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Beeindruckendes Simbabwe

Beeindruckendes Simbabwe

Mehr als nur die Viktoria Fälle

Viktoria Fälle

Nach den eindrucksvollen Tagen in Botswana führt mich meine Reise weiter nach Simbabwe. Von der Linyanti Region fliege ich nach Kasane und weiter nach Victoria Falls. Wir haben Glück und unser Pilot bekommt von der Luftüberwachung die Erlaubnis, direkt über die Viktoria Fälle zu fliegen. Der Wasserstand des Sambesi Flusses hat dieses Jahr schon sehr früh abgenommen und auf der sambischen Seite tröpfelt es nur noch von der Abbruchkante. Der Hauptarm fließt allerdings auf der simbabwischen Seite hinunter und so ist hier der Blick aus der Luft auf das tosende Wasser und die tiefen Schluchten noch wirklich spektakulär.

Auch vom Boden aus bietet das herabstürzende Wasser einen tollen Anblick. Hinzu kommen noch das mächtige Rauschen und der wundervolle Regenbogen, der sich in der Gischt der Fälle bildet. Zudem sind weniger Touristen unterwegs, als ich in dieser beliebten Reisezeit erwartet hätte, und man kann die verschiedenen Aussichtspunkte in Ruhe genießen.

Ich übernachte im stillvollen Victoria Falls Hotel, das zwar einen großen Kontrast zu der Abgeschiedenheit der Safaricamps bietet, mit seinem guten Service und dem kolonialen Flair jedoch auf jeden Fall auch etwas für sich hat.

Am nächsten Morgen werde ich abgeholt nach ca. 2 ½ Stunden Fahrt auf guter Teerstraße in südlicher Richtung erreichen wir den Hwange Nationalpark. Er grenzt an Botswana und ist wie der Chobe Nationalpark unter anderem für seine große Elefantenpopulation bekannt. Dafür gibt es hier wesentlich weniger Unterkünfte als im Nordosten Botswanas und vor allem wenn man in einem der tollen Safaricamps innerhalb des Parks übernachtet, kann man den Tierreichtum fast vollkommen ungestört genießen.

Davison’s Camp, Hwange Nationalpark

Mein erstes Ziel ist das Davison’s Camp. Es liegt tief innerhalb des Parks und umso näher wir dem Camp kommen, umso größer wird die Tierdichte. Elefanten, Zebras und Giraffen sind fast überall zu sehen und an einem Wasserloch entdecken wir eine einzelne Pferdeantilope. Einige Minuten später kommen wir an zwei Löwenmännchen vorbei, die faul im Gras liegen.

Kurz darauf, erreichen wir das Davison’s Camp und nach einer kurzen Erfrischung geht es noch einmal in den Busch. Am Wasserloch direkt vor dem Camp beobachten wir eine Herde Elefanten beim Trinken. Viele wälzen sich im Schlamm und bedecken sich danach mit Staub, um sich vor Sonne und Insekten zu schützen. Besonders die Jüngeren beim Schlammbad zu beobachten ist äußerst unterhaltsam. Sie werfen sich auf den Rücken, rollen herum und tapsen unbeholfen durch den Matsch.

Wir verlassen das lustige Schauspiel und begeben uns weiter auf Erkundungstour durch den Park. Auf einer großen Ebene grasen friedlich Zebras. Kurz darauf taucht sogar eine kleine Gruppe Rappenantilopen auf. Es sind wunderschöne, äußerst anmutige Tiere. Sie sind recht selten, hier im Hwange gibt es jedoch eine recht gute Population. Trotzdem sieht man sie nicht alle Tage und wir freuen uns über die Begegnung.

Eine andere Grasebene hat unser Guide als Platz für den Sundowner im Sinn, allerdings ist dieser schon belegt! Drei Löwen liegen verteilt im Gras und überblicken die offene Gegend. Es scheint alles ganz ruhig, bis plötzlich ein Warzenschwein zum Trinken an ein nahegelegenes Wasserloch kommt. Der nächstgelegene Löwe, ein junges Männchen, wird aufmerksam und drückt sich in das Gras, um nicht entdeckt zu werden. Es schiebt sich einige Meter nach vorne, die Hinterläufe angespannt. Allerdings liegt einige Entfernung zwischen ihm und dem Warzenschwein und das Gras wird bald so kurz, dass es keine Deckung mehr bietet. Der Löwe sieht ein, dass ein Versuch bei der Distanz reine Energieverschwendung wäre und so trippelt das Warzenschwein kurz darauf ungeschoren und unwissend ob der Gefahr davon.

Unseren Sundowner genießen wir dann an einer anderen Stelle in der Nähe eines Wasserlochs voller Flusspferde. Die Dunkelheit bricht herein und wir betrachten die Silhouetten von Elefanten, die ganz nah an uns vorbei ziehen. Die Flusspferde machen sich langsam grunzend auf den Weg, um in der Nacht zu grasen.

Am Morgen geht es zu einem anderen Camp in der Region – Little Makalolo. Direkt vor dem Camp treffen wir auf eine kleine Gruppe männlicher Büffel. Sie schauen, wie immer, grimmig drein. Unser Guide bringt es auf den Punkt: sie würden einen immer ansehen, als schulde man ihnen Geld! Von Little Makalolo aus erreichen wir bald eine große, offene Ebene. Neben Zebras, Warzenschweinen und Schakalen grasen hier auch einige Elenantilopen. Es ist die größte Antilopenart, deren Männchen bis zu einer Tonne schwer werden können. Entsprechend beeindruckend ist der Anblick dieser Tiere.

Somalisa Camp, Hwange Nationalpark

Nächstes Ziel ist das Somalisa Camp. Als wir dort ankommen, können wir unseren Augen kaum trauen. Eine Herde Elefanten, bestimmt 40 - 50 Tiere, steht direkt am Wasserloch vor dem Camp. Etliche suhlen sich im Matsch und einige trinken sogar aus dem Pool direkt am Camp. Ein wirklich beeindruckender Empfang! Wir bahnen uns vorsichtig den Weg zum Camp und müssen auch beim Gang zum Zimmer Ausschau halten, da die Elefanten mitten durch das nicht umzäunte Camp wandern.

Auf der Pirschfahrt am Nachmittag erklärt uns der Guide viel über Spuren und Pflanzen. Er entdeckt oftmals schon aus einiger Entfernung unglaublich gut getarnte Vögel, wie zum Beispiel eine kleine Nordbüscheleule, die sich durch die weiße Zeichnung des Gesichts erkennen lässt, oder einen schönen Fleckenuhu. Wir haben manchmal Schwierigkeiten die Vögel zu sehen, obwohl uns der Guide genau beschreibt, wo sie im Baum sitzen. Es ist einfach immer wieder unglaublich, wie gut die Augen der Guides sind und was sie im Busch alles entdecken.

Wieder an einem Wasserloch machen wir halt, um den Sonnenuntergang zu genießen. Und wie am Vorabend können wir dabei wieder zahlreiche Elefanten beim Trinken und Suhlen beobachten. Der Staub, den sie nach dem Bad im Wasser auf sich werfen, schimmert im Abendlicht rosa und es herrscht eine wundervolle, friedliche Stimmung.

Am nächsten Morgen werden wir früh vom Plantschen der Elefanten im Wasserloch vor dem Camp geweckt. In der Nacht hatte unser Guide Löwen brüllen hören, allerdings in einiger Entfernung. Wir machen uns auf die Suche und finden schon bald frische Spuren auf der sandigen Piste. Sie hatten offenbar einige Entfernung zurückgelegt. Immer wieder hält unser Guide an, um den Weg der Löwen anhand der Spuren zu verfolgen. Er zeigt uns, wo sie sich zur Rast niedergelegt hatten und tippt auf zwei Weibchen und zwei Männchen.

Kurze Zeit später blitzt im Busch goldgelbes Fell auf – wir haben die Gruppe gefunden! Es waren zwei Weibachen und drei Männchen – unser Guide lag nah dran! Da es noch recht früh am Morgen ist und die Temperaturen noch nicht zu hoch sind, streifen die Löwen auf der Suche nach potentieller Beute durch das Gras. In der näheren Umgebung ist es jedoch recht ruhig und bald verschwinden sie im Dickicht, wohin wir ihnen nicht folgen können. So lassen wir sie in Ruhe ziehen.

Kanga Camp, Mana Pools Nationalpark

Meine Zeit im Hwange Nationalpark ist leider schon zu Ende, es gäbe mit Sicherheit noch viel mehr zu entdecken. Ein Sportflugzeug bringt mich zur letzten Station meiner Reise, dem Mana Pools Nationalpark im Norden des Landes am mächtigen Sambesi Fluss, der Grenze zu Sambia.

Die meisten Camps liegen hier direkt am Sambesi Fluss. Ich verbringe die erste Nacht jedoch im Kanga Camp, das als einziges tief im Hinterland des Parks liegt. Ein Wasserloch direkt vor dem Camp ist in der Trockenzeit weit und breit die einzige Wasserquelle und zieht viele Tiere an. Wie spannend dadurch die Tierbeobachtung direkt vom Camp aus ist, sollte ich später noch erfahren.
Schon bei der Ankunft unterhält uns eine große Bande Paviane, die um das Camp herum tollt. Über die Mittagszeit kommen außerdem noch Zebras, Warzenschweine, Impala Antilopen und ein Buschbock zum Trinken ans Wasser.

Am Nachmittag begeben wir uns mit dem Fahrzeug auf Erkundungstour. Jetzt, gegen Ende der Trockenzeit, halten sich jedoch die meisten Tiere in der Nähe des Sambesi Flusses auf und in der Umgebung des Camps ist es recht ruhig. Hier und da grasen ein paar Impalas und in den Bäumen zwitschern verschiedenste Vögel. Oftmals werden auch in dieser Zeit Wildhunde in der Gegend gesehen, heute lassen sich diese jedoch nicht blicken. So fahren wir mit Einbruch der Dunkelheit zurück ins Camp und ich schließe innerlich den Safaritag für mich ab – was sich jedoch als Fehler herausstellt!

Nach einem wunderbaren Abendessen auf dem offenen, auf Stelzen erbauten Deck setzen wir uns ans Lagerfeuer und blicken in die Dunkelheit. Mit zwei Scheinwerfern kann man das Wasserloch und das Ufer nach Bewegung absuchen. Und plötzlich erscheint etwas im Lichtkegel! Ein Leopard schleicht lautlos zum Trinken ans Wasser. Immer wieder schaut sich die scheue Raubkatze um und verschwindet dann wieder in der Nacht. Doch das sollte noch nicht alles gewesen sein. Neben einigen Elefanten kommen später nach ein Hyäne, drei Büffel und sogar eine Löwin an das Wasserloch. Für die relativ ruhige Pirschfahrt am Nachmittag werden wir heute Abend im Camp mehr als entschädigt!

Am nächsten Morgen machen wir uns auf in Richtung Sambesi Fluss, der eine gute Stunde Fahrt entfernt liegt. Während der Busch um das Kanga Camp herum zum Teil relativ dicht ist, wird hier die Vegetation wesentlich lichter. Unter vereinzelt stehenden Bäumen gibt es kaum Büsche und so kann man den Blick weit schweifen lassen. Hier ist es wesentlich lebendiger als im Hinterland. Zahlreiche Impala Antilopen und Wasserböcke grasen friedlich, Elefanten sammeln von Bäumen gefallene Früchte auf und einige Büffel ziehen stampfend vorbei. Zwischen den zahlreichen Kudu Antilopen entdecken wir auch wieder die riesigen Elenantilopen.

Inmitten dieser Idylle liegen im Schatten eines großen Baumes einige Löwen. In dieser offenen Landschaft können die Antilopen sie aus einiger Entfernung sehen und so gibt es für sie gerade keine gute Gelegenheit zum Jagen. Wir lassen sie hinter uns und legen einen Stopp an einem großen Pool ein.

Der Park ist nach vier großen Pools benannt („mana“ bedeutet in der lokalen Sprache Shona vier), die in der Nähe des Flusses im Hinterland liegen. Zwei davon trocknen im Winter aus, die anderen beiden führen ganzjährig Wasser. Wir vertreten uns an einem der beiden die Füße und beobachten einige Krokodile, die dösend am Wasser liegen. Ganz unerwartet taucht am anderen Ufer ein Flusspferd auf und plumpst mit Getöse ins Wasser.

Es ist schon früher Nachmittag, als wir zurück ins Camp kommen und so beschließen wir, den restlichen Tag dort zu verbringen. Es ist wunderbar, ganz in Ruhe bei einem kühlen Getränk das Treiben am Wasserloch zu beobachten. Kudu und Impala Antilopen kommen zum Trinken, Elefanten suhlen sich im Marsch und ein Pärchen Fischadler sitz in eine nahestehenden Baum.

Ruckomechi Camp

Nach einem späten Frühstück, was hier ca. 8.00 Uhr bedeutet, geht es per Fahrzeug zum nächsten Camp: Ruckomechi. Es liegt wunderschön direkt am Sambesi Fluss in einer privaten Konzession. Kurz vor dem Camp, habe ich erneut unheimlich viel Glück mit der Wildbeobachtung. Wir entdecken die äußerst seltenen Nyala Antilopen – ein Männchen und drei Weibchen. Es ist erst das zweite Mal, dass unser Guide die schönen und gleichzeitig scheuen Tiere in dieser Saison zu Gesicht bekommt. Gebannt beobachten wir, wie sie vor uns den Weg überqueren und dann im Busch verschwinden.

Im Camp angekommen, gibt es ein frisches, leckeres Mittagessen und während wir in Ruhe am Tisch sitzen, ziehen Elefanten direkt am Camp vorbei. Ein riesiger Bulle kommt die Uferböschung hinauf und wandert seelenruhig direkt durch das Camp. Da er nach dem Essen immer noch in der Nähe frisst, muss ich auf dem Weg zu meinem Zimmer einen kleinen Umweg machen, um ihm nicht zu nahe zu kommen.

Nachmittags unternehmen wir eine Bootsfahrt auf dem Sambesi Fluss. Mit dem äußerst leisen Pontonboot auf diesem mächtigen Strom unterwegs zu sein ist einfach wundervoll. Man kommt nahe an grasende Elefanten, Wasserböcke und unzählige Flusspferde heran. Krokodile von immenser Größe gleiten von den Sandbänken ins Wasser und die Vogelvielfalt ist einfach unglaublich. Langsam treiben wir an einer großen Kolonie von Bienenfressern vorbei, die ihre Nester in kleinen Höhlen in die Sandbänke gebaut haben. In großen Schwärmen sitzen sie auf nahegelegenen Bäumen und steuern mit großer Präzision auf die kleinen Löcher der Nester zu.

Auf einer Sandbank genießen wir einen Sundowner, während die Sonne sich in den leichten Wellen des Sambesis spiegelt und ein wundervolles Farbenspiel abgibt. Per Fahrzeug geht es anschließend in der Dämmerung zurück zum Camp und wir können kaum glauben, wie vielen Tieren wir in diesen wenigen Minuten begegnen. Elefanten, Impala und Kudu Antilopen, Zebras, Warzenschweine, Wasserböcke und sogar Elenantilopen treffen wir an diesem idyllischen Abend an. Ruckomechi ist umgeben von Tieren, egal wohin man schaut.

Früh am Morgen - es ist noch dunkel draußen - ist das markante Brüllen von Löwen zu hören. Der Lautstärke nach zu urteilen sind sie nicht allzu weit weg. So begeben wir uns nach einem kurzen Frühstück auf die Suche – und wir haben Glück: nur 700 - 800 m vom Camp entfernt liegen zwei Weibchen mit zwei Jungen im Schatten eines Baumes am Rande einer großen Überflutungsebene. Sie haben nachts in der Gegend herum gejagt, jedoch ohne Erfolg. Den Tag werden sie nun dösend und schlafen im Schatten verbringen, bevor sie in der nächsten Nacht wieder ihr Glück versuchen.

Unsere weitere Fahrt führt uns durch verschiedenste Landschaften: von den weiten Ebenen am Sambesi, durch dichten Busch, trockene Mopanewälder und ausgetrocknete, sandige Flussbetten. Wir begegnen einer großen Herde Büffel, kommen einem alten, großen Elen-Bullen erstaunlich nah und in der Nähe eines Seitenarmes des Sambesis flitzen drei große Wassermangusten durch das grüne Gras.

Zurück im Camp wird dies geradezu von Elefanten belagert. Ganz vorsichtig fährt unser Guide zwischen den grauen Riesen hindurch und muss öfters anhalten und warten, bis diese gemächlich den Weg frei machen. Endlich angekommen, muss ich wieder einmal einen Umweg zu meinem Zelt gehen, da direkt neben dem Hauptweg zwei Elefanten in Ruhe fressen.

Auf der Pirschfahrt am Nachmittag statten wir zunächst den Löwen wieder einen Besuch ab. Sie liegen nur wenige Meter von der Stelle entfernt, wo wir sie am Morgen zurück gelassen haben. Doch schon kurz nach unserer Ankunft kommt Bewegung in das Rudel. Sie trotten langsam in Richtung einer mit dichtem, hohem Gras bewachsenen Ebene.

Dahinter wird es wieder lichter und auf dem kurzen Gras halten sich zahlreiche Impalas sowie Zebras, Wasserböcke und Warzenschweine auf. Da die Deckung durch das dichte, hohe Gras hervorragend ist, erwarten wir, dass sich die Löwen anschleichen und eines der Tiere ins Visier nehmen. Sie geben sich jedoch keine allzu große Mühe unentdeckt zu bleiben und so sind schnell die ersten Alarmrufe der Antilopen zu hören, woraufhin alle davon flitzen. Anscheinend sind die Löwen noch nicht sehr hungrig, sonst hätten sie diese Möglichkeit mit Sicherheit besser genutzt.

Durch ein malerisches, trockenes Flussbett setzen wir unsere Erkundungstour fort. Die Impalas glänzen in der späten Nachmittagssonne, stolze Kudu Antilopen ziehen vor uns vorbei und eine Mangusten-Familie sprintet ins Unterholz.

Genau zum richtigen Zeitpunkt erreichen wir wieder das Flussufer. Die Sonne steht tief am Himmel und leuchtet unheimlich intensiv. Als Überraschung ist nur wenige Meter vom Ufer des mächtigen Flusses ein wunderbarer Sundowner vorbereitet. Ein kleines Lagerfeuer, Laternen, Stühle, eine kleine Bar und leckere Snacks erwarten uns – und das alles mit Zebras, Impalas und zum Grasen aus dem Wasser kommenden Flusspferden im Hintergrund. Als die Sonne vollends hinter dem Horizont verschwindet können wir den atemberaubenden Sternenhimmel bestaunen – ein perfekter Abend!

Vundu Camp

Ich verlasse das Gebiet von Ruckomechi und eine Fahrt quer durch den Park bringt mich zum Vundu Camp, das ebenfalls direkt am Fluss liegt und einen tollen Blick auf den breiten Strom bietet. In der Umgebung des Camps gibt es unzählige Impalas und Paviane. Außerdem treffen wir immer wieder auf vereinzelte Elenantilopen, die sich durch ihre Größe deutlich von den restlichen Huftieren abzeichnen. Dann entdeckt unser Guide frische Löwenspuren im Sand – wohl ein großes Männchen!

Die Spur zweigt nach kurzer Zeit vom Weg ab und da wir hier mit dem Fahrzeug nicht querfeldein fahren dürfen bleibt nur eins, wir setzen die Pirsch zu Fuß fort! Trotz der vollkommen offenen Fahrzeuge ist es doch noch einmal etwas anderes, völlig ohne Schutz in dieser Wildnis unterwegs zu sein. Man fühlt sich der Natur wesentlich näher und sieht die Tiere aus einem ganz anderen Blickwinkel. Neben den üblichen Antilopen und Affen sehen wir Mangusten davon huschen, Papageien in den Baumkronen sitzen und betrachten ein altes Flusspferd-Skelett. Die Spur des Löwen verschwindet irgendwann auf festerem Boden, aber auch ohne die Raubkatze gefunden zu haben, ist eine Wanderung durch den Busch immer wieder spannend.

Am nächsten Morgen werde ich nicht durch den üblichen Wake-Up-Call geweckt, sondern durch das laute Geheule von Hyänen, die offenbar ganz in der Nähe des Camps sind. Beim Frühstück vermuten die Guides eine Auseinandersetzung von Wildhunden und Hyänen in der letzten Nacht. Wahrscheinlich hatten die Hunde Erfolg bei der Jagd und die Hyänen versuchten ihnen die Beute streitig zu machen. Bevor wir aufbrechen, führt mich mein Guide jedoch zuerst noch zu einem der Zeltchalets auf der anderen Seite des Camps. Ich frage ihn, wohin wir gehen und er meint nur, er wolle mir jemanden vorstellen. Ich verstehe gar nichts...

Plötzlich aber höre ich das Knacken und Geraschel von Ästen und dann sehe ich ihn unheimlich nah im Busch stehen: einen alten, riesigen Elefantenbullen! Aufgrund seiner mächtigen Stoßzähne wird er „Tusker“ genannt, nach dem englischen Wort „tusk“ für Stoßzahn. Mein Guide erzählt mir, dass er regelmäßig das Camp besucht und sich daher in der Nähe von Menschen sehr ruhig verhält. Trotzdem steigt mein Adrenalin-Spiegel mächtig an, als er nur wenige Meter von uns entfernt Blätter von den Ästen zupft.

Nach dieser beeindruckenden Begegnung machen wir uns im Jeep auf die Suche nach den Wildhunden. Wir finden viele Spuren, jedoch zunächst keine Hunde. Eine Gruppe von Elefantenbullen erweckt die Aufmerksamkeit meines Guides. Er erkennt einen von ihnen wieder. Sein Spitzname ist „Handstand“. Im Mana Pools Nationalpark gibt es viele karge Ebenen, wo nur vereinzelt Bäume stehen. Um an die Blätter weiter oben in den Baumkronen heran zu kommen, haben einige Elefanten gelernt, sich auf die Hinterbeine zu stellen. Im Moment frisst er jedoch nur Blätter vom Boden und die kleine Gruppe zieht langsam von der Straße weg. Da bleibt wieder nur eine Option – wir folgen zu Fuß!

Wir gehen einen größeren Bogen, um nicht direkt in die Elefanten zu laufen, und warten hinter einem Busch auf die Gruppe. Sie kommen immer näher und Handstand stapft auf einen großen Baum zu. Wir können kaum glauben, dass wir dieses Schauspiel tatsächlich zu Gesicht bekommen könnten. Doch dann schaut Handstand nach oben, verlagert sein Gewicht nach hinten und tatsächlich, er hievt seinen gewaltigen Körper nach oben, die Vorderbeine in die Luft gestreckt und bricht mit lautem Knacken einen großen Ast voller Blätter ab. Was für ein Anblick! Kurz darauf wiederholt er das ganze sogar noch einmal, bevor er langsam weiter zieht.

Hinter ihm kommen die etwas jüngeren Bullen hinterher. Sie sind nicht ganz so entspannt und kommen neugierig näher. Wir ziehen uns hinter einen umgefallenen Baumstamm zurück, doch Schritt für Schritt kommt ein junger Bulle weiter auf uns zu. Als die Entfernung nur noch 6 - 7 m beträgt, räusperte sich unser Guide laut, stellte sich genau in das Blickfeld des Elefanten und redet auf ihn ein. Mir stockt der Atem. Kurz vorher hat er uns noch einmal den wichtigsten Grundsatz beim Zusammentreffen mit Elefanten zu Fuß eingeschärft: bloß nicht wegrennen! Ich muss zugeben, das fällt mir gerade schon ein bisschen schwer. Der Bulle schüttelt den Kopf, schlackert mit den Ohren und trompetet in unsere Richtung. Wir stehen mucksmäuschenstill da und ich spüre mein Herz klopfen.

Das ist kein alter, entspannter Elefantenbulle, sondern ein Teenager, der sich beweisen will. Nach einigen Sekunden, die mir wie eine Ewigkeit vorkommen, schüttelt er noch einmal kräftig den Kopf, wendet sich dann ab und folgt dem Rest der Gruppe, die bereits weitergezogen war. Ich habe das Gefühl, erst jetzt wieder richtig atmen zu können und erst als wir wieder im Fahrzeug sitzen, geht der Adrenalinspiegel langsam runter. Spannender kann es jetzt wirklich nicht mehr werden, dachte ich in diesem Moment, und sollte wieder falsch liegen.

Wir fahren weiter durch den Park und erreichen den Rand eines dichten Mopanewaldes. Dort hinein führen keine Wege, aber genau in diese Richtung zeigen die Spuren von Wildhunden, die unser Guide im sandigen Weg entdeckt. Also heißt es wieder einmal raus aus dem Jeep und zu Fuß auf die Pirsch. Es ist mittlerweile kurz vor 10 und die Sonne brennt auf die trockene Erde herunter. Die Blätter von den Mopanebäumen spenden kaum Schatten. Eine halbe Stunde gehen wir in schnellem Schritt in den Wald hinein. Hier und da gibt es dichteres Buschwerk, so dass man nicht immer weit sehen kann. Plötzlich hören wir ein Knacken und Rascheln, wie es nur von Elefanten beim Fressen kommen kann. Und dann auf einmal ein lautes Trompeten, ganz nah hinter den nächsten Büschen.

So ein Trompeten geben Elefanten nur von sich, wenn sie sehr aufgeregt sind. Da unser Guide sich sicher ist, dass die Elefanten uns noch nicht entdeckt haben, könnte etwas anderes der Grund sein: die Wildhunde! Wir müssen jetzt extrem vorsichtig sein, denn bei diesen Elefanten handelt sich um Weibchen, die wesentlich weniger berechenbar und viel gefährlicher sind als die Bullen. Unser Guide wirft etwas Staub auf, um zu sehen in welche Richtung der Wind weht. Wir wollen von den Elefanten nicht entdeckt werden!

Leise schleichen wir in einem Bogen um die Elefanten herum und da, ganz plötzlich springen hinter einem großen Termitenhügel drei Wildhunde hervor, vielleicht 12, 13 Meter vor uns. Sie halten innen, schauen uns kurz an, und verschwinden dann schnell im immer dichter werdenden Busch. Unserem Guide ist es jetzt zu heikel, den Hunden dorthin zu folgen. Aber wir sind auch so schon dankbar für dieses weitere Abenteuer und machen uns auf den Rückweg zum Fahrzeug, voller Vorfreude auf ein kaltes Wasser und eine erfrischende Dusche, die uns später im Camp erwartet.

Kanu- und Wandersafari

Am frühen Nachmittag geht dann das Abenteuer weiter: die nächsten zwei Tage werde ich den wilden Sambesi Fluss vom Kanu aus erleben! Wir fahren ein Stück flussaufwärts zum Einstiegspunkt und nach einer ausführlichen Einweisung geht es los. Die Strömung ist recht stark, so dass man kaum paddeln muss und die Stille wunderbar genießen kann.

Schon bald steuern wir auf einen großen Pool von Flusspferden zu, es sind bestimmt 40 Tiere auf kleinstem Raum. Sie halten sich kurz hinter der Abzweigung eines Seitenarms auf, in den wir hinein wollen. Wir müssen aufpassen, die Kurve auch tatsächlich zu bekommen, sonst treibt uns die Strömung direkt auf die Flusspferde zu. Aber unter der professionellen Führung geht alles gut. Die Seitenarme sind wesentlich enger als der Hauptstrom und hier kann man den Flusspferden kaum ausweichen.

Bald treffen wir auf einen einzelnen Bullen, der unter taucht sobald wir ihm näher kommen. Jetzt über ihn drüber zu fahren wäre viel zu riskant. Also warten wir ab, aber er zeigt sich länger nicht mehr. Unser Guide lässt das Paddel auf das Wasser klatschen, um ihn zu verscheuchen, aber es zeigt keine Wirkung. Dann bleibt nur noch eins: die Kanus aus dem Wasser ziehen, um an Land an ihm vorbei zu kommen. Gerade als wir ans Ufer klettern wollen, taucht es mit einem Prusten auf, steigt aus dem Wasser und gibt so widerwillig den Weg frei. So bleibt uns das mühsame Schleppen der Kanus doch noch erspart.

Lautlos gleiten wir weiter und kommen ganz nah an Elefanten heran, die uns, wenn überhaupt,  erst sehr spät bemerken. So bekommen wir die einmalige Gelegenheit, diese beeindruckenden Tiere zu beobachten wenn sie sich völlig ungestört fühlen. So sehen wir zum Beispiel einen jüngeren Bullen im Liegen dösen. Würden wir ihn zu Fuß oder im Fahrzeug antreffen, wäre er niemals so entspannt.
Etwas später bemerkt unser Guide eine Bewegung am Ufer – es ist eine Löwin! Durch das Fernglas erkennen wir, dass sie ein Warzenschwein gerissen hat. Wir haben großes Glück, denn so etwas vom Wasser aus beobachten zu können ist äußerst selten.

Kurz darauf erreichen wir unser Camp. Eine Dusche, Snacks und Getränke warten schon auf uns. Wir sitzen auf bequemen Stühlen am Fluss, bevor es ein leckeres Abendessen gibt und wir anschließend in unseren Zelten beim Grunzen der Flusspferde einschlafen.

Da es von unserem Camp nicht weit bis zu dem Punkt ist, wo wir am letzten Tag vom Wasser aus die Löwin gesehen haben, machen wir uns am Morgen zu Fuß in diese Richtung auf. Wir finden das Warzenschwein, besser gesagt die Überreste, und schauen uns in der Umgebung genauer um. Plötzlich sehen wir ganz frische Spuren im Sand und lassen aufmerksam unsere Blicke schweifen. Dann ruft unser Guide auf einmal „runter! runter!“ und wir ducken uns schnell hinter einen Busch. Wir starren in die Richtung, in die sein Finger zeigt und tatsächlich können wir die Löwin tief im Busch erblicken. Wie aufregend!

Sie läuft auf eine kleine Ebene mit hohem Gras zu und verschwindet darin. Wir umrunden die Ebene und laufen auf der anderen Seite entlang. Unsere Blicke sind auf das Gras gerichtet, da wir vermuten, dass sie dort irgendwo wieder heraus kommt. Wie sich zeigen sollte, haben wir aber die Geschwindigkeit der Löwin unterschätzt! Wir sind zu fünft, der Guide ganz vorne, ich ganz hinten. Wir laufen langsam durch das offene Gelände, links von uns leichtes Buschwerk, rechts  von uns die Grasebene, die wir immer im Auge behalten.

Durch Zufall lasse ich meinen Blick auch einmal nach links schweifen und mein Herz bleibt fast stehen, als ich die Löwin plötzlich im Busch liegen sehe. Entfernung: vielleicht 10 Meter – viel zu wenig. Für den Bruchteil einer Sekunde schaue ich ihr genau in die bernsteinfarbenen Augen. Noch ist sie vollkommen ruhig. Ich wende meinen Blick schnell ab und tue so, als hätte ich sie nicht gesehen. Solange sie sich unentdeckt wähnt und wir nicht noch näher kommen, wird sie ruhig bleiben. Ich schließe zu unserem Guide auf und bedeute ihm als erstes, jetzt nicht stehen zu bleiben. Dann deute ich vorsichtig in Richtung der Löwin.

Wir drehen nach rechts ab und machen einen Bogen, um größere Distanz zu ihr zu bekommen. Dann bleiben wir hinter Büschen stehen und beobachten sie vorsichtig. Noch immer sollten wir ihr besser nicht zu verstehen geben, dass wir sie entdeckt haben. Kurz darauf ziehen wir uns weiter zurück und gehen, mit immer noch klopfendem Herzen, zurück zum Camp.

Nach einer kurzen Rast steigen wir in unsere Kanus und fahren weiter den Sambesi hinab. Überall ist wieder das Grunzen der Flusspferde zu hören und unser Guide hält genau Ausschau, damit wir ihnen nicht zu nahe kommen. Eine Zeit lang geht es den großen Hauptstrom entlang, dann halten wir auf einige Inseln zu. Ein kleiner Flusslauf führt durch sie hindurch. Er ist flach und höchstens 4-5 Meter breit. Durch das hohe Gras können wir weder das sambische, noch das simbabwische Ufer sehen. Hier herrscht eine unglaubliche Idylle. Wir entdecken zahlreiche Goliathreiher, Nilgänse, Ibisse und viele andere Vögel. Elefanten fressen sich durch das Gras und in einiger Entfernung können wir sogar Büffel entdecken. Wir lassen uns größtenteils einfach nur treiben und genießen die wunderbare Natur. Kein unnatürliches Geräusch ist zu hören, nur das leise Plätschern des Wassers, das Zwitschern der Vögel und das entfernte Grunzen der Flusspferde.

Zum Mittag machen wir Halt auf einer anderen Insel im Fluss. Ein kleiner Tisch und Stühle werden aufgebaut und wir stärken uns mit frischen Salaten, Fleischklößen und Brötchen. Am simbabwischen Ufer beobachten wir dabei eine kleine Gruppe Elefanten, wie sie zum Trinken an den Fluss kommt.

Nach einer erholsamen Rast geht es wieder auf den Fluss. Wir erreichen eine Stelle mit einer Insel zu unserer Linken und einer Überflutungseben am simbabwischen Ufer zu unserer Rechten. Dort grasen Elefanten, Wasserböcke und Büffel. Eine Gruppe von fünf Elefanten läuft über die Ebene zielstrebig auf den Fluss zu. Wahrscheinlich wollen auf die Insel links von uns! Und tatsächlich, direkt vor unseren Augen gehen die Tiere ins Wasser, schwimmen durch den Fluss und kommen am Ufer der Insel wieder heraus. Beim Schwimmen sieht man nur einen kleinen Teil des Rückens und die Spitze des Rüssels, der als Schnorchel fungiert. Wir beobachten sie noch eine Weile, wie sie auf der Insel anfangen zu Fressen, und lassen sie dann hinter uns.

Auf einer anderen Grasebene frisst ein einzelner, jüngerer Elefantenbulle. Er ist sehr nah am Ufer und ganz langsam lassen wir uns direkt an ihn heran treiben. Er schaut uns skeptisch an, schlackert dann einmal kräftig mit dem Kopf und den Ohren, dreht sich um und frisst weiter.

Wir steuern auf unser nächstes Camp am Ufer zu. Dusche, Abendessen und kühle Getränke am Lagerfeuer erwarten uns wieder. In der Nacht sind die Flusspferde sehr laut und außerdem hören wir Löwengebrüll sowie das Heulen von Hyänen. Am Morgen zeigt sich, dass letztere uns in der Nacht ganz nah waren. Etliche frische Spuren und eine angeknabberte Kaffeedose, die noch draußen auf dem Tisch stand, sind der Beweis dafür.

Auf einer kurzen Wanderung am nächsten Morgen beobachten wir noch einmal Elefanten, wie sie Äste hoch in den Bäumen abbrechen, um an die leckeren, frischen Blätter zu kommen. Diesmal stellt sich keiner auf die Hinterbeine, aber sie strecken sich gewaltig, um weit nach oben zu kommen. Die Verrenkungen sind lustig zu beobachten und erinnern mich an Yoga-Figuren.

Ruckomechi Camp

Dann ist mein Kanu- und Wanderabenteuer am Sambesi zu Ende und es geht für eine letzte Nacht zurück zum Ruckomechi Camp. Auf der Transferfahrt haben wir trotz der Mittagshitze erstaunliches Glück mit den Tieren. Eine Herde Büffel liegt im Schatten einiger Bäume ganz nah am Weg, ein junges Löwenmännchen döst etwas weiter ebenfalls im Schatten und kurz vor dem Camp läuft eine Hyäne in einiger Entfernung über die Ebene.

Am Nachmittag entdecken wir die Büffelherde wieder. Sie haben sich auf den Weg zum Fluss gemacht, um ihren Durst zu stillen. Schnaubend machen sie im Busch halt und kratzen sich an Bäumen. Von den offenen Ebenen fahren wir in ein Gebiet mit dichterem Busch – das ist die Heimat der Leoparden! Nach einiger Suche haben wir tatsächlich Glück und entdecken ein junges Männchen, wie es vollkommen still da sitzt und uns anschaut. Als wir anhalten läuft es nicht weg, sondern kommt nach kurzer Zeit sogar noch etwas näher. Offenbar ist es neugierig.

Es legt sich einfach vor uns auf den Boden, schaut in die Gegend und nach den Fliegen, die vor seiner Schnauze umher schwirren. Es ist ein wunderschönes Tier und wir genießen es, so viel Zeit mit ihm in aller Ruhe verbringen zu dürfen. Irgendwann wird ihm offenbar langweilig. Es steht auf, schaut einen nahegelegenen, kleinen Baum an, spannt die Hinterläufe und schnellt mit einem Satz nach oben. Es krachselt ein bisschen durch die Äste und gibt uns viele Gelegenheiten zu tollen Foto- und Filmaufnahmen. Dann springt es wieder runter und trottet langsam in den dichteren Busch.

Nach diesem tollen Erlebnis fahren wieder in Richtung Fluss. Von einem anderen Fahrzeug haben wir gehört, dass unweit des Sambesis das ansässige Löwenrudel bei einem in der vorherigen Nacht erbeuteten Zebra liegt. Wir finden die Löwen schwer atmend im Schatten eines Baumes. Ihre Bäuche sind bis zum Bersten voll und trotzdem knabbern einige noch immer an den Überresten des Zebras. 

Es wird nun recht schnell dunkel und wir machen uns auf die Suche nach nachaktiven Tieren. Lange Zeit ist nicht zu entdecken und wir sind schon auf dem Rückweg zum Camp, als im trockenen, sandigen Flussbett des Ruckomechi Flusses plötzlich drei kleine Katzenköpfchen im Scheinwerferlicht auftauchen. Es sind drei kleine Löwenjunge, höchstens ein halbes Jahr alt. Mit ihren süßen Augen schauen sie uns verunsichert an. Von der Mutter ist keine Spur zu finden und um sie nicht länger zu beunruhigen, verlassen wir sie nach einer Weile und kehren zurück zum Camp.

Verschiedene Löwen, Büffel, zwischendurch immer wieder Elefanten, zahlreiche Antilopen und eine wunderbare Zeit mit einem jungen Leoparden – besser hätte mein letzter Tag nicht enden können! Ich werde bisschen wehmütig, wenn ich an meine morgige Abreise denke. Die unzähligen, äußerst spannenden Erlebnisse haben wir wieder einmal gezeigt: Afrika ist und bleibt etwas ganz besonderes!

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