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Top 10 Expertentipps für Botswana

Top 10 Expertentipps für Botswana

Botswana ist wie kein zweites Land: wild, rau und unvergleichlich schön! Die vielfältige Fauna mit enormem Tierreichtum bietet spannende Wildbeobachtungen.

Das tierreichste Binnendelta der Welt, das Okavango Delta, der elefantenreichste Park Afrikas, der Chobe Nationalpark, die Einsamkeit des Central Kalahari Wildschutzgebietes mit seinen schwarzmähnigen Löwen sind nur einige der Geheimnisse, die Botswana zur Perle im südlichen Afrika machen.

Weitere Insidertipps erfahren Sie von unserem Botswana-Experten, Sebastian Eddeling:

1. Linyanti Gebiet versus Chobe Nationalpark

Wildschutzgebiete und Nationalparks in Botswana

Wer sich mit Botswana beschäftigt, stößt schnell auf den berühmten Chobe Nationalpark, insbesondere die Region im Nordosten am Chobe Fluss. Dann heißt es oft: „Der muss mit dabei sein!“ Wildreich ist die Region auf jeden Fall und vor allem für seine hohe Elefantendichte bekannt. 

Aber wussten Sie, dass es hier auch ca. 40 Unterkünfte, manche sogar zum Teil mit über 100 Betten, gibt? Dementsprechend groß ist das Aufkommen an Fahrzeugen und Booten bei den Safaris. Auch darf im Nationalpark nicht abseits der Wege oder in die Dunkelheit hinein gefahren werden. 

Wie wäre es daher alternativ daher mit der zauberhaften Linyanti Region? 

Camps, wie Lagoon, Duma Tau und Selinda Explorers, liegen dort in privaten, riesigen Konzessionen. Besonders Leoparden und die sehr seltenen Wildhunde sieht man hier oft. Zudem gibt es nur eine ganz kleine Anzahl von Camps und Lodges mit wenigen Zimmern, und so kann man die wunderbare Wildnis und vielfältige Tierwelt ganz in Ruhe genießen. Und wenn dann abends der Leopard im Scheinwerferlicht auftaucht, muss man nicht schnell zurück in die Unterkunft, sondern kann diesen auch nach Einbruch der Dunkelheit noch ganz in Ruhe beobachten.

2. Die "Große Migration"

in die Nxai Pan & Makgadikgadi Nationalparks

Die „Große Migration“ in Tansania und Kenia ist jedem Afrika-Kenner ein Begriff. Aber auch in Botswana gibt es eine Migration!

Jedes Jahr im Dezember und Januar ziehen ca. 30.000 Zebras durch den Nxai Pan Nationalpark und zu den weiten Ebenen am Rande der Makgadikgadi Salzpfannen. Denn Regen verwandelt diese sonst extrem trockenen Regionen dann in fruchtbares Grasland und damit in ein Paradies für die großen Zebra-Herden. Oftmals lassen sich dann spannende Jagdszenen beobachten, denn die ansässigen Löwenrudel haben die Tiere schon sehnsüchtig erwartet!

Zwischen März und Mai, wenn die Ebenen abgegrast und die letzten Wasserlöcher ausgetrocknet sind, treibt sie Hunger und Durst wieder davon. Die Herden teilen sich in kleinere Gruppen auf und ziehen zum Boteti Fluss (Makgadikgadi Nationalpark), sowie in Richtung Okavango Delta und bis zum Chobe Fluss, wo in der Trockenzeit immer Wasser und Futter zu finden ist.

3. Natur und Tourismus

Reisen Sie nachhaltig!

Als Reisende sehen wir oftmals nur die schönen, faszinierenden und spannenden Seiten des Reiselandes bzw. des Tourismus. Wir empfehlen Ihnen daher besonders diejenigen Unterkünfte, die großen Wert auf Nachhaltigkeit legen. Manche Unterkünfte unterstützen ebenso soziale Projekte für die einheimische Bevölkerung, als auch Projekte zum Erhalt und den Schutz der Tier- und Pflanzenarten. 

Ein gutes Beispiel und eine wahre Erfolgsgeschichte ist das Projekt „Rhinos without Borders“, in dem zwei Tourismusunternehmen (&Beyond und Great Plains Conservation) sich im Kampf gegen Wilderei zusammengeschlossen haben, um Nashörner aus Südafrika in den sicheren Hafen von Botswana zu verlagern. Ziel ist es, in Botswana eine lebensfähige Zuchtpopulation von Nashörnern zu schaffen und damit den Genpool zu erweitern und den Lebensraum für Nashörnern in Afrika zu erhöhen und so das Risiko zu minimieren. Ein weiteres Beispiel für das Engagement der Unterkünfte in Botswana ist der Wilderness Wildlife Trust mit zahlreichen Naturschutz- und Forschungsprojekten. 

Fragen Sie uns einfach, wenn Sie eine nachhaltige Reise in Botwana erleben und damit die Natur- und Tierschutzprojekte unterstützen möchten. Wir beraten Sie gerne!

4. Lustige Erdmännchen beobachten!

Ein Highlight Botswanas

Löwen, Elefanten, Leoparden, Büffel – gerade diese Tiere und anderes Großwild wünschen sich die meisten auf einer Safari in Botswana. Aber manchmal sind es auch kleinere Tiere, die besonders faszinieren! So kann man zum Beispiel am Rande der Makgadikgadi Salzpfannen habituierte Erdmännchen besuchen. Obwohl sie an Menschen gewöhnt sind, leben sie in mehreren Kolonien vollkommen frei und wild.

Von den schönen Safariunterkünften Camp Kalahari, San Camp oder Jack’s Camp geht es in kleinen Gruppen mit einem erfahrenen Guide zu diesen äußerst unterhaltsamen Tieren. Wenn man ruhig da sitzt, kommt es nicht selten vor, dass eines der Tiere die eigene Schulter als Ausguck nutzt.

Unterhaltsame Momente und tolle Fotos sind garantiert!

5. Sleep Out unter dem großen Sternenzelt

Übernachtung unter freiem Himmel

Die Makgadikgadi Salzpfannen, ehemalig größter Inlandsee Afrikas, zählen heute zu den größten Salzpfannen der Welt. Blickt man auf die schier endlosen Pfannen, fühlt man sich bei dieser kaum vorstellbaren Weite und Stille leicht in eine andere Welt versetzt. Man kann dieses Naturwunder aber nicht nur auf einem Ausflug am Tage bestaunen, sondern dort auch eine Nacht unter einem unglaublichen Sternenhimmel verbringen! Vom Camp KalahariSan CampJack’s Camp oder auch dem charmanten Meno a Kwena Camp geht es zum Abend auf die Pfannen. 

Ihr Guide richtet eine bequeme Matratze mit warmer Decke und weichem Kissen für Sie her. Der Himmel ist zum Greifen nah und die Sternschnuppen erfüllen viele Wünsche…. Die kaum vorstellbare Weite und Stille versetzt Sie in eine andere Welt! Ein einzigartiges Erlebnis, das Sie nie vergessen werden….!

6. Das Leben der San

Wissenswertes und Interessantes

Schon seit Tausenden von Jahren gibt es im südlichen Afrika ein ganz besonderes Volk von Jägern und Sammlern: die San. Oft auch Buschmänner genannt, wurden diese über die Zeit zu Spezialisten für das Leben und Überleben in den rauen Wüsten Afrikas. Das größte Rückzugsgebiet heute ist die Kalahari in Botswana. Dort gibt es die einzigartige Möglichkeit, direkt von den San etwas über deren Fähigkeiten zu erfahren: 

Unter ein paar unscheinbaren Blättern, die für uns eher wie Unkraut aussehen, versteckt sich eine erstaunlich wasserreiche Wurzel! Ein wahrer Schatz in der extrem trockenen Wüste, der sich am besten in leeren Straußeneiern aufbewahren lässt. 

Faszinierend ist auch, wie sie ohne künstliche Hilfsmittel in kürzester Zeit ein Feuer entfachen. 

Scheinbar jede Pflanze dient einem bestimmten Zweck und erstaunlich viel Essbares gibt es in dieser kargen Umgebung auch. 

Tauchen Sie ein in diese spannende Kultur, zum Beispiel vom Meno a Kwena oder dem Kalahari Plains Camp aus und erfahren Sie auf einer geführten Naturwanderung Wissenswertes einer jahrtausendealten Tradition.

7. Kanu- und Wandertrail

Botswana aktiv erleben

Auf Safari gehen heißt meistens, viel im Fahrzeug zu sitzen. Wie wäre es da als Abwechslung mit etwas Aktivem? 

Dann ist der Kanu-/Wandertrail in der Linyanti Region vielleicht genau das Richtige für Sie. Nördlich des Okavango Deltas gelegen, weist dieses Feuchtgebiet eine großartige Vielfalt an Wildtieren und Vögeln auf. Hier liegt der Selinda Spillway, ein Wasserweg, der sich bis zum Okavango Delta erstreckt. 4 Tage wandern Sie diesen Wasserweg entlang und - wenn es der Wasserstand erlaubt - fahren Etappen auch mit dem Kanu. Unter anderem können oftmals Elefanten, Büffel, die seltenen Wildhunde und verschiedene Antilopenarten nahezu lautlos vom Wasser und vom Land aus beobachtet werden.

Als kleine Gruppe sind Sie vollkommen allein in dieser unberührten Region. Sie übernachten in mobilen Zeltcamps inmitten der Wildnis, die das Team bei Ihrer Ankunft für Sie errichtet. Die dicken Schlafmatten werden mit frischen Bettlaken bezogen. Genießen Sie danach einen kühlen Sundowner-Drink und ein zauberhaftes Abendessen am offenen Feuer unter dem klaren Sternenhimmel Afrikas. Nirgendwo sonst kommt man der Natur so nah, wie bei einer Wanderung und Übernachtung inmitten der Wildnis!

Sie werden Afrika wirklich riechen, hören und fühlen.

8. Fotomotive und Wildbeobachtungsverstecke

Spektakuläre Hides

Eine Safari in Botswana ist natürlich auch für begeisterte Fotografen ein absolutes Highlight. Neben Pirschfahrten im Jeep, Bootsfahrten und Mokorofahrten, bieten dabei vor allem auch Wildbeobachtungsverstecke, sogenannte „Hides“, ganz besonders schöne Fotogelegenheiten.

Toll ist zum Beispiel der tief in die Erde gegrabene Hide im Hyena Pan Tented Camp in der Khwai Region. Man blickt fast ebenerdig auf ein nur wenige Meter entferntes Wasserloch, das besonders oft von Elefanten besucht wird. Die sich hier bietenden Motive sind spektakulär!

Direkt vor dem Savuti Camp in der Linyanti Region liegt vor einem Wasserloch ein aus Baumstämmen errichteter Hide, der ebenfalls besonders für fantastische Elefantenbeobachtungen geeignet ist.

Im Meno a Kwena Camp gibt es einen schwimmenden Hide auf dem Boteti Fluss. Hier kann man wunderbare Aufnahmen von Flusspferden sowie großen Zebra-, Gnu- und Elefantenherden am anderen Ufer machen. Verpassen Sie nicht diese wunderbaren Motive!

9. Afrika – Live in Concert!

Übernachtung im "Himmel"-Bett

Bestimmt können Sie sich von Ihrer letzten Safari noch an die wunderbaren, vielfältigen Geräusche erinnern, die der afrikanische Busch gerade nachts von sich gibt?

Unzählige Frösche geben ein wunderbares Glockenkonzert von sich, Flusspferde grunzen gemächlich, Zikaden und Grillen zirpen vor sich hin und Nachtschwalben rufen einander. Wer die afrikanische Nacht noch intensiver erleben möchte, dem empfehlen wir eine Übernachtung auf einer Plattform unter freiem Sternenhimmel (sozusagen ein „Himmel“-Bett)!

Einige Safaricamps in Botswana haben hierfür mitten in der Wildnis erhöhte Holzplattformen errichtet. In einem richtigen, bequemen Bett liegend trennt Sie nur ein Moskitonetz von den Stimmen der Nacht. Besonders zu empfehlen ist das „Sleep Out“ des wunderbaren Kanana Camps tief im Okavango Delta und die tollen „Skybeds“ in der malerischen Khwai Region.

10. Vogelbeobachtung und Brutkolonien

Pelikane und andere lassen grüßen…

Selbst wer kein passionierter Vogelbeobachter ist, wird von der bunten und vielfältigen Vogelwelt in Botswana begeistert sein. Besonders spektakulär sind die nur per Boot erreichbare Brutkolonien, die tief in der Wildnis des im Okavango Deltas und der Linyanti Region liegen. In idyllischen Schilfinseln nesten hier unzählige Reiher, Pelikane, Störche, Ibisse und Kormorane. Im Laufe des Juli und August schlüpfen zuerst die Jungen der Pelikane, dicht gefolgt von den anderen Arten.

Besonders groß ist die Kolonie in der Nähe des Kanana Camps, die von bis zu 5.000 Vögeln genutzt wird. Dafür bietet das Lagoon Camp in der Linyanti Region ein kleines Doppeldeckerboot, von dem aus man die Jungtiere in den  Nestern oftmals von oben beobachten kann und somit einmalige Einblicke bekommt! Nutzen Sie die Zeit der Jungvögel am Besten zwischen Juli und Oktober!

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