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Das erste Mal im Busch

Das erste Mal im Busch

Am 7.4.2017 begann unsere lange Reise, worauf ich schon so lange wartete, von Zürich aus. 10 Stunden später, also irgendwann am frühen Morgen, landeten wir in Johannesburg und es ging relativ zügig weiter zu unserem 1,5 stündigen Flug nach Maun. 

Danach ging es mit einer Cessna in das Okavango Delta, genauer gesagt nach Khwai. Dort, hoch oben in der Luft, sah ich mein erstes afrikanisches Tier, eine Giraffe. Jetzt freute ich mich umso mehr, endlich anzukommen und noch viel mehr Tiere zu sehen. 

Ein Guide erwartete uns bereits am Airstrip und wir fuhren in einem Safariauto durch dichten Busch bis zu unserem Camp an. 

Am nächsten Tag um 5.30h wurden wir von einem sehr deutlichem „Knock, Knock“ von unse¬rem Guide geweckt. 

Mit langer Hosen und Jacke bekleidet und mit Decke ausgerüstet (es war am Morgen sehr frisch) fuhren wir im offenen Safarifahrzeug und entdeckten wunderschöne Vögel, unter anderem einen Seeadler. Gleichzeitig ging die Sonne hinter dem Horizont auf und die ganze Landschaft brannte von der Morgenröte. 

Die ganze Tierwelt erwachte mit dem Sonnenaufgang und begrüsste uns. Viele Antilopen, Elefanten und Flusspferde begegneten uns – einfach unfassbar. Gegen 9.00 Uhr gab es auch eine kleine Pause mitten im Busch mit Essen und Trinken. 

Zurück im Camp erwartete uns ein leckeres Brunch mit sehr vielem Essen, wovon ich gerne und genüsslich aß. 

Um 15.30 Uhr gab es Kaffee, Tee und Kuchen und Snacks, denn um ca. 16.00 Uhr ging es dann wieder auf Safari und ich freute mich schon sehr. Noch dachte ich mir, es kann nicht mehr schöner werden.

Als die Sonne langsam unterging und die Wolken lila wurden, suchten wir ein schönes Plätzchen und gönnten uns ein sogenannten „Sundowner“. Mit einem Ginger Ale und ein bisschen Cheddar Käse war ich wunschlos glücklich und genoss den Sonnenuntergang. Zurück im Camp gab es direkt ein dreigängiges Abendessen mit sehr exotischen Sachen. 

Die nächsten zwei Tage blieben wir noch im gleichen Camp und am dritten Tag machten wir uns auf die Reise zum nächsten Camp.

Als wir dort ankamen, mussten wir erst einmal durch eine riesig grosse Pfütze mit dem Auto fahren, was ich unglaublich cool fand. Von den Angestellten im Camp wurden wir mit einem Willkommenslied begrüsst und uns wurde das Camp gezeigt. Da es dort viel mehr Leute hatte, mussten wir uns hier integrieren, doch es war lustiger als erwartet. 

Zugleich konnte ich mein Englisch ein bisschen verbessern. Der Tagesablauf in unserer neuen Unterkunft war ziemlich genau der Gleiche. Manchmal aber machten unsere Guides Überstunden, da ich unbedingt einen Löwen sehen wollte.

So suchten wir bei gefühlten 50 C° nach diesem Löwen mitten im Busch. Leider wurden wir nicht fündig und begaben uns so wieder auf eine andere Route. Doch ganz unerwartet auf unserer Heimreise ins Camp, fanden unsere Guides frische Löwenspuren.

Und da, plötzlich lief ein hinkender Löwe vor uns! Das war unglaublich, weil dieser Löwe ca. 5 m vor uns lief und sich nichts anmerken liess. So ging natürlich unsere ganze Aufmerksamkeit auf diesen Löwen und wir staunten alle.

Natürlich waren alle Tiere sehr toll, aber am meisten gefiel mir der Leopard, den wir ganz alleine beobachten durften. Sie hatte in ihrem Versteck sogar noch eine tote Antilope. Das war wirklich unglaublich! Doch lange blieben wir nicht alleine, bei solch einem tollen Leoparden und ein anderes Auto gesellte sich zu uns.

Die Reise nach Afrika war so faszinierend, denn nicht nur Flora und Fauna beeindruckten mich, sondern auch die Menschen, die dort mitten im Busch so völlig von der Welt abgeschnitten leben.

So konnte ich in dieser Woche auch einmal völlig abschalten und mich nur meinem Buch und der Landschaft widmen. Afrika möchte ich unbedingt noch einmal bereisen und noch viel mehr von diesem exotischen Kontinent entdecken.

Wir hatten es unglaublich lustig und ich empfehle es jedem, der gerne in der Natur ist und eine andere Kultur kennenlernen möchte. 

Valeria

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