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Südafrika, ein Paradies für Safaris

Südafrika, ein Paradies für Safaris

Nashörner, Wildhunde, Löwen und vieles mehr

Vor einer Afrika-Reise geht einem immer viel durch den Kopf: Einreisebestimmungen, Packliste, Reiseunterlagen usw. Ich habe die wichtigste Liste vom Anfang an im Kopf gehabt: Nashörner, Wildhunde und Löwen. Meine Wunschliste war natürlich sehr optimistisch, aber ich wie sollte man sonst in den Urlaub gehen?

Wir fliegen ab München über Doha nach Johannesburg und kommen leider mit etwas Verspätung an. Die Übernahme unseres Mietfahrzeugs klappt problemlos und wir fahren mit unserem Renault Duster direkt in Richtung Hazyview. Der Linksverkehr ist natürlich jedes Mal eine kleine Herausforderung, aber wir konzentrieren uns nur auf unser Reiseziel. Das Abenteuer Südafrika wartet auf uns!

Die Panoramaroute

Regenzeit in Südafrika

Unsere erste Unterkunft, die Timamoon Lodge liegt in der Nähe von Hazyview und der wunderschönen Panoramaroute. Die Unterkunft liegt versteckt in den Bergen und bietet eine einzigartige Atmosphäre: Die exotische, geschmackvolle Einrichtung kann nur das Essen toppen: Wir sind bereits am ersten Abend absolut begeistert von unserer Unterkunft. Den Sonnenuntergang beobachten wir direkt von unserem Bett aus und ich kann nicht aufhören zu lächeln. Endlich sind wir wieder in Afrika! Lange kann ich aber nicht in Gedanken schwelgen, die Anreise war lang und ich bin müde. Gute Nacht, Südafrika! 

Das geplante Ziel des nächsten Tages ist natürlich nichts anderes, als der weltberühmte Blyde River Canyon. Das Wetter enttäuscht uns aber. Es ist unglaublich nebelig und regnet die ganze Zeit. Wir schauen nach dem Wetterbericht und fragen die Angestellten der Unterkunft, die Antwort ist leider immer gleich: In den nächsten Tagen wird das Wetter auch so bleiben. Es lohnt sich nicht, die Panoramaroute weiter zu entdecken und wir bleiben in unserer privaten Villa. Natürlich bin ich enttäuscht, aber ich muss auch zugeben, der Tag tut mir unglaublich gut. Wir können uns entspannen und die köstlichen Mahlzeiten der Lodge genießen. Der Alltagstress in Deutschland verlässt unseren Kopf und wir genießen die Zeit in Afrika.

Safari, Safari und Safari

Im Timbavati Wildschutzgebiet

Heute geht es wieder weiter und wir begeben uns in die Krüger-Region! Die wunderschöne Simbavati Hilltop Lodge erwartet uns heute. Ich bin unglaublich aufgeregt und freue mich schon riesig auf die erste Wildbeobachtungsfahrt. Unser gemütliches Zelt hat eine atemberaubende Aussicht auf den Fluss. Am Nachmittag geht auch direkt die erste Safari los und meine Liste geht mir wieder nicht aus dem Kopf: Nashörner, Wildhunde und Löwen.

Unser Guide CJ und unser Tracker Shady geben sich viel Mühe, um uns so viel wie möglich zu erklären und zu zeigen. Die Fahrt ist ein absoluter Erfolg: Wir sehen Elefanten, Hippos, Krokodile, einen Leopard, Wasserböcke… und auf einmal wechseln wir die Richtung und unsere Guides wirken sehr aufgeregt. Wir kommen in einem sehr dichten Gebüsch an und ich entdecke in der Ferne ein weiteres Auto und immer mehr Bewegung zwischen den Büschen. ES KANN DOCH NICHT WAHR SEIN!

Jeder kennt diesen einen Moment, wenn man sich nicht weiter bewegen oder denken kann. Genau so war es bei mir auch. Um das Auto herum sind auf einmal mehr als 30 Wildhunde! Ja, WILDHUNDE! Ein Wildhund läuft dicht an unserem Auto vorbei und bleibt genau neben Shady stehen, der als Tracker ganz vorne auf einem Sitz an der Motorhaube sitzt. Er bleibt aber ruhig und lächelt mich an. Ich bin unglaublich glücklich. Was für ein Erlebnis!

Die nächsten Tage vergehen ähnlich spannend, wir können die Wildhunde sogar auf Jagd beobachten! Neben dem leckeren Essen und den aufregenden Safaris haben wir auch die Möglichkeit, mehr über das Nashornschutzprojekt von Simbavati zu erfahren. Da das Wildschutzgebiet in den letzten Jahren immer wieder Probleme mit Wilderern hatte, werden die Grenzen ständig überwacht, um diese einzigartigen Tiere zu schützen.

Das Sabi Sand Wildschutzgebiet

Im Herzen der Krüger-Region

Nach zwei unvergesslichen Tagen wartet schon das nächste Highlight auf uns: Mala Mala und das Sabi Sand Wildschutzgebiet. Alleine die Anreise wäre ein Buch wert und genau das liebe ich in Afrika! Man fährt ganz entspannt zur nächsten Unterkunft und kurz vor Ankunft, nach einer längeren Linkskurve  schaut man auf einmal rechts und… ATEMSTILLSTAND. Ungefähr 10 Meter weit weg von unserem Auto genießen sieben Löwen ihre wohlverdiente Mittagspause! 

Wir erzählen auch unserem Guide Mike, was wir alles schon gesehen und erlebt haben und er fragt uns, was wir noch nicht gesehen haben? Als ehrgeiziger Safarifan muss man die berühmten BIG5 „in der Tasche“ haben, also kommt flott die Antwort: Büffel. Mike nimmt die Herausforderung an und fährt los. Keine 15 Minuten später beobachten wir mehr als 400 Büffel! „Mike, ich würde auch gerne ein Pangolin (Schuppentier) sehen!“ Er lächelt nur und meint: „Das könnte schwierig werden, aber vielleicht finden wir etwas anderes…“

Ich muss mir schon einreden, dass wir genug erlebt haben und dass ich jetzt schon zufrieden sein sollte, aber das Gefühl bleibt: Ich will noch mehr! Mehr Tiere, mehr Erinnerungen, mehr Afrika! Da ich anscheinend ein Glückspilz bin, vergeht der restliche Abend noch aufregender, als die letzten Tage insgesamt. Wir können mehrere „Auseinandersetzungen“ zwischen Hyänen und Löwen, Schakalen und Geiern beobachten. Inzwischen wird es auch dunkel und man bekommt sowieso ein mulmiges Gefühl, aber vor allem wenn der folgende Satz vom Guide kommt: „..also um uns herum sind ca. 40 Hyänen, vor uns, wie ihr seht liegt ein Löwe mit seiner Beute. Dieser starke Geruch kommt aber von den Geiern, die über uns auf den Bäumen sitzen.“ Mit einem breiten Grinsen im Gesicht rutsche ich leicht nach innen, weiter weg vom Rand des Autos. Diesen Abend werde ich nie vergessen.
 

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