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Spektakuläre Safariszenen

Spektakuläre Safariszenen

Simbabwe ist eines der besten Safarigebiete der Welt

Von spektakulären Safariszenen an den Wasserlöchern des Hwange Nationaparks und von endlosen und abwechslungsreichen Landschaften berichteten die Reisenden der vergangen Tage……

Bereits 1953 besuchten mehrere Tausend Gäste den Nationalpark an der Westgrenze zu Botswana und erfreuten sich der Schönheit und Vielfalt des Parks. Daher beschlossen wir, nach mehreren Besuchen des nördlichen Teils von Simbabwe, den Spuren der damaligen Reisenden zu folgen. 

Von Gefahren und Korruption berichtet das Internet teilweise heute noch, auch von maroden Straßen sowie mangelnder Versorgung an Nahrungsmitteln und Benzin. Doch wir sollten eines besseren belehrt werden.

Über Pandamatenga, im nordöstlichen Teil von Botswana, fuhren wir über die Grenze nach Simbabwe. Es handelt sich hier um einen sehr kleinen und überschaubaren Grenzübergang.

Wir kannten den Grenzübergang von früheren Exkursionen und waren somit vertraut über den dortigen Ablauf. Freunde aus Botswana begleiteten uns auf dieser Reise, und so fuhren wir gemeinsam in Richtung Hwange Nationalpark zu Robins Camp.

Der Hwange Nationalpark ist ein außergewöhnlicher Park. Er bietet seinen Besuchern viel Abwechslung und beeindruckt mit landschaftlicher Schönheit und Vielfalt, abenteuerlichen 4x4 Strecken und guter Infrastruktur im Park und in den Camps. Durch die vielen Dämme und Wasserlöcher hat der Besucher immer wieder hervorragende Tierbeobachtungen. Es hielten sich neben den üblichen Spezies vor allem auch große Büffel- und Elefantenherden sowie Flusspferde und Krokodile dort auf.

Klassische und safariübliche  Aussichtplattformen und Verstecke geben einem das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein, ohne entdeckt zu werden und  waren hervorragend geeignet für Foto- und Filmaufnahmen. Auch haben wir einige Löwenrudel sowie einen Leoparden gesehen.

Die staatlichen Camps haben zwar etwas von ihrem alten Glanz verloren und erinnern eher an eine Safari der 70er Jahre, doch waren die Räume und Einrichtungen in einem fast schon klinisch sauberen Zustand und das Personal vor Ort höchst freundlich und zuvorkommend. Im Hwange Main Camp waren sogar die Tankstelle, der Lebensmittelladen und selbst das Restaurant mit Bar voll funktionsfähig und in Betrieb.

Immer wieder beeindruckt hat mich der Service auf den Campingplätzen. Sie waren nicht nur in einem guten Zustand, sondern es gibt auch sogenannte Campingassistenten, wie z.B. Vincent, der uns auf Kennedy 1 begrüßte und einen Spitzenservice lieferte. Morgens vor 6 Uhr gab es bereits ein wärmendes Lagerfeuer, welches er selbstverständlich auch abends nach unserer Rückkehr bis spätestens 18:00 Uhr (da wurde das Campingtor geschlossen und das nahm er sehr genau!) für den abendlichen Grill hergerichtet hatte. 

Neben den hervorragenden staatlichen Rastlagern und Campingplätzen haben wir natürlich auch einige Lodges im Park besucht und waren von dem Somalisa Camp und deren Elefanten-Szenen am Pool und Wasserloch hin und weg. Von der Campveranda aus boten sich uns einmalige Szenen, die mit Worten kaum zu beschreiben sind. Große Elefantenfamilien mit unbeholfenen Jungtieren tranken aus dem Pool direkt vor unserer Nase und suhlten sich max. 25 Meter vor uns im campeigenen Wasserloch. Bitte sehen Sie hierzu ein Video vom Somalisa Camp. 

Nach Verlassen des Hwange Nationalparks ging es ostwärts in Richtung Lake Kariba zu unserem nächsten Abenteuer, der Fähre nach Kariba entgegen. Die guten Teerstraßen nach Mblizi führten durch abwechslungsreiche und hügelige Landschaften mit schönen Ausblicken.  Die Kariba Fähre fährt in der Regel ein- bis viermal pro Monat von Mblizi nach Kariba und zurück, und so ging es morgens um 8:00 Uhr zur Fähre. Eine vorherige Anmeldung ist notwendig, da man nicht immer weiß, ob sie fährt und da sie nur für max. 15 Fahrzeuge Platz bietet.

Die Fähre wird im Wesentlichen nur von Touristen verwendet. 4x4-Abenteurer, Simbabwer die ihr Land kennenlernen möchten oder Reisende aus dem südlichen Afrika, die sich mit ihren normalen alltäglichen Fahrzeugen auf die Entdeckung Nord-Simbabwes gemacht haben. Das Auffahren auf die Fähre und das letztendliche Parken gleichen bereits einem kleinen Abenteuer. Die Dachzelte der Fahrzeuge müssen aufgrund der Unterdeckhöhe der Fähre demontiert werden, und zwischen den Fahrzeugen ist an der Seite oft nur eine Handbreite Platz. Doch auch hier ist das Personal sehr freundlich und hilfsbereit und der Gast wird unterstützt, wo es nur geht. 

Die Fährfahrt ist eine willkommen Abwechslung nach den langen Fahrten im Hwange, und vom Sonnendeck konnten wir die beeindruckende Landschaft des Kariba Sees in vollen Zügen genießen. Für das leibliche Wohl wurde auf der 24-Stunden-Überfahrt mehr als gut gesorgt, und ein kleiner Badezwischenstopp in Mitten des Sees sorgte für eine willkommene Abkühlung (trotz Krokodilwarnung!).

Hier sehen Sie ein Video zur Kariba Ferry. 

Pünktlich um 09:00 Uhr am nächsten Morgen erreichten wir Kariba und starteten unser 4x4 Abenteuer. Bis jetzt waren es gut ausgebaute Teer- und Schotterpisten, doch nun erwartete uns eine kleine Herausforderung. Aufgrund unseres Zeitplans blieb uns nicht die Möglichkeit, Mana Pools Nationalpark, den wir schon zu früheren Zeiten besucht hatten, ein weiteres Mal zu besuchen.

Anstatt nach Norden zu fahren, bogen wir also auf der Bundesstraße in Richtung Südwesten in Richtung Matusadonna Nationalpark ab, um die gleiche Strecke, die wir über den See mit der Fähre zurückgelegt hatten, nun auf dem Landweg zurück zu fahren.

Das Ziel an diesem Tag war Bumi Hills, einer wunderschön auf einem Hügel gelegenen Lodge mit einem fantastischen Ausblick über den Lake Kariba. Ursprünglich dachten wir, dass 350km noch an diesem Tag zu schaffen seien, doch weit gefehlt. Wir waren gegen 18:00 Uhr nur noch 60km von Bumi Hills entfernt und benötigten für dieses letzte Stück über 3 Stunden!! Flussbetten, zu durchquerende Furten, abgebrochene Brückenteile, steile und unwegsame Strecken erlaubten uns immer wieder, unsere Untersetzung des Fahrzeuges zu testen.

Die Strecke war gut befahrbar, doch man benötigte Zeit und gute Konzentration. Es war bereits stockfinster als wir um 21:30 Uhr erschöpft in der Lodge ankamen. Natürlich nutzten wir den nächsten Tag, um die herrliche Aussicht der Lodge zu genießen und erlebten am Nachmittag eine wunderschöne Sonnenuntergangsfahrt auf dem See mit seinen mystisch wirkenden abgestorbenen Bäumen und Wasserböcken auf Starvation Island. 

Um Bumi Hills zu verlassen blieb uns nichts anderes übrig, als den gleichen Weg des Vorabends wieder anzutreten, um weiter nach Chizaria zu fahren, einem Nationalpark, der auf einem Hochplateau liegt. Die Strecke, nun bekannt, ließ sich im hellen zwar leichter, aber auch nicht schneller fahren. Bis zum Chizaria Nationalpark waren es ca. 170km, aber auch hier kamen wir nach einer kleinen Reifenpanne erst am späten Nachmittag an. Der Park bot uns schon bei der Hochfahrt auf das Plateau einen spektakulären Anblick, doch von oben war es dann noch viel schöner, und wir sollten für die Anstrengungen der letzten Tage mit Natur pur und Einsamkeit belohnt werden.

Einen kleinen Einblick des 4x4 Abenteuers haben wir Ihnen in diesem Video zusammengestellt.

Von Chizeria ging es zurück nach Mblizi, wo wir vor Tagen mit der Fähre starteten, weiter nach Bulawayo. Die Straßen wurden wieder normal und sehr gut befahrbar, und so hatten wir nur mit den aufhaltenden, aber freundlichen Straßensperren zu tun. Simbabwe ist streng, was die Sicherheit der Fahrzeuge angeht. Jedes Fahrzeug muss über Sicherheitswesten, Warndreieck, Feuerlöscher, Verbandskasten und entsprechende Reflektoren verfügen.

Die Polizisten erkannten zwar nicht immer gleich, aber nachdem sie auf die falsche Seite des Fahrzeuges gingen, dass es sich bei uns um einen Linksländer und demzufolge um Ausländer bzw. Touristen handelt und ließen uns daher häufig ohne Überprüfung weiterfahren. Wir hatten es auf der gesamten Strecke nicht einmal mit Korruption oder unprofessionellem Verhalten der öffentlichen Behörden zu tun, was uns sehr erfreute.

Mit leichter Anspannung fuhren wir nach Bulawayo, denn wir wussten nicht, was uns in dieser Stadt erwarten würde. Schön sind die viktorianischen Häuser links und rechts der breiten Straßen. Es gibt zahlreiche Shopping-Malls, Internetcafés und Restaurants. 

Auch hier wurden wir positiv von der Freundlichkeit der Menschen überrascht und genossen bei „Häfeli´s“, einer Schweizer Konditorei, einen heißen Cappuccino und Süßgebäck. Von Bulawayo sind es nur noch 35km zu den legendären Matopos Hills, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Der aus Granitfelsen und Waldlandschaft bestehende Park hat etwas Einmaliges. Die Landschaft ist sanft aber mystisch und gibt einem das Gefühl, einer vergangenen Ära entsprungen zu sein.

Die Granithügel sind vor mehr als 200 Millionen Jahren entstanden und beherbergen eine der umfangreichsten Ansammlungen von Buschmannzeichnungen im südlichen Afrika – man schätzt etwa 3.000 Felszeichnungen. Die Höhlenmalereien kann man mit erfahrenen Führern besuchen und erfährt einiges über die San, die hier bereits vor über 2.000 Jahren gelebt haben. Sehr schöne Wanderungen können in dem Gebiet unternommen werden. Mit Paul, einem hervorragenden Kunsthistoriker und ehemaligen Geschichtslehrer aus Simbabwe, unternahmen wir einer der besten und aufschlussreichsten Wanderung zu den Felsmalereien.

So erfuhren wir in der Nswatugi Höhle nicht nur einiges über die Höhlenbewohner, sondern auch vieles über die dort abgehaltenen Rituale und Zeremonien.

Im Matopos-Gebirge liegt auch Cecil Rhodes begraben, der britische Kolonialpolitiker aus der Hochphase des Imperialismus im 19. Jahrhundert, nach dem Rhodesien, das heutigen Simbabwe, benannt wurde. Hoch oben, auf einem Hügel in Granit eingebettet, liegen seine Gebeine, umgeben von kleineren, fast kugelförmigen Granitfelsen.

Die Aussicht von „The Top of the World“ ist atemberaubend und lädt am frühen Abend zu einem Sonnenuntergangsgetränk ein und ist der perfekte Abschluss einer gelungenen Reise. Sehen Sie hier ein Video zu den Matopos-Hills.

Das Camp Amalinda, in dem wir nächtigten, ist ein ganz besonderes Camp, dass in die Granitfelsen gebaut wurde und an ein „Hobbit-Dorf“ erinnert.

Simbabwe ist definitiv eine Reise wert und wir werden im Oktober den zweiten Teil unserer Simbabwe Exploration in die Eastern Highlands fortsetzen. Ich freue mich schon darauf!

Simbabwe war schon immer eines der schönsten und vielfältigsten Safari- und Reiseziele im südlichen Afrika. Das Land ist mit fruchtbarer Erde, Mineralienreichtum, fabelhaften Landschaften und einem großen Tierreichtum gesegnet und beherbergt eines der besten Safarigebiete der Welt.

Mana Pools oder Hwange Nationalparks sind der absolute Geheimtipp unter Safarikenner und werden nur von wenigen Touristen besucht. Simbabwe besitzt mit mehr als 65.000 Elefanten eine der größten Elefantenpopulationen der Welt. Auch die Viktoria Fälle liegen in Simbabwe und sind ein guter Ausgangspunkt für eine Safari in den Hwange oder Mana Pools Nationalpark.

Die allgemeine Situation in Simbabwe hat sich seit Antritt der neuen Koalitionsregierung deutlich entspannt und organisierte Reisen sind wieder gut möglich (Stand: Februar 2013).

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