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Endlich wieder in Botswana

Endlich wieder in Botswana

Einmalige Erlebnisse im Tierparadies

Maun

Mein letzter Besuch in Botswana ist nun schon wieder einige Jahre her und bei der Ankunft in Maun merke ich erst richtig, wie sehr ich dieses Land vermisst habe. Knapp zwei Wochen werde ich im Okavango Delta und der nördlich angrenzenden Linyanti Region verbringen und als ich aus der Maschine der Air Botswana steige, ist die Vorfreude riesig!

Bevor es tiefer in die Wildnis geht, verbringe ich eine Nacht bei Freunden in Maun. Obwohl es wirklich nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen empfehlenswert ist, werden Selbstfahrer-Touren durch Botswana immer beliebter. Ich bin selbst noch nie wirklich Allrad gefahren und möchte ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, in einem großen 4x4 durch den Busch zu fahren. Also unternehme ich ein professionelles Fahrertraining.

In einem Toyota Hilux DoubleCab breche ich mit meinen zwei freundlichen Guides und Allrad-Experten zu einer spannenden Fahrstunde auf. Vor den Tiefsandfahrten lasse ich Luft aus den Reifen, wir fahren uns mit Absicht fest und nutzen den „Airjack“ und Gummimatten um das schwere Fahrzeug wieder frei zu bekommen und tuckern langsam aber stetig durch den Thamalakane Fluss, dessen Tiefe wir vorher mit hochgekrempelten Hosen „gemessen“ haben.

Durch welche maximale Wassertiefe man fahren kann, frage ich, und Lucas antwortet: „Solange der Schnorchel rausguckt, ist alles in Ordnung, selbst wenn das Wasser über die Windschutzscheibe schwappt.“ Ob ich alleine mitten in der tiefsten Wildnis Afrikas und in einer Gegend mit immens vielen Raubtieren in einer solchen Situation sein möchte – ich weiß ja nicht. Ich bin doch froh, dass ich mich in den kommenden Tagen in die Hände von professionellen Guides begeben kann.

Kana Kara Camp

Am nächsten Vormittag ist es endlich soweit – ich fliege endlich wieder in das Okavango Delta! Mit einer kleinen Cessna geht es von Maun zum Moremi Wildschutzgebiet und anschließend weiter in eine private Konzession ganz im Norden des Deltas. Beim Anflug auf die Landepiste kann ich eine kleine Gruppe Elefanten beobachten, die sich ihren Weg durch einen Wasserkanal bahnt. Der Anblick aus der Luft ist einmalig!

Meine erste Unterkunft ist das kürzlich neu eröffnete Kana Kara Camp – ein kleines, rustikales Zeltcamp mit ganz authentischem Safari-Charme. Das Mittagessen genieße ich mit Blick auf einen kleinen Flusslauf, an den in einiger Entfernung vier Elefanten zum Trinken kommen. Im nahestehenden Jackalberry Baum spielt eine Horde Affen.

In dem Gebiet um das Kana Kara Camp finden erst seit kurzen Safaris statt und die Tiere sind noch nicht so sehr an die Fahrzeuge und Menschen gewohnt und daher noch etwas scheu. Dennoch begegnen wir auf unserer Fahrt im Allradfahrzeug quer durch den Busch etlichen Giraffen, einer Herde Gnus, Tessebe Antilopen und vielen Elefanten. Im Lichtkegel des Scheinwerfers zeigt sich auf der Nachtfahrt plötzlich eine Tüpfelhyäne. Sie schaut uns kurz neugierig und gleichzeitig skeptisch an und verschwindet dann in der Dunkelheit.

Am nächsten Morgen zeigt sich, wie vielfältig und wundervoll die Landschaft um das Kana Kara Camp herum ist. Mit einem Mokoro geht es direkt vom Camp aus in die wasserreicheren Gebiete. Viele verschlungene Wasserläufe und große Überschwemmungsebenen bieten Lebensraum für unzählige Vögel. Ich mache mir bewusst, wie weit ich von der Zivilisation entfernt bin und genieße die lautlose Fahrt durch dieses Paradies. Nicht nur Vögel, sondern auch Herden von Moorantilopen und natürlich die grunzenden Flusspferde haben hier ihr Zuhause. Ganz still verharren wir, als ein riesiger Elefantenbulle vor uns durch das Schilf watet.

Noch ein eindrucksvolles Erlebnis erwartet mich beim Frühstück am nächsten Morgen. Mein Blick schweift über den Flusslauf vor dem Camp und die dahinter liegende Ebene. Die friedliche Stille wird plötzlich von einem Rauschen unterbrochen. Gespannt halten wir Ausschau. Das Rauschen wird lauter und entwickelt sich zu einem Trampeln. Ca. 100-150 Meter vor dem Camp prescht eine Herde Büffel, vielleicht 40 oder 50 Tiere, auf die Ebene. Mit lautem Getöse ziehen sie vor unseren Augen vorbei und verschwinden dann in der Ferne. Auch wenn die Tiere hier vielleicht noch etwas scheu sind – geben tut es sie in großer Zahl!

Tubu Tree Camp

Ein kurzer Flug bringt mich in das südliche Delta nach Hunda Island. Die Landschaft verändert sich etwas und die vielen Palmen geben dem Gebiet ein tropisches Flair. Schon auf der Fahrt von der Landepiste zu meinem nächsten Camp, Tubu Tree, merkt man wie viel entspannter die Tiere hier sind. Kudus, Zebras und Impalas schenken dem Fahrzeug kaum Beachtung und lassen uns ganz nahe herankommen.

Das Gebiet um die Camps Tubu Tree und Little Tubu ist vor allem für die zahlreichen Leoparden bekannt. Ich war gespannt, ob ich bei meinem kurzen Aufenthalt das Glück haben sollte, einen zu entdecken. Erstes Highlight sollte aber andere Raubtiere sein: Hyänen. Nach dem obligatorischen Sundowner mitten im Busch fahren wir bei Einbruch der Dunkelheit zu einem Hyänen Bau. In einen verlassenen Termitenhügel lassen sich wunderbare Höhlen graben, die ein perfektes Zuhause für die Jungen bieten. Als wir ankommen, liegen die Eltern faul dösend am Eingang des Baus und würdigen uns kaum eines Blickes.

Wesentlich unterhaltsamer ist ein Junges, das plötzlich um den Bau herum und ganz nah an unser Fahrzeug herankommt. Neugierig beschnüffelt es die Reifen und knabbert dann spielend an einem heruntergefallenen Palmenblatt. Es schnappt sich einen Ast und kaut darauf herum. Das laute Knacken deutet jetzt schon auf die enorme Kiefermuskulatur dieser Tiere hin. Nach einiger Zeit verlassen wir die friedliche Familie und kehren zurück ins Camp. Später höre ich von meinem Zimmer aus das markante Heulen der Hyänen, das sich mit dem Grunzen von Flusspferden in einem nahegelegenen Tümpel vermischt.

Die morgendliche Pirschfahrt am nächsten Tag sollte verdeutlichen, warum ein guter Guide so viel wert ist. Auf sandigen Pisten geht es durch die Umgebung, die heute Morgen noch recht ruhig zu sein scheint. Dann stellt unser Guide plötzlich das Fahrzeug quer und starrt auf den Weg. Nach einigen Sekunden dreht er sich zu uns um, deutet auf Spuren im Sand und sagt: „Leopard!“. Er wendet den Wagen und nimmt eine andere Route als zunächst geplant. Wer weiß, wann das Tier hier entlang gelaufen ist und wo es sich mittlerweile versteckt hat, denke ich mir. Die Spuren kreuzen aber noch ein paar Mal unseren Weg und sind offensichtlich relativ frisch. Ich werde optimistischer.

Wir umfahren langsam eine Palmeninsel, unsere Augen auf das Dickicht geheftet. Und tatsächlich: lautlos und elegant schleicht das schöne Tier durch das Unterholz. Es ist ein ausgewachsenes Weibchen. Obwohl sie nur gemächlich dahin schreitet und gelegentlich sogar anhält, um ihr Revier zu markieren, fällt es uns schwer, ihr zu folgen. So lassen wir sie nach einiger Zeit und vielen tollen Fotos in Ruhe ziehen. Es ist also wahr: selbst bei einem sehr kurzen Aufenthalt hat man auf Hunda Island hervorragende Chancen, diese wunderschönen Raubkatzen zu erleben!

An einer großen Ebene machen wir eine Kaffeepause und vertreten uns etwas die Beine. Dass man trotzdem in der Nähe des Fahrzeugs bleiben sollte, wird klar, als wir eine Hyäne zunächst hören und kurz darauf in nicht allzu weiter Entfernung vorbei galoppieren sehen.

Chitabe Lediba Camp

Weiter geht es nach Osten zu den beiden Schwestercamps Chitabe und Chitabe Lediba. Die Gegend hat relativ wenig Wasser und das weite Grasland bietet gute Jagdmöglichkeiten für Raubtiere wie Löwen, Leoparden und Wildhunde.

Als ich am Nachmittag mein Chalet beziehe, setze ich mich auf meine Terrasse mit Blick auf die davor liegende Ebene. Ein kleines Rinnsal läuft in einiger Entfernung quer am Camp vorbei. Nach einiger Zeit kommen drei Giraffen an die Wasserquelle. Ungelenk sieht es aus, wenn sie sich ganz nach unten beugen und die Beine einknicken, um zu trinken. Kurz vor ihnen trippelt eine Warzenschweinfamilie durch das Gras.

Später, als die Temperatur etwas gesunken ist, geht es wieder raus in den Busch. Wir verbringen viel Zeit mit einer kleinen Elefantengruppe. Die Mutter hat große Stoßzähne und ihre eingefallene Haut zeugt von hohem Alter und viel Erfahrung. Sie bewerfen sich selbst mit Erde, um sich vor der Sonne und den Insekten zu schützen. In der kräftigen Abendsonne geben die eindrucksvollen Tiere und der schimmernde Staub ein wunderschönes Bild ab.

Kurz darauf entdecken wir zwei Löwenmännchen, die faul im Sand liegen. Ab und an wedeln sie mit dem Schwanz um sich für eine Sekunde von den Fliegen zu befreien. Die neugierigen Giraffen oder die etwas weiter entfernte Herde Impalas scheinen sie momentan noch nicht zu interessieren. Wahrscheinlich beginnen sie erst in der Nacht zu jagen, wenn es kühler und wir längst zurück im Camp sind.

Es dauert nicht lange bis zum nächsten Highlight meiner Reise. Wir fahren am Rande einer großen Ebene entlang, als sich vor uns etwas im Gras bewegt. Ein Leopard kommt aus dem dichteren Busch und steuert zielstrebig auf einen einzelnen Baum inmitten der Ebene zu. Obwohl ich schon häufiger Leoparden gesehen habe und diese ja berühmt dafür sind, auf Bäume zu klettern, war mir eine solche Szene bisher noch nicht vergönnt. Dafür sollte es diesmal perfekt werden! Am Stamm angekommen, blickt das kräftige Tier nach oben und mit einem erstaunlichen Satz springt es bis zur ersten Astgabel. Flink klettert es noch etwas weiter, um es sich dann auf einem großen Ast bequem zu machen. Ich kann mein Glück kaum glauben!

Die Sonne steht tief am Himmel und wirft ein fantastisches Licht auf den Leoparden, der seinen Blick über die Ebene schweifen lässt. Majestätisch sieht er aus. Keine kleineren Äste oder Blätter verdecken die Sicht auf ihn und wir schießen einmalige Fotos. Als würde er für uns posieren, reißt er auch noch sein Maul auf und zeigt uns seine scharfen Zähne. Doch selbst das ist noch nicht alles. In einiger Entfernung geht die trockene Ebene in Sumpf über. Und der Leopard hat Durst! Er steht auf, streckt sich kurz, springt nach unten und landet sanft auf dem Boden. Gemächlich trottet er in Richtung Sumpf.

Wir folgen ihm und können weitere tolle Aufnahmen machen, als er seinen Durst an der flachen Wasserstelle stillt. Anschließend geht es zurück zum Baum und er erklimmt den gleichen Aussichtsplatz wie vorher. Wie die Löwen wartet er wahrscheinlich auf den Einbruch der Dunkelheit, bis er sich auf die Jagd macht um auch seinen Hunger zu stillen. Wir genießen noch einige Zeit seinen tollen Anblick und machen uns dann auf den Rückweg ins Camp.

Little Mombo Camp

Im September neigt sich in Botswana die Trockenzeit dem Ende zu und wo nicht gerade noch etwas Wasser ist, ist die Erde zumeist rau und staubig. Dass die Nordspitze von Chief’s Island, wo die berühmten Camps Mombo und Little Mombo liegen, auch landschaftlich etwas ganz Besonderes ist, sollte ich nun erleben dürfen. Von dem auf Stelzen gebauten Luxuscamp blickt man in ein Paradies: auch jetzt noch grüne Grasebenen, durchzogen von Schilfgürteln und Wasserläufen, erstrecken sich soweit das Auge reicht.

Rote Moorantilopen und Zebras grasen friedlich, vermischt mit zahlreichen Störchen und Kranichen. Ein Nashornvogel tippelt über das Geländer und im nächsten Baum sitzt häufig eine Fischeule, erzählt die Managerin Caley. Ich merke schon jetzt, dieser Ort ist etwas ganz Besonderes ist und bin gespannt, ob Mombo seinem Ruf von immensem Tierreichtum gerecht werden kann.

Wir verlassen das Camp zur ersten Pirschfahrt und die schiere Anzahl an Tieren ist wirklich unglaublich. Hinter jeder Ecke erwarten uns Zebras, Giraffen und verschiedenste Antilopen in großer Zahl. Nach nur wenigen Minuten entdecken wir eine Gruppe von zwölf Löwen, die sich im Schatten ausruhen. Es ist noch früher Nachmittag und die Temperaturen so hoch, dass vorerst nur Dösen angesagt ist. Viele liegen auf dem Rücken und strecken die Beine in die Luft. So sehen sie unseren Hauskatzen doch sehr ähnlich. Unser Guide empfiehlt uns aber, besser nicht auszusteigen um sie zu streicheln, so süß sie auch sein mögen. Nicht, dass einer von uns diese Idee gehabt hätte..

Nur wenige Minuten später finden wir „Ledima“, die berühmte Leopardin aus der preisgekrönten Dokumentation „Eye oft the Leopard“. Sie ist wirklich ein wunderschönes Tier! Sie scheint wohl genährt und atmet schnell, ein Zeichen für angeregte Verdauung und das Wiederrum deutet darauf hin, dass sie kürzlich Beute gemacht hat. In der näheren Umgebung fallen uns zwei Hyänen auf, die schnüffelnd durch die Gegend streifen. Wir folgen ihnen und eine führt uns zu einem Baum, in dessen Geäst ein totes Impala hängt. Hierher hat Ledima also ihren Fang gebracht. Die Hyäne starrt gierig nach oben, kann jedoch im Gegensatz zu Leoparden überhaupt nicht klettern. So muss sie hungrig am Boden bleiben und kann nur hoffen, dass sie bald einem anderen Raubtier die Beute abluchsen kann.
Auf dem Weg zurück in Richtung Camp haben wir noch eine weitere sehr interessante Begegnung. Ein Wildhund, der einzige Verbliebene eines ehemals großen Rudels, hat sich mit zwei Schakalen angefreundet und verbringt die meiste Zeit in deren Gesellschaft. Am heutigen Tag durchstreifen sie nur ein bisschen die Umgebung, aber oftmals, so erzählt unser Guide, teilen sie geschlagene Beute friedlich untereinander auf – ein Verhalten, dass noch nie irgendwo anders beobachtet wurde.

Noch vor dem Weckruf durch einen freundlichen Angestellten höre ich am nächsten Morgen Löwen brüllen. Nach einem wunderbaren Frühstück machen wir uns sogleich auf die Suche nach ihnen. Auf dem Weg entdecken wir  hoch in einem Baum einen Umriss eines Tieres, der nicht zu einem Affen passt. Es ist eine Eule! Und sogar die seltene Fischeule. Nach einer Weile tut sie uns den gefallen und dreht ihren Kopf ins Licht, so dass wir tolle Fotos schießen können.

Wieder hören wir das Brüllen der Löwen, das uns an unser eigentliches Vorhaben erinnert. Wir fahren weiter und erreichen den Rand einer Insel. Durch das Fernglas können wir in einiger Entfernung die Löwen im Gras liegend ausmachen. Die dazwischen liegende Überflutungsebene führt immer noch etwas Wasser und ist zu sumpfig, um hindurch zu kommen. Wir stellen uns darauf ein, vorerst nur Abwarten zu können.

Doch plötzlich ertönt hinter uns lautes Affengeschrei und Impalas rennen aufgeregt durch die Gegend und stoßen Alarmrufe aus. Irgendetwas muss dort sein! Wir fahren in diese Richtung und entdecken kurz darauf eine einzelne Löwin, die gemächlich durch das Dickicht streift. Sie lässt sich im Schatten eines Termitenhügels nieder. In der Ferne ertönt wieder das Brüllen des Rudels auf der anderen Seite der Überflutungsebene. Diesmal antwortet die einzelne Löwin und unser Guide vermutet, dass das Rudel sich auf den Weg zu ihr machen wird.

Also fahren wir wieder an den Rand der Ebene und tatsächlich, in aller Ruhe verlässt das Rudel die Insel und trottet in unsere Richtung. Diese stolzen, gelb schimmernden Tiere durch das grüne Gras und über kleine Wasserkanäle ziehen zu sehen ist ein atemberaubender Anblick. Sie laufen direkt auf uns zu und ganz still und gebannt beobachten wir das Rudel, wie es nur wenige Meter an uns vorbei zieht. Als sie die Löwin erblicken, kommt Bewegung in die Gruppe. Zur Begrüßung rennen sie aufeinander los und spielen miteinander. Ein Junges ist besonders aktiv und geht seinen älteren Geschwistern mit seinen Neckereien gehörig auf die Nerven.

Unter dem Rudel scheint ein älteres Männchen zu sein, doch unser Guide belehrt uns und wir staunen bei seiner Schilderung. Dieser Löwe, mit einer mächtigen, dunklen Mähne ist eigentlich eine Löwin! Es wurde noch keine richtige Erklärung dafür gefunden, aber offensichtlich hat ein sehr hoher Testosteronspiegel dazu geführt, dass diese Löwin das Aussehen eines Männchens hat. Ein Blick zwischen die Hinterbeine zeigt, dass es nicht um einen Scherz unseres Guides handelt, sondern tatsächlich um eine Laune der Natur.

Wir folgen dem Rudel für eine Weile und beobachten es, wie es weiter durch den Busch und Ebenen zieht. Ein paar besonders tolle Aufnahmen gelingen uns, als das Jüngste auf einem Termitenhügel eine kurze Rast einlegt und uns im schönsten Morgenlicht neugierig anschaut. Dies ist auch die Abschiedsszene von Mombo, das mich nicht enttäuscht hat. Ganz im Gegenteil, es wird seinem Slogan absolut gerecht: Mombo – Land of Plenty!

Duma Tau Camp

Mombo ist auf dieser Reise die letzte Station im Okavango Delta. Nächstes Ziel ist die im Norden angrenzende Linyanti Region und mein erster Stopp die drei Camps Duma Tau, Savuti und King’s Pool, die alle in einem Gebiet ca. 30-60 Minuten Fahrt auseinander liegen. Übernachten werde ich im kürzlich an einer wunderschönen Lagune komplett neu erbauten Duma Tau Camp. Ich stelle dort jedoch nur kurz meine Sachen ab und schon geht es weiter in Richtung des Luxuscamps King’s Pool.

Trotz der Nachmittagshitze gibt es schon auf dem Weg viel zu sehen. Etliche Elefanten streifen durch den Busch, Giraffen staksen an uns vorbei und sogar eine Hyäne kreuzt direkt vor uns den Weg. In King’s Pool angekommen, freue ich mich über den kühlen Welcome Drink und staune über dieses äußerst komfortable Camp. Nach einem ausführlichen Rundgang geht es wieder zurück in Richtung Duma Tau. Mittlerweile ist die Temperatur etwas gesunken und die Natur wird noch lebendiger.

Unweit des Weges liegt eine Leopardin schwer atmend im Busch. Ihr Bauch ist prall, offensichtlich hatte sie gerade gefressen. Wir lassen unsere Blicke durch die Gegend schweifen und ganz in der Nähe entdecken wir ihre Beute – ein Impala, versteckt in einem alten, abgestorbenen und auf dem Boden liegenden Baumstamm. Doch etwas bewegt sich da! Ein noch ganz kleines Leoparden-Baby, das seinen Hunger an den Überresten des Impalas stillt. Trotz einiger Entfernung und versteckt im Baumstamm ist es toll, diese kleine, süße Raubkatze beim Fressen zu beobachten.

Kurze Zeit später bringt uns ein Tipp von einem der anderen Guides zu einem kleinen Busch, der zunächst sehr unspektakulär scheint. Ein genauerer Blick bringt zwei dösende männliche Löwen zum Vorschein, die sich hier vor der Sonne verstecken. Vollkommen unbeeindruckt von unserer Präsenz dösen sie im Schatten.

Den nächsten Stopp legen wir an einer weiten Ebene ein und halten wie üblich zunächst Ausschau nach Großwild wie Raubkatzen, Elefanten, Giraffen usw. Doch ein tolles Schauspiel geben hier viel kleinere Tiere ab. Eine unglaubliche Anzahl von wunderschön gezeichneten Karminspinten scharren sich im sandigen Boden ihre Nester. Es müssen bestimmt über 400 Vögel sein, die gesamte Ebene vor uns wuselt und von Zeit zu Zeit erhebt sich die gesamte Schar in die Luft – vor der im Dunst glühenden Nachmittagssonne ein beeindruckender Anblick!

Auf dem Weg zurück nach Duma Tau passieren wir noch eine Gruppe Kudus, die sich zum besseren Überblick auf einem großen Termitenhügel versammelt haben. Auf dem Rücken eines schönen Weibchens sitzen wie aufgereiht sieben Madenhacker und ergeben mit dem Kontrast ihrer roten Schnäbel ein tolles Fotomotiv.

Nach einem ausgezeichneten Abendessen freute ich mich nach diesem langen aber spannenden Tag auf mein Bett. Jetzt in Dunkelheit getaucht, liegt direkt vor meinem Chalet die große Lagune. Ich vernehme keinerlei künstliche Geräusche, dafür spielt Natur ihr Konzert. Unzählige Laubfrösche geben das so typische Klingeln von sich und in nächster Nähe grunzen die Flusspferde. Plötzlich höre ich noch etwas: ein rhythmisches Wasserrauschen. Ich schalte aller Lichter aus und gehe nach Draußen auf meine Terrasse. Langsam gewöhnen sich meine Augen an die Dunkelheit.

Im Mondlicht erscheinen im Wasser zwei dunkle Silhouetten: zwei Elefanten schwimmen in kurzer Entfernung durch die Lagune. Ich bin vollkommen Still und merke, wie ich Gänsehaut bekomme. Sie kommen vom anderen Ufer und schwimmen direkt auf das Camp zu. Nur ca. 20-30 Meter neben mir stapfen sie aus dem Wasser und verschwinden dann fast lautlos im Busch. Noch immer gebannt von der Szene halte ich noch einen Moment Inne. Als wäre das alles nicht genug, stimmen nun auch noch Löwen mit ihrem eindrucksvollen Brüllen in die beeindruckende Geräuschkulisse ein. Was für eine tolle Nacht in Afrika!

Früh am Morgen geht es weiter mit dem Konzert – nun sind es Hyänen die in einiger Entfernung heulen. Wir machen uns auf, die Umgebung zu erkunden und unweit des Camps entdeckt unser Guide Leoparden-Spuren im Sand. Wir folgen ihnen in ein trockenes Buschland und erspähen das Tier im Gestrüpp. Es ist ein ausgewachsenes Weibchen und sie ist mit einem guten Tempo unterwegs, so dass es uns in dem schweren Landrover und dem unwegsamen Gelände schwer fällt, ihr zu folgen. So lassen wir sie nach einer Weile ihres Weges ziehen. Wir fahren weiter entlang des Linyanti Flusses und biegen dann am Savuti Kanal in Richtung Savuti Camp ab.

Der grüne Schilfgürtel und seichte Auen bieten einen tollen Kontrast zu dem trockenen Buschland. Unzählige Vögel, Impalas und rote Moorantilopen säumen das Ufer. Wir durchqueren ein kleines Waldstück, als uns auf einmal mitten auf dem Weg ein mächtiger Elefantenbulle gegenüber steht.

Er schaut uns an, frisst weiter Blätter vom Waldboden und kommt dann langsam näher. Ich wäre an dieser Stelle wahrscheinlich schon längst weggefahren, aber unser Guide kann ihn genau einschätzen und sieht keine Aggression, sondern nur Neugier. Ich vertraue ihm, aber trotzdem schlägt mein Herz schneller, als er ganz dicht an unseren Landrover herantritt. Er steht direkt vor der Motorhaube, der mächtige Kopf und die Stoßzähne weniger als einen halben Meter vom Fahrzeug entfernt.

Ich halte die Luft an und gebe keinen Laut von mir. Nach einigen Sekunden des Musterns dreht er ab, schlendert seelenruhig an uns vorbei und verschwindet im Wald. Ich atme tief durch und bin wieder einmal sehr froh, einen professionellen Guide zu haben.

Auf dem Weg zum Savuti Camp beobachten wir noch einige Büffel, die am Flussufer grasen und entdecken einen Hammerkopfvogel, der Mühe hat seinen jüngsten Fang, einen riesigen Frosch, zu verschlingen.

Das Ende meiner Zeit in dieser Konzession bildet der Besuch des Savuti Camps, das wunderschön direkt an dem wieder wasserführenden Savuti Kanal liegt. Anschließend wartet wieder ein Sportflugzeug auf mich, das mich etwas weiter nach Westen in das Gebiet der Camps Lagoon und Lebala bringt.

Lagoon Camp

Beim Anflug zum Lagoon Camp erscheinen plötzlich zwei dunkle Punkte auf der Landepiste - ein Straußenpärchen! Statt direkt zu landen fliegt der Pilot gekonnt über die Tiere hinweg um sie zu vertreiben und bringt mich nach einer kurzen Schlaufe sicher zu Boden.

Das Lagoon Camp liegt an einem idyllischen Seitenarm des Kwando Flusses und auch hier kann man oftmals Tiere direkt vom Camp aus beobachten. Zur Begrüßung kommt eine Elefantenfamilie unweit des Camps zum Trinken an den Fluss.

Als wir am Nachmittag zur Pirschfahrt aufbrechen sind wieder Elefanten am Fluss, brechen jedoch gerade wieder auf um zurück in den Busch zu ziehen. Kurze Zeit später kommt uns eine Büffelherde von ca. 70-80 Tieren entgegen. Sie starren uns, wie Büffel es immer tun, grimmig an. Sie wirken unruhig und wir vermuten zunächst, dass etwas in der näheren Umgebung sie nervös macht, können aber keine Raubtiere ausmachen.

Vorbei an zwei majestätisch im Baum sitzenden Adlern gelangen wir in eine idyllische Ecke am Kwando Fluss. Hier wurde am Morgen eine Löwin gesichtet und tatsächlich entdecken wir sie nach kurzer Zeit faul im Schatten eines Busches liegen - ein Weibchen und zwei stattliche Männchen. Da sich nichts weiter tut ziehen wir weiter und es dauert nicht lange, bis wir einer Gruppe männlicher Pferdeantilopen begegnen. Sie sind hier recht selten und galoppieren bald durch die Büsche davon.

Nach einem Stopp mit Snacks und Getränken zum Sonnenuntergang beginnt die Nachtsafari. Zusätzlich zum Guide sitzt vorne an einem speziellen vor der Motorhaube angebrachten Sitz ein Späher, der bei Dunkelheit das Absuchen der Umgebung mit einem Schweinwerfer übernimmt. Dieses Prinzip erweist sich bald als erfolgreich, als wir zuerst zwei Hyänen und dann sogar eine seltene Zibetkatze erblicken. Letztere bleibt sogar einige Zeit in unserer Nähe, dass wir das schöne Tier in Ruhe beobachten können. Ein toller Abschluss eines weiteren, aufregenden Tages!

Am nächsten Morgen brechen wir wieder zur Pirschfahrt auf. Schon nach kurzer Zeit entdeckt der Guide frische Leopardenspuren im Sand. Allerdings haben wir von anderen Guides gehört, dass weiter im Süden gerade ein Rudel Wildhunde sehr agil sein soll. Die Linyanti Region ist für diese vom Aussterben bedrohten Raubtiere bekannt und wir wollen die Chance nicht verpassen, sie eventuell sogar zu Gesicht zu bekommen. Wie spannend es mit diesen tollen Tieren für mich noch werden sollte, konnte ich in dem Moment noch gar nicht ahnen!

Wir fahren also rasch weiter in Richtung Süden, als wir in einiger Entfernung eine große Staubwolke über einer Ebene hängen sehen. Das kann nur Eins bedeuten – Büffel! Es dauert nicht lange und wir können erst einzelne Tiere, dann die ganze Herde sehen. Sie ist noch größer als die vom letzten Tag! Doch auch hier verweilen wir nicht lange und setzen die Fahrt in Richtung der Wildhunde fort.

So schnell es die humpeligen Pisten erlauben fahren wir zu der uns genannten Stelle und tatsächlich, wir entdecken ein Rudel von vierzehn Hunden durch den Busch ziehen. Zunächst trotten sie eher gemächlich vor sich hin, doch dann geht es plötzlich ganz schnell. Der Vorderste hat zwei Warzenschweine entdeckt und als hätte es einen Startschuss gegeben, schießt das gesamte Rudel durch das hohe, trockene Gras den Warzenschweinen hinterher, die man in einiger Entfernung um ihr Leben rennen sieht. Wir haben Mühe mitzuhalten, aber die dunkelbraun gezeichneten Hunde verstreut durch das Gras flitzen zu sehen ist unheimlich aufregend! Kurz darauf hören wir Geraschel und dann das quieken einiger Wildhunde.

Als wir mit dem Rudel aufgeschlossen haben, stellt sich heraus: die Warzenschweine konnten entkommen, dafür hat es ein kleines Steinböckchen erwischt. Obwohl wir nur 15-20 Sekunden gebraucht haben, ist von dem Tier schon so gut wie nichts mehr übrig, so schnell haben sich die Hunde darüber her gemacht. Wir können sie im Anschluss noch einige Zeit lang in Ruhe beobachten, da sie sich nun in den Schatten legen um sich nach der Jagd etwas auszuruhen. Einige kommen sogar ganz nah an unser Fahrzeug heran. Sie scheinen nun wie normale Haushunde und es ist in diesem Moment schwer zu glauben, dass es sich hierbei nach Gorillas um die am meisten vom Aussterben bedrohte Art Afrikas handelt. Ich empfinde es als großes Privileg, Zeit mit diesen seltenen Tieren verbringen zu dürfen.

Wir treffen uns anschließend mit einem Guide vom Lebala Camp, das ca. 2-3 Stunden südlich des Lagoon Camps liegt und wo ich meine nächste Nacht verbringen werde.

Lebala Camp

Am Morgen hatten Guides hier eine Leopardin auf einem Baum ganz in der Nähe des Lebala Camps gesichtet. Als wir am Nachmittag daran vorbei fahren, liegt sie immer noch auf einem Ast hoch oben im Baum. Ich bin wieder einmal beeindruckt, wie elegant diese Tiere doch sind. Da es allerdings nicht danach aussieht, als würde sie sich in nächster Zeit vom Fleck bewegen, machen wir uns wieder auf den Weg in Richtung der Wildhunde. Sie sind immer noch am selben Platz und dösen im Schatten vor sich hin.

Langsam verzieht sich die Mittagshitze und als die Temperatur zu sinken beginnt, kommt wieder Leben in das Rudel. Sie ziehen durch den Busch, offenbar auf der Suche nach der nächsten Beute. Es ist schwer, ihnen querfeldein durch das unwegsame Gelände zu folgen. Plötzlich halten einige Hunde an und als wir näher kommen, sehen wir, wie sie am Boden etwas Dunkles beschnüffeln.

Wir können unser Glück kaum glauben, es ist ein Schuppentier! Durch den harten Panzer ist für die Hunde kein Durchkommen und so verlieren sie bald das Interesse. Wir lassen uns die Gelegenheit jedoch nicht entgehen und bleiben noch eine Weile bei diesem äußerst seltenen Reptil. Jetzt, wo die Hunde weg sind, beginnt es vorsichtig und nur wenige Schritte von uns entfernt wieder an durch das Gras zu kriechen. Was für ein Fund!

Anschließend machen wir uns wieder auf die Suche nach den Hunden und finden sie kurz darauf an einem ausgetrockneten Wasserloch wieder. Ihre Blicken sind alle auf einen nahestehenden Busch gerichtet und als wir näher kommen, entdecken wir ein junges Löwenmännchen, das sich dort zum Rasten hingelegt hat. Das Rudel knurrt den Löwen an und bald darauf verlässt dieser seinen Rastplatz und marschiert langsam davon. Die Hunde setzen ihm nach und bellen ihn an, ziehen sich jedoch immer wieder zurück, sobald sich das Männchen drohend umdreht.

So ein Löwe ist eben doch um einiges größer und stärker als ein Wildhund und solange er nicht davon rennt und sich damit eine Blöße gibt, traut sich auch kein größeres Rudel an ihn heran. Das sehen auch die Hunde bald ein und ziehen weiter in dichteren Mopane Wald. Es wird immer schwerer ihnen zu folgen und da wir an diesem Tag schon so viel mehr gesehen haben, als wir je erhoffen konnten, kehren wir um und machen uns auf den Rückweg zum Camp.

So wie ich diese Zeilen abends im meinem Zimmer schreibe, höre ich draußen plötzlich ein Knacken und Rascheln. Was ist da los? Ich mache das Licht aus, schleiche zur Tür und schiebe sie vorsichtig auf. Eine Elefantenmutter schreitet mir ihrem jungen nur wenige Meter vor meiner Terrasse vorbei! Sie laufen nahezu lautlos, können beim Fressen aber ganz schön Krach machen. Ich gebe keinen Ton von mir und beobachte diese eleganten Riesen im Mondlicht vor mir vorbeiziehen. Nachdem sie genug an den Büschen geknabbert haben, durchqueren sie mit lautem Rauschen den Wasserlauf vor dem Camp und verschwinden in die Dunkelheit.

Am nächsten Morgen geht die Fahrt durch idyllische Überflutungsebenen, auf denen zahlreiche Moorantilopen und Vögel nach Nahrung suchen. Im Astloch eines toten Baumes schläft eine Eule und auf einer Sandebene entdecken wir zwei Honigdachse, eine Mutter mit ihrem fast ausgewachsenen Jungen. Auf der Suche nach Essbarem trappeln sie langsam davon. Am späteren Vormittag legen wir eine Pause an einer Lagune voller grunzender Flusspferde ein. Ein kleines Krokodil döst in Ruhe am Ufer und ich genieße die friedvolle Stimmung mitten in Afrika.

Linyanti Bush & Linyanti Ebony Camp

Meine Zeit in Botswana neigt sich dem Ende zu und ich fliege zu meiner letzten Station, den beiden Camps Linyanti Bush und Linyanti Ebony, die beide nebeneinander direkt am Linyanti Fluss liegen.

Am Nachmittag gibt es hier eine Abwechslung zu den vielen Fahrten im Jeep: Mit dem Ponton-Boot geht es gemächlich den Linyanti Fluss entlang. Auf der einen Seite kommt der trockene Mopane Wald bis ans Ufer heran, auf der anderen Seite erstreckt sich der schier undurchdringliche Papyruswald der Linyanti Sümpfe. Wir sehen unzählige Vögel, darunter eindrucksvolle Fischadler und Gaukler und außerdem viele Elefanten, die wir beim Fressen, Trinken und Schwimmen beobachten können. Ein Sundowner im glühenden Rot der afrikanischen Abendsonne mit ein paar Snacks und einem Elefanten, der vor uns durch den Fluss schwimmt, krönt den idyllischen Nachmittag.

Nach dem Abendessen bringt mich der Manager zurück zu meinem Chalet. Eine Gruppe Elefanten hat sich jedoch in der Zwischenzeit im Camp verteilt und ein junger Bulle versperrt den Weg zu meinem Zimmer. Wir verlassen den Weg und gehen über Stock und Stein einen Umweg, über den ich dann sicher mein Quartier erreiche. Nach kurzer Zeit meine ich überall um mich herum Elefanten zu hören und kann die Silhouetten auch im Mondschein erkennen. Wieder einmal äußerst beeindruckend, mitten unter diesen riesigen Tieren zu sein.

Von der privaten Konzession geht es am nächsten Morgen in den Chobe Nationalpark, der nur ca. 15 Minuten Fahrt entfernt liegt. Am frühen Morgen ist es noch recht ruhig, doch sobald es etwas wärmer wird, kommen die Tiere aus dem trockenen Mopane Wald zum Trinken an den Linyanti Fluss. Riesige Elefantenbullen kreuzen unseren Weg und wir treffen auf eine Gruppe Giraffen. Ein älteres Männchen übt mit seinem Jungen spielerisch das Kämpfen, indem sie die Köpfe und Hörner in Richtung Körper des Anderen schwingen. Was jetzt noch fast witzig aussieht, wird für das Junge später zum bitteren Ernst, wenn es sich gegen Rivalen verteidigen muss.

Wir fahren weiter und machen noch eine ganz besondere Entdeckung: eine einzelne Pferdeantilope trinkt am Fluss. Sie sind relativ selten und äußerst scheu. Dennoch können wir sie eine Weile beobachten, bevor sie im Dickicht verschwindet. Dann führt uns die Fahrt auch schon wieder zurück ins Camp und nach einem leckeren Essen lassen wir den Abend am prasselnden Lagerfeuer ausklingen. 

Am nächsten Vormittag werde ich Botswana in Richtung Viktoria Fälle verlassen. 

Ich war nun schon einige Male in diesem Tierparadies und habe schon vieles gesehen. Ich hätte jedoch nie damit gerechnet, dass diese Reise wieder so viele neue, spannende und einmalige Erlebnisse für mich bereithält. 

Botswana ist und bleibt einfach eine der besten Safarigebiete Afrikas!

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