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12 Tage in Botswana

12 Tage in Botswana

Michael Merbeck berichtet

Tag 1

Hallo liebe Afrikafreunde,

endlich geht es wieder mal nach Botswana und nach einem ruhigen Flug mit der SAA via Johannesburg erreichen meine Frau und ich am frühen Nachmittag Maun .

Die Einreise an dem sehr überschaubaren Flugplatz ist unkompliziert, kann allerdings bei gleichzeitiger Landung der SAA und Air Botswana, mit nur 2 Grenzbeamten, hin und wieder etwas dauern.

Da ich selber schon über 30.000 km durch Botswana gefahren bin, war die Übergabe unseres eigenen Fahrzeuges problemlos und unkompliziert. Clint, ein guter Freund von uns, wartete bereits in der Empfangshalle.

Die erste Nacht verbrachten wir in der einfachen, aber für solche Zwecke durchaus angebrachten Maun Lodge, um uns am nächsten Tag in Richtung Jack´s Camp (am Rande des Makgadikgadi Nationalparks) auf zu machen!

Vorher noch etwas Diesel und Proviant für die Fahrt bunkern und los geht's!

Tag 2

Die ersten 150 km aus Maun heraus sind gut geteert und mit ein paar klassischen afrikanischen Schlaglöchern versehen!

Kurz vor Gweta, gleich hinter dem Ende vom Makgadikadi Nationalpark, geht es am Zaun entlang und mit Hilfe von GPS Koordinaten und einer Durchfahrtsgehnehmigung vom Jack´s Camp rechts ab. Wie sollte es auch anders sein im Jack´s Camp, kleine feuchte Handtücher und der Begrüßungsdrink warteten schon auf uns.

Doch das war noch nicht alles für den Tag. Quad Biking auf den Salzpfannen stand auf dem Programm. Kurze Erklärung der Quad Bikes, ein cooler Wüstenturban auf dem Kopf und ab geht's.

Zwischendurch noch ein paar Fototricks - und der Ausklang auf den Salzpfannen mit einem überraschenden Sundowner und Abendessen. Doch wer gedacht hatte, das wars für heute, hatte sich getäuscht. Die Übernachtung fand mit aufgebautem Bett und Zahnbürste dann noch unter freiem Himmel auf den Salzpfannen statt.

Bei Sternenhimmel, Milchstraße und totaler Stille ging der Tag zu Ende. Super Start!

Tag 3

Auf zu den lustigen Wüstengesellen!

Schon 20 Minuten vom Camp aus gelegen gelangen wir zu einer Gruppe von Erdmännchen...Da gibt es nicht viel zu sagen, einfach nur schauen...

Es macht irre viel Spass, die lustigen Gesellen zu beobachten und ihnen bei der Tagesroutine zuzuschauen.

Hier ein kleines Video. Erstaunlich wie nahe man den Tieren kommt...

Nicht genug an seltenen Trockengebietsbewohnern? Zum krönenden Abschluss gibt es abends noch ein paar Schabrackenhyänen, die hier ihren Bau haben.

Tag 4

Nun mal ein bisschen ausruhen und das tolle Camp genießen... schön wäre es gewesen, doch zum Vergnügen sind wir nicht hier!

Unweit von Jack´s Camp liegen noch das San Camp und Camp Kalahari, denen wir einen Besuch abstatten.

Tag 5

Nun geht es weiter in Richtung Meno a Kwena, meinem Lieblingscamp in Botswana. Wir haben uns für die Route durch den Park entschieden. Unweit von Jack´s Camp fahren wir durch das Xirexara Gate in den Makgadikgadi Nationalpark.

Entlang an Salzpfannen und Palmenalleen fahren wir durch einen der schönsten und sanftesten Parks Botswanas. In der Trockenzeit ist die Strecke nicht besonders anspruchsvoll: nur etwa 20 km vor Khumaga muss man einen Tiefsandberg erklimmen. Hier heißt es: Luft aus den Reifen nehmen und immer genug Schwung haben. Natürlich trifft man auf der Fahrt immer wieder auf Zebra- und Gnuherden.

Bei Khumaga angekommen machen wir Picknick am Boteti Fluss und erfreuen uns der einmaligen Atmosphäre, geprägt durch die Zebramigration (einige Tausend Tiere) und badenden Elefanten.

Am Nachmittag dann noch ein kleines Fährabenteuer über den Boteti Fluss und schon sind wir auch im Meno a Kwena.

Tag 6

Pause.... schließlich sind wir in Afrika und nicht auf der Flucht. Essen, Freunde im Camp treffen, über das Leben philosophieren und immer ein paar Elefanten...

Tag 7 und 8

Toll war es, eine Szene im Boteti mit Elefanten zu beobachten. Da der Wasserstand dieses Jahr besonders hoch ist, haben die jüngeren und kleineren Elefantenbullen Probleme,durch den Fluss zu gehen und müssen ein Stück schwimmen. Da sie dies vorher noch nie gemacht haben (der Fluss war ja lange Zeit ausgetrocknet und hatte in den letzten Jahren nur niedrige Wasserstände), sind sie etwas orientierungslos, wenn es ins tiefere Wasser geht! Aber da kam auch schon die Kavallerie zu Hilfe. Vier ältere Bullen halfen dem Kleinen, in dem sie ihn in die Mitte genommen haben und ihn auf die andere Seite eskortiert haben! Huurraaa...

Tag 9

Auf ins Okavango Delta in die Khwai Region. Es dauerte ca. 4 Stunden bis wir nach ein paar Schwierigkeiten (ungenaue GPS Koordinaten) in der Sable Alley Lodge ankamen.

Hier hatten wir dann zu unserer Überraschung auch schon einen Leoparden im Baum inkl. seinem erlegten Impala. Tolle Begrüssung!

Tag 10

Da wir auch hier nicht nur zum Spaß waren, ging es am heutigen Tag wieder auf Unterkunftserkundungstour.

Hyena Pan und Sleep Out standen auf dem Programm. Auf der langen Fahrt wurden wir mit vielen Elefanten an Wasserlöchern belohnt.

Tag 11 und 12

Die letzten beiden Tage hielten wir uns im öffentlichen Bereich der Khwai Region auf.

Neben ein paar weiteren Fahrzeugen (wir zählten einmal 11 Stück bei sich paarenden Löwen) hatten wir hier viele Katzen-Beobachtungen.

Und dann heißt es auch schon Abschied nehmen aus dem Reich der wilden Tiere. Aber wir kommen ganz bestimmt bald wieder….

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