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Rovos Rail

Rovos Rail

Zeitreise in die Vergangenheit

Das Leben ist wie ein Bilderbuch und ich sitze gerade in einer der schönsten Seiten.

Der Bahnhof ist sehr nostalgisch und wären nicht all die neuzeitlich gekleideten Menschen, würde ich behaupten, einen Sprung mit der Zeitmaschine zurück in die 20´er Jahre gemacht zu haben. Leder- und Plüschsessel, schwere Tische, Kristallleuchten und Perserteppiche in einem Gebäude, welches einem Film eben dieser Zeit entsprungen sein könnte. Weiß gestrichen, mit schöner, hölzerner Balustrade, von der aus man das Treiben auf dem kleinen Bahnhof verfolgen kann. Davor ein Springbrunnen mit Goldfischteich und ein alter roter Postkasten.

Die nostalgische Dampflok steht bereits da. Wir steigen in das Führerhaus, wo uns der freundliche Lokführer die vielen Kupfer- und Messingkurbeln erklärt und die Kohle in den Heizungskessel schippt. Ich darf das Signalhorn ziehen: Huhhuuh - tönt es dumpf und einfach nostalgisch schön.

Die Waggons werden erst kurze Zeit später abgeholt. Die Dampflok fährt hierfür mit viel Rauch aus dem Bahnhof, um mit drei Personalwaggons, einem Küchenwagen, einem Speisewagen, fünf Passagierwaggons und einem Loungewagen mit offenem Aussichtsabteil zurückzukommen. Leider wird uns die Dampflok nicht die ganze Strecke begleiten, denn dafür ist das Streckennetz nicht ausgelegt. Dieselloks übernehmen ihren Job, wovon die Passagiere allerdings nichts mitbekommen werden.

Rohan Vos, der Gründer von Rovos Rails, kommt persönlich vorbei, um uns Gäste zu begrüßen und als Einstimmung auf die Reise bei Champagner und Canapés eine Rede im Wartesaal des Bahnhofs zu halten.

Er ist ein sympathischer Mittsechziger, der sehr natürlich und authentisch wirkt. Kein Wunder, ist er doch ein typischer self-made-man, der es geschafft hat seinen “Jungen-Traum“ zu verwirklichen.

Die Begeisterung für alles Mechanische und die Gelegenheit, eine Dampflok aus den 30´er Jahren zu erwerben, nutze er am Ende der 80´er Jahre, als er gerade einen von ihm frisch restaurierten Austin von 1928 sowie einen 1940er Packard im Gegenzug für die alte Lok und alle Waggons, wie z.B. einen privaten Saloon-Wagen, eintauschte. Trotz vieler anfänglicher Schwierigkeiten und einem nahezu Totalverlust finanzieller und emotionaler Art, hat Rohan Vos es gemeistert, einen unglaublich luxuriösen und nostalgischen Zug mit vielen schönen Routen auf die Beine zu stellen und dem „langsam Reisenden“ eine ganz besondere Art des Reisens durch Afrika zu offerieren.

Als ich von meiner persönlichen Zug-Hostess in die Royal-Suite geführt wurde, traue ich meinen Augen nicht: Verschwenderischer Platz - ein Bett mit Aussicht auf die afrikanische Landschaft, 2 Sessel, Tisch, Schrank, Kühlschrank, mahagonifarbene Holzverkleidung, romantische Beleuchtung, Klimaanlage sowie ein Badezimmer mit Dusche, Waschbecken, Toilette und ... einer viktorianischen Badewanne - auf Wunsch auch hier mit Aussicht.

Nun sitze ich hier an meinem Lieblingsplatz, entspannt auf dem Bett, und schaue über die weiten Ebenen, wo Gnus und Zebras friedlich grasen und habe immer noch das Gefühl, Teil eines Bilderbuches zu sein…

Mindestens vier Gänge herunterschalten und zu sich selbst finden, auf einer nostalgischen Reise durch Afrika, ist eine Erfahrung, die in der heutigen Zeit seinsgleichen sucht.

Ich bin der Meinung, dass es nicht nur die perfekte Reise für Honeymooners und Verliebte ist, sondern für jeden, der sich den unbezahlbaren Luxus unserer Zeit von „Slow Motion“ leisten möchte.

Eine spannende Reise durch Afrika und zu sich selbst!

Ihre Liane Merbeck

 

Unternehmen Sie eine nostalgische Reise durch das Herz des südlichen Afrikas und lassen Sie sich von den prächtigen und vielfältigen Landschaftsbildern beeindrucken: Reisedetails

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