, einfache Wanderpfade, aber auch anspruchsvolle Touren mit Flussquerungen, Kettenleitern und kleinen Kraxeleien.

Auch die Lage unserer nächsten Unterkunft im Cathedral Peak Nature Reserve, das Didima Camp, lässt für uns Wanderer keine Wünsche offen. 

Alle Chalets sind mit Kamin ausgestattet und liebevoll eingerichtet. Den Grill benutzen wir allerdings nicht: wir bevorzugen die traditionellen Gerichte, welche im Restaurant des Camps angeboten werden. Die wunderbar in die Landschaft integrierten Häuser, im Stil der San erbaut, erweisen sich als ideale Unterkunft für Naturliebhaber. Zu unserer Freude hält sich für längere Zeit ein Springbock vor unserer Terrasse auf. Und auf einer Wanderung können wir dann sogar die seltenen Bergzebras beobachten.

Auf zahlreichen Touren entdecken wir die einzigartige Schönheit der Drakensberge in dieser Region: Wasserfälle, Höhlen, traumhafte Landschaften, absolute Stille, unberührte Natur, herrliche Flora mit den für Südafrika typischen Proteasträuchern, sowie verschiedenen Orchideenarten.

Spannend ist die Wanderung zur Xeni Höhle, eine von zahlreichen Höhlen in dieser Region, welche bereits die San als Wohnraum nutzten. Diese Tour bietet eine perfekte Mischung aus Abenteuer und Kultur. Wir bewundern die Felsmalereien, die diese Buschmänner mit den einfachsten Mitteln angefertigt haben. Durch ein Bachbett und üppige Vegetation führt uns unser Weg zurück zum Ausgangspunkt. Ein Baboo beobachtet uns von der gegenüberliegenden Flussseite aus und macht einen Höllenlärm, wohl um diese Eindringlinge in sein Revier zu vertreiben.

Viel Wissenswertes über die Kultur der San erfahren wir dann auch noch beim Besuch des Didima Rock Art Centre, das sich neben unserer Lodge befindet.

Nach vier Wandertagen in den Drakensbergen sind wir uns einig: es gibt hier noch so vieles zu entdecken – wir müssen unbedingt wieder kommen in diese unberührte, vielfältige Natur. 

Nun aber freuen wir uns auf die nächste Etappe unserer Reise: die Garden Route.

Nach unserer Ankunft in Port Elizabeth und der Mietwagenübernahme fahren wir nach Plettenberg. Hier erwartet uns schon unser Gastgeber John in der Piesang Valley Lodge. In dieser Idylle fühlen wir uns sofort wohl. Vom liebevoll gepflegten Garten aus, in welchem sich auch ein Swimmingpool befindet, eröffnet sich ein fantastischer Blick auf Plettenberg Bay. Die Lodge, sehr herzlich und engagiert vom Besitzer persönlich geführt, ist für uns der ideale Ausgangspunkt zur Erkundung dieses Teils der Garden Route.

Nach einem herzhaften Frühstück auf der Terrasse des Haupthauses und vielen interessanten Informationen und Tipps von John, machen wir uns auf den Weg zum Robberg Nature Reserve, nur 15 Minuten von unserer Unterkunft entfernt. Unsere Tour führt uns entlang der Klippen bis zur Spitze der meerumtosten Halbinsel. Unterwegs beobachten wir die auf den Felsen lebenden Robbenkolonien und an der Südspitze der Halbinsel können wir sogar Delphine bei ihrem munteren Spiel im Wasser bewundern.

Auf unserer weiteren Runde nehmen wir die Gelegenheit wahr, bei den herrlichen Sanddünen von Witsand an einer geschützten Stelle im - zugegebenermaßen nicht sehr warmen - Meer zu plantschen.

Am nächsten Tag erkunden wir den Tsitsikamma Nationalpark. Nach einer Fahrt von ca. 45 Minuten erreichen wir das Mündungsgebiet des Storms River. Von hier aus führt uns eine kurze Wanderung zur Suspension Bridge, einer Hängebrücke über den Storms River, und wir werfen einen Blick in die beeindruckende Schlucht, bevor wir zurück zum Parkplatz gehen. 

Von hier aus wollen wir noch auf einem Teilstück des Ottertrails wandern. Zu Beginn haben wir schon eine spannende Begegnung mit einem Blue Duiker. Er steht circa einen Meter von uns entfernt im Gebüsch und verharrt lange Zeit regungslos, bevor er im Wald verschwindet. Mit so einer „tierischen“ Überraschung haben wir hier nicht gerechnet. Auf unserem weiteren Weg erfreuen wir uns immer wieder am Spiel der Klippschliefer in den Felsen. Das Rauschen der spektakulären Brandung begleitet uns bis zu unserem Ziel, einem Süßwasserpool, welcher von einem in mehreren Stufen herabfallenden Wasserfall gespeist wird. 

Am nächsten Tag verabschieden wir uns nach dem Frühstück von John. Er hat noch einen super Tipp für uns: eine Wanderroute, deren Ausgangspunkt direkt am Weg zu unserer nächsten Unterkunft in Knysna liegt. 

Die spektakuläre Route hat einiges zu bieten: Blick auf einen Wasserfall, Urwald, aufregende Klettereien über rote Felsen entlang der Küste, tiefblaues Meer, tosende Brandung, Badegelegenheiten in kleinen Becken zwischen Felsen. Nach dieser interessanten und abwechslungsreichen Tour fahren wir schließlich zu unserer Unterkunft für die nächsten zwei Nächte: die Candlewood Lodge. Sie liegt etwas oberhalb von Knysna mit herrlichem Blick auf die Knysna Heads. Die Lodge wird von ihren deutschen Eigentümern mit Leidenschaft geführt. Sie legen großen Wert auf die Regionalität der Produkte. Das Frühstück inklusive kleiner delikater Häppchen wird von der Besitzerin selbst zubereitet. Liebevolle Details und die Herzlichkeit der Gastgeber machen diese Lodge zu einer Wohlfühloase. Ein kleiner Pool sorgt für Erfrischung an heißen Tagen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück erkunden wir am nächsten Tag einen kleinen Teil des Wilderness Nationalparks. Wir wandern entlang des Touw Rivers. Die Station für die Vermietung der Kanus, mit welchen man die halbe Strecke bis zum Wasserfall zurücklegen kann, lassen wir links liegen. Wir lauschen dem Gesang der Vögel und können nur ab und zu einen im Dickicht entdecken. Für Vogelbeobachtungen hätten wir etwas früher aufbrechen müssen. 

Auf halbem Weg gelangen wir mit Hilfe einer Fähre, auf welcher man sich selbst über den Fluss zieht, ans gegenüberliegende Ufer. Wir wandern weiter den Fluss entlang und dann sehen wir unser Ziel: den Wasserfall mit einem schönen Badebecken. Noch eine kleine Kletterei auf das Granitplateau und wir können uns beim Schwimmen im taningefärbten Wasser erfrischen. Auf dem Rückweg können wir dann doch noch einige Vogelbeobachtungen machen. Zurück in Knysna genießen wir den Sonnenuntergang am Meer.

Am nächsten Tag verlassen wir die Garden Route und fahren ins Landesinnere, in die Kleine Karoo. Hier wartet ein besonderes Highlight auf uns: eine Walkingsafari im Sanbona Wildlife Camp. Doch bevor es so weit ist, genießen wir noch einen Tag in der Dwyka Tented Lodge, ebenfalls im Sanbona Wildreservat gelegen.

Ein Fahrzeugtransfer bringt uns von der Welcome Lounge zu der spektakulär vor einer Felswand gelegenen Dwyka Tented Lodge. Die 9 Zelte sind in einem großzügigen Abstand hufeisenförmig angeordnet. Von hier aus haben wir einen grandiosen Blick auf die Felswand, welche der Nistplatz vieler Vögel ist, darunter der seltene schwarze Adler. Wir haben das Glück, sie majestätisch vor der Felswand kreisen zu sehen.

Nach einem Lunch in der Lodge brechen wir zur Wildbeobachtungsfahrt auf. Caroline, unser Guide,  erweist sich als exzellente Kennerin der Flora und Fauna von Sanbona. Sie kennt und liebt „ihre“ Tiere. Giraffen gehen vor ihr in die Knie, allerdings nur, um aus einem Wasserloch trinken zu können. Wir sehen Elenantilopen, Onyxantilopen, Zebras, können Geparden beim Fressen beobachten und ein Breitmaulnashorn steht so nah vor unserem Fahrzeug, dass wir glauben, es berühren zu können. Nicht zu vergessen die Elefantenherde mit Babys. Unseren Sundowner genießen wir mit Ausblick auf die unten liegende Ebene. Und dann sehen wir sie: eine weiße Löwin in Begleitung brauner Artgenossen. In Sanbona leben die einzigen weißen Löwen in freier Wildbahn. Der würdige Abschluss einer aufregenden Tierbeobachtungsfahrt.

Am nächsten Tag brechen wir frühmorgens wieder mit Caroline zu einer Wildbeobachtungsfahrt auf.  Auch wenn wir dieses Mal mit Tierbeobachtungen nicht so viel Glück haben, ist es doch ein wunderbares Erlebnis, an diesem kühlen Morgen das Farbenspiel der Landschaft zu genießen, während die Sonne am Horizont aufgeht.

Zurück im Camp treffen wir auf Dani, der unser Guide im Sanbona Explorer Camp sein wird. Beim gemeinsamen Mittagessen in der Dwyka Tented Lodge erklärt er uns den Ablauf der kommenden drei Tage. 

Und dann starten wir, gemeinsam mit zwei weiteren Gästen zu diesem großen Abenteuer. Nach einer halbstündigen Fahrt im offenen Safarifahrzeug, das uns auch während des Aufenthalts im Explorer Camp zur Verfügung steht, erreichen wir  unser Zeltcamp, in welchem wir die kommenden zwei Tage verbringen werden. Es liegt im Nordosten des Reservats.  Nach der Erkundung unseres Lagers sowie einem kleinen Imbiss brechen wir zu unserer ersten Walkingsafari auf. Zu Fuß durch diese karge Landschaft zu streifen, ist für uns ein ganz besonderes Erlebnis.

Dani folgt den Spuren der Tiere, prüft die Windrichtung, erklärt uns, wie wir verschiedene Spuren unterscheiden können, bis er plötzlich stoppt und auf eine Herde Elefanten deutet, die vor uns die Blätter von den Bäumen fressen. Als der Wind dreht, müssen wir uns zurückziehen. Wir streifen weiter durch den Busch und haben Glück: vor uns kämpfen zwei junge Giraffenbullen. Ein beeindruckendes Schauspiel. Während wir die Giraffen beobachten, werden wir unsererseits von Zebras argwöhnisch beäugt. Was sie sich wohl denken?

Nach diesen Erlebnissen, sowie vielen interessanten Erklärungen über das Zusammenspiel zwischen Flora und Fauna in diesem fantastischen Wildreservat, kehren wir zurück ins Camp. Hier wartet bereits ein Sundowner auf uns. Nach einer Dusche, liebevoll errichtet unter Bäumen, mit Blick auf die Weiten der kleinen Karoo, genießen wir das typische Braai (die südafrikanische Variante des Grillens) und bewundern den Sternenhimmel.  

Nach einem „kleinen Frühstück“ mit Obst, Muffins, Müsli, Joghurt etc., bringt uns Ryan, der Assistance Guide, mit dem Safarifahrzeug in die „Wildnis“. Zu Fuß durchstreifen wir die Landschaft. Zu wissen, dass wir uns auf den Fährten der Tiere bewegen, ist ein unbeschreibliches Gefühl – alle Sinne sind angespannt. Was für ein Abenteuer: die Spuren zu lesen, gleichzeitig die Windrichtung im Auge zu behalten, um schließlich Elefanten, Giraffen, Löwen, Geparden, Zebras und Nashörner aus nächster Nähe in ihrer natürlichen Umgebung beobachten zu können. Fasziniert betrachten wir diese majestätischen Tiere. 

Nach ca. 4 Stunden holt uns Ryan an einem vereinbarten Treffpunkt ab. Nach einem liebevoll zubereiteten Lunch im Camp und einer Siesta in den Hängematten im Schatten der Bäume steht eine Bootsfahrt auf dem Bellair Dam Stausee auf dem Programm. Am frühen Morgen oder abends kann man hier fantastische Vogelbeobachtungen machen. Wir können uns bei einem Bad im Stausee erfrischen und genießen delikate Snacks, welche uns auf dem Boot serviert werden, bevor wir uns wieder auf Walkingsafari begeben. Dieses Mal bewegen wir uns schon etwas sicherer in der freien Wildbahn und werden dafür mit zahlreichen faszinierenden Tierbeobachtungen belohnt. 

Der letzte Abend im Camp: ein Sundowner an der Boma, ein fantastisches Abendessen und ein Sternenhimmel, zum Greifen nah...

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen heißt es Abschied nehmen von diesem wunderbaren Fleck Erde, an dem wir dank unseres hervorragenden Führers der afrikanischen Natur ein großes Stück näher gekommen sind.

Nach einer kurzen Fahrt im Safarifahrzeug brechen wir zur letzten Walkingsafari auf. Sie wird zu einem ganz besonderen Erlebnis: wir haben das Glück, die weißen Löwen bei der Jagd auf Zebras zu beobachten. Ein einzigartiges Schauspiel – für die Löwen allerdings nicht mit Erfolg gekrönt. 

Beeindruckend auch das Schnauben des Flusspferds, welches, nachdem es uns gewittert hat, aus dem Wasser steigt. Oder die Elefanten, die mit ihren Jungen majestätisch an uns vorbeiziehen.

Zum Abschluss dieser spannenden drei Tage im Explorer Camp führt uns unser Guide auch noch zu Felszeichnungen der San und bringt uns dank seiner Erklärungen die Kultur dieses faszinierenden Volkes näher.

Es geht mit kurzem Aufenthalt in der Dwyka Lodge zurück zur Welcome Lounge, von wo aus wir unsere Reise mit dem Mietwagen fortsetzen.
 

Von der kleinen Karoo führt die Fahrt nun in die Weinregion. Unsere Unterkunft, das Cascade Manor in Paarl, ist ein herrschaftliches Gut in einer riesigen Gartenanlage mit Wasserfall, an welchem man die Seele baumeln lassen kann. Das reichhaltige Frühstücksbuffet bietet eine vielfältige Auswahl an delikaten einheimischen Produkten.

Natürlich wollen wir als Wanderfreaks auch das Wahrzeichen Paarls, die Paarl Rocks, erklimmen. Nach einer leichten, kurzen Kraxelei stehen wir dann auf einem dieser Felsen und genießen den fantastischen Ausblick auf Paarl und einen großen Teil der Weinregion. Diese wollen wir uns im Anschluss an die kleine Wanderung nun genauer anschauen. Über Stellenbosch, vorbei an zahlreichen Weingütern, erreichen wir Boschendal, ein imposantes Weingut. Das Herrenhaus ist im kapholländischen Baustil erbaut und kann besichtigt werden. Es vermittelt einen guten Einblick in das Leben der Gutsbesitzer in früherer Zeit. 

Ein Bummel durch Franschhoek, einem bezaubernden kleinen Städtchen, bildet den Abschluss unserer Fahrt durch die Weinregion.

Am nächsten Tage brechen wir zum letzten Ziel unserer Reise auf – Kapstadt

Unser Quartier, die An African Villa, ist ein altes Stadthaus, zwischen Tafelberg und Lions Head gelegen. Es wurde mit großer Umsicht renoviert, sodass der Gast auch heute noch den kolonialen Lebensstil spürt. 

Bei unserer Ankunft erhalten wir ausführliches Informationsmaterial über Kapstadt sowie Ausflugstipps. 

So machen wir uns gut gerüstet bereits am Nachmittag auf den Weg, die Stadt und ihre Umgebung zu erkunden. Die beste und auch kostengünstigste Möglichkeit hierzu bietet der Hop On – Hop Off Bus. Eine Haltestelle ist von unserer Unterkunft aus in ca. 10 Minuten zu erreichen. Dank sehr guter Kombinationsmöglichkeiten der verschiedenen Linien lernen wir innerhalb der nächsten zwei Tage Kapstadt und das Umland kennen.

Unsere erste große Rundfahrt führt über die Tafelberg Talstation und Camps Bay entlang der Küste bis zur V&A Waterfront. Durch die interessanten Erklärungen, die wir unterwegs via Headset auf Deutsch erhalten, bekommen wir sehr viele nützliche und interessante Informationen. An der Waterfront verlassen wir den Bus und sind fasziniert von dem pulsierenden Leben, das uns hier erwartet. Ein Bummel durch die Shopping Mall darf natürlich auch nicht fehlen. Zum Abschluss lassen wir noch die beeindruckende Kulisse Kapstadts bei einer Hafenrundfahrt (bereits im 2-Tages-Busticket enthalten) auf uns wirken. Schade, dass der Tafelberg sich heute hinter Wolken versteckt.

Am nächsten Morgen steht die Besteigung des Berges auf dem Plan. Der Blick aus dem Fenster macht uns aber klar, dass dies heute nicht möglich ist. Nebelschwaden ziehen über den Tafelberg und ein sehr starker Wind treibt leichtes Nieseln sogar bis in die Stadt. Aber es gibt ja sonst noch so viel zu entdecken, Langeweile kommt bestimmt nicht auf.

Also besteigen wir wieder den Bus und fahren dieses Mal nach Kirstenbosch, dem berühmten botanischen Garten Südafrikas. Obwohl zu dieser Zeit – es ist Anfang Februar – nicht viele Pflanzen blühen, ist diese Gartenlandschaft einen Besuch wert. Das riesige Gelände zieht sich über mehrere Hügel zu Füßen des Tafelbergs. Die liebevoll gepflegten Anlagen zeigen die Vielfalt der Flora Südafrikas und werden wunderbar in Szene gesetzt. Ein Bummel durch diese Natur bedeutet, ein Stück den Alltag hinter sich zu lassen. Und dann entdecken wir auch noch etwas, das unser Wanderherz höher schlagen lässt: von hier aus gibt es auch viele Wanderwege, die bis auf den Tafelberg führen. Schade, dass wir dafür keine Zeit mehr haben. Aber unsere Liste mit noch „To Do Punkten“ wächst.

Am Nachmittag nehmen wir dann noch den Bus durch die Weinroute, welcher uns in das Weinanbaugebiet von Constantia mit seinen traditionsreichen Weingütern bringt. Wir lassen es uns nicht nehmen, die exzellenten Weine im Rahmen einer Weinverkostung zu probieren. Ein kleiner, idyllischer Flecken Erde. 

Der Besuch dort ist eine sehr gute Alternative, wenn man nicht genug Zeit hat, während eines Südafrikaaufenthalts die Weinregion zu besuchen. 

Für den nächsten Tag planen wir die Fahrt zum Kap der Guten Hoffnung. 

Doch der wolkenlose Himmel und der fantastische Blick auf den Tafelberg aus unserem Zimmer am nächsten Morgen, hat eine sofortige Planänderung zur Folge. Wir müssen noch auf diesen Berg! Die sich um ihre eigene Achse drehende Panoramagondel bringt uns in ca. 10 Minuten auf das Plateau. Von hier aus eröffnet sich ein fantastischer Blick auf die Stadt und wir können sogar unser nächstes Ziel erkennen, das Kap der Guten Hoffnung. Ein letzter Blick auf Kapstadt , bevor es zurück zur Talstation geht und das nächste Highlight, die Rundfahrt entlang der Küste der Kaphalbinsel, auf uns wartet.

Unsere Route führt uns über Muizenberg und an der False Bay entlang nach Simon’s Town. An diesem wichtigsten Marinestützpunkt Südafrikas machen wir unseren ersten Stopp. Aber nicht der Schiffe wegen. Nein, wir wollen zum Boulders Beach, zur Kolonie der Brillenpinguine. Wir beobachten, wie geschmeidig und blitzschnell sie sich im Wasser bewegen können, ganz im Gegensatz zu ihrem watschelnden Gang an Land. Possierlich anzusehen sind die Jungtiere, die noch teilweise ihr „Babygefieder“ am Körper tragen.

Wir fahren weiter und sind beeindruckt von der großartigen Küstenlandschaft des Naturreservats am „Kap der Guten Hoffnung“. Und dann haben wir das Kap erreicht. Hier wird uns klar, warum Bartolomeu Diaz, welcher es 1488 als erster Europäer entdeckt hat, das „Kap der Stürme“ nannte. Beim Besteigen des Kaps bläst uns der Wind fast von den Felsen. Die tosende Brandung und der Wind lassen uns die Naturkräfte an diesem Ort spüren. Nach diesem beeindruckenden Schauspiel machen wir uns auf den Rückweg  nach Kapstadt. Unterwegs besuchen wir noch die Cape Point Straußenfarm, welche nicht nur wegen ihrer tierischen Bewohner sondern auch aufgrund ihrer idyllischen Lage einen Besuch wert ist.

Weiter geht es über die spektakuläre Passstraße des Chapman’s Peak nach Hout Bay und schließlich zur An African Villa.

Den letzten Abend in Kapstadt verbringen wir an der V&A Waterfront. Wir genießen den Sonnenuntergang bei einem leckeren Essen und einem Glas südafrikanischen Wein in einem Restaurant am Meer. Der laue Sommerabend lädt dazu ein, noch in einem der zahlreichen Bars zu sitzen und den Rhythmen der Straßenmusiker zu lauschen. Gut, dass wir ein Taxi genommen haben und unser Auto sicher bei unserer Unterkunft parkt …. 

Das ist der passende Abschluss unserer Reise durch dieses vielfältige und eindrucksvolle Land, bevor wir am nächsten Tag in das winterliche Deutschland zurückkehren.

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