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Rundreise durch Kenia

Rundreise durch Kenia

Erfahrungsbericht einer privat geführten Safari in Afrika

Unsere Kollegin, Ellementiana Kerschl hat auf ihrer Rundreise durch Kenia eine privat geführte Safari mit einem professionellen Guide gemacht. Auf Bootsafaris, Walking-Safaris und Wildbeobachtungsfahrten machte sie zahlreiche Tierbeobachtungen im Samburu Reservat, im Lewa Schutzgebiet sowie im Lake Nakuru Nationalpark. Auch der Aufenthalt am Lake Naivasha, Lake Elementeita und am Diani Beach, an der Südküste Kenias, zählte zu den Highlights ihrer privat geführten Reise durch Kenia.

Ankunft in Kenia

Bootssafari auf dem Lake Naivasha

Bei Ankunft am Flughafen in Kenia, Nairobi führt die Fahrt zunächst zum Büro unseres Safaripartners vor Ort. Obwohl wir fast täglich in Kontakt sind, lernen wir uns heute das erste Mal persönlich kennen. Es ist eine freudige und herzliche Begegnung, bei der wieder einmal die Gastfreundschaft der Kenianer sehr positiv auffällt. Während der Führung durch das Büro und die hauseigene Autowerkstatt, bekommen wir ein genaues Bild, welche Anstrengung und Arbeit tagtäglich investiert wird, um einen reibungslosen Ablauf einer Safarireise zu gewährleisten.

Wir verabschieden uns und unsere Rundreise durch Kenia beginnt mit der Fahrt zum Naivasha See. Dort werden wir freundlich mit einem Erfrischungsgetränk in der Sopa Lodge empfangen. Während dem Mittagessen werden wir im hauseigenen Garten von Giraffen, Zebras und Wasserböcken begrüßt. Am Nachmittag erwartet uns eine spannende Bootssafari auf dem Naivasha See. Dabei können wir aus einer ganz anderen Perspektive Nilpferde erleben, die am Ufer grasen oder sich im Wasser abkühlen und faulenzen. Sehr beeindruckend sind auch die zahlreichen Vogelarten wie beispielsweise Marabus, Schreiseeadler oder Pelikane. Nach der Rückkehr in die Sopa Lodge haben wir Gelegenheit, uns auf einer Bank im Garten niederzulassen und aus nächster Nähe Giraffen beim Fressen zu beobachten. So nah, dass man Sie fast schon berühren kann!

Nach einer erholsamen Nacht, können wir am nächsten Morgen Meerkatzen beobachten, wie sie auf Bäumen rumtoben und dem Zimmerservice Zucker und kleine Snacks klauen, die sie anschließend genüsslich verspeisen.

Buschwanderung am Lake Elementeita

Tierbeobachtungen im Lake Nakuru Nationalpark

Unsere Rundreise durch Kenia führt uns weiter bis zur Sunbird Lodge. Die Lodge bietet einen wundervollen Blick über den Elementeita See. Hier stärken wir uns, bevor es zur Besichtigung in das benachbarte Sentrim Elementeita geht. Nach einem köstlichen Abendessen lassen wir den Abend gemütlich an einer kleinen Feuerstelle im Hauptbereich der Sunbird Lodge ausklingen. Hier kommen wir mit anderen Gästen und dem Management in Kontakt. Wir erfahren, dass man neben der Buschwanderung am Lake Elementeita und dem Besuch des Nakuru Nationalparks auch die Gelegenheit nutzen und einen Tagesausflug zum nah gelegenen Soysambu Tier- und Naturschutzgebiet einplanen kann. 

Ein sehr verlockendes Angebot, das wir jedoch nicht nutzen können, da uns am nächsten Tag spannende Tierbeobachtungen im Lake Nakuru Nationalpark bevorstehen. Auf unseren Wildbeobachtungsfahrten treffen wir auf Wasserböcke, große Büffelherden, Zebras, Hyänen sowie zahlreiche Vögel. Zudem können wir als besondere Highlights Rotschildgiraffen sowie ein Breitmaulnashorn mit Jungtier erleben. Einfach wunderbar! Lesen Sie weiter im Erfahrungsbericht einer privat geführten Safari in Afrika...

Die Tierwelt Kenias

Wildbeobachtungsfahrt im Samburu Reservat

Über das Hochland und vorbei an zahlreichen kleinen Städtchen Kenias, erreichen wir auf unserer Rundreise durch Kenia das Samburu Reservat. Hier werden wir von den wunderschönen Beisa Oryx Antilopen sowie einer beeindruckenden Familie von Somalisträußen, die an ihren blauen Hälsen leicht erkennbar sind, begrüßt. Nach dem reichhaltigen Mittagessen beziehen wir unser geräumiges Zelt im Ashnil Samburu Camp in Kenia. Von unserer Terrasse aus genießen wir den Ausblick über den Ewaso Nyiro Fluss, als plötzlich ein großer Elefantenbulle den Fluss entlang streift und uns willkommen heißt.

Am Nachmittag erwartet uns eine spannende Wildbeobachtungsfahrt im Samburu Reservat entlang des Flusses, bei der wir unter anderem auf eine langhalsige Gerenuk Antilope treffen. Den drauffolgenden Tag nutzen wir für ein ausgiebiges Game Drive im Samburu Reservat sowie dem benachbarten Buffalo Springs Reservat und besichtigen unterwegs das Elephant Bedroom Camp sowie das Larsen Camp. Wir treffen auf Kudus, Grévy’s Zebras, die man an ihrem dichten Streifenmuster erkennt sowie mehrere Pavianfamilien und Elefantenfamilien.

Besonders beeindruckend ist die äußerst seltene Netzgiraffe, die sich von den anderen Giraffenarten durch ihre markante Fleckenzeichnung unterscheidet. Am Ufer des Flusses sehen wir plötzlich lautstarke Perlhühner panisch umherlaufen. Unser Guide vermutet einen Leoparden in der Nähe. Wir halten inne und beobachten gespannt das Geschehen, doch leider taucht kein Leopard auf… Trotzdem haben wir wieder viel Neues über die Signale der Tierwelt Kenias im Samburu Reservat erfahren.

Zwischenstopp im Lewa Schutzgebiet

Sweetwaters Chimpanzee Sanctuary im Ol Pejeta

Nach einer erholsamen Nacht und leckerem Frühstück starten wir unsere Rundreise durch Kenia in Richtung Ol Pejeta. Wir nehmen dieses Mal eine andere Route durch das kenianische Hochland, da wir einen Zwischenstopp im privaten Lewa Schutzgebiet planen. Bei Ankunft am Gate zur Lewa Conservancy wechseln wir unser Fahrzeug, da nur camp-eigene Guides in Allradfahrzeugen in diesem Gebiet fahren dürfen. Unser Ziel ist das Lewa Safari Camp, welches sich im Nordwesten des gleichnamigen Schutzgebietes befindet. Freudig begrüßt uns das Management Sacha und Tamlyn. Tamlyn zeigt uns die Tents und die Umgebung im Camp. Sie ist schon ganz aufgeregt, denn bald trifft eine große Gruppe im Lewa Safari Camp ein, die jedes Jahr immer wieder an diesen idyllischen Ort in Kenia zurückkehrt. Mit Sacha sind wir zum Mittagessen verabredet und sind wieder einmal beeindruckt was für Köstlichkeiten in so einer kleinen Küche gezaubert werden können. Was uns hier sehr positiv auffällt, ist der familiäre Umgang zwischen dem Management, dem Personal und den Gästen. Man fühlt sich hier sofort wohl. Zu schade, dass wir gleich wieder aufbrechen müssen.

Wohlgenährt fahren wir zurück zum Gate und treffen auf dem Weg auf zahlreiche Nashörner, die hier beheimatet sind. Kurz vor dem Ausgang bleiben wir plötzlich stehen, denn ein Spitzmaulnashorn grast direkt neben unserem Auto. Es hat uns schon längst bemerkt, lässt sich von uns aber nicht aus der Ruhe bringen. Anschließend setzt es seinen Weg fort und überquert vor unserem Wagen die Straße. Noch einmal blickt es nach hinten und schon bückt es sich wieder hinunter zum saftigen Grün. 

Bye bye Lewa Conservancy, denn unsere Rundresie durch Kenia führt uns als nächstes in das Ol Pejeta Schutzgebiet, in dem wir am frühen Nachmittag das Sweetwaters Tented Camp erreichen. Nach dem Check-In brechen wir gleich wieder auf, denn wir möchten das Ol Pejeta House besuchen und das Schutzgebiet in Kenia kennenlernen. Der nächste Tag führt uns zum Kicheche Camp sowie zum Ol Pejeta Bush Camp. Am Nachmittag fahren wir an den Gedenktafeln der bedrohten Breit- und Spitzmaulnashörnern vorbei, die im Ol Pejeta Reservat ihre letzten Lebensjahre verbracht haben. Hier starb auch Sudan, das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn der Welt, das vor kurzem im Alter von 45 Jahren gestorben ist. "Sudans Tod ist ein trauriger Weckruf, dass wir die biologische Vielfalt unserer Erde in rasantem Tempo verlieren", sagte Katharina Trump, Expertin für Wildartenkriminalität beim WWF Deutschland.

Zudem besuchen wir im Ol Pejeta das Sweetwaters Chimpanzee Sanctuary. Das Sweetwaters Chimpanzee Sanctuary wurde mit einer Vereinbarung zwischen dem Ol Pejeta Conservancy, dem Kenya Wildlife Service (KWS) und dem Jane Goodall Institute errichtet. Ziel des Schutzgebietes ist es, verwaiste und misshandelte Schimpansen aus West- und Zentralafrika lebenslange Zuflucht zu bieten. In den letzten zehn Jahren wurden immer wieder neue Schimpansen aufgenommen, sodass die Gesamtzahl mittlerweile auf 39 gestiegen ist. Hier bei Sweetwaters haben sie die Chance, von vorne anzufangen und in Frieden artgerecht in Kenia zu leben. 

Walking-Safari im Aberdare Nationalpark

Reise zurück nach Nairobi

Unsere letzte Safaristation auf dem Weg zurück nach Nairobi, der Hauptstadt Kenias, ist der Aberdare Nationalpark. Der Aberdare Nationalpark liegt im Hochland des zentralen Kenias auf 2000 bis 3999 m Höhe über dem Meeresspiegel, etwa 100 km nördlich von Nairobi. Wer neben der klassischen Wildbeobachtungsfahrt auch aktiv zu Fuß unterwegs sein möchte, ist hier genau richtig. Die immergrünen Wälder sind per Fahrzeug schwer zu durchqueren und umso mehr bei Wanderer und Trekkingurlauber auf Walking-Safari im Aberdare Nationalpark beliebt. Wanderwege führen zu den imposanten Wasserfällen, die eine Schneise durch Bergwald, Bambusdickicht und alpinen Moorlandschaften zu schlagen scheinen. Nicht zuletzt die über 300m tief fallenden, dreistufige Karuru-Fälle bieten eine grandiose Kulisse in Kenia.

Wir besuchen an dieser Station unserer Rundreise durch Kenia die beiden Schwesternunterkünfte Aberdare Country Club und die Ark Lodge. Die Ark Lodge ist wohl eine der außergewöhnlichsten Unterkünfte in dieser Region Kenias. Die Unterkunft wurde ähnlich wie die Arche Noah erbaut und bietet einen fantastischen Blick auf das hauseigene Wasserloch, welches ständig Tiere wie Büffel, Waldelefanten oder die scheuen ostafrikanischen Bongos anzieht. Über die 24 h Live-Cam bekommen Sie selbst einen Einblick vom Geschehen am Wasserloch.

Kenias Südküste

Urlaub am Diani Beach

Zum Ausklang unserer Rundreise durch Kenia geht es für ein paar Tage an den traumhaften Indischen Ozean. Unsere Unterkunft ist das kleine, charmante Diani Blue, welches über nur sechs Zimmer verfügt. Kulinarisch wird man im Diani Blue beispielsweise mit verschiedenen Arten von Seafood sehr verwöhnt. Wer möchte, kann auch in das benachbarte WaterLovers zum Mittag- oder Abendessen gehen. Das italienisch, geführte WaterLovers verfügt über nur acht Zimmer und bietet ebenfalls einen sehr komfortablen Aufenthalt. 

Hier, in einer eher ruhigeren Ecke des Diani Beaches, lassen wir unseren Aufenthalt in Kenia entspannt ausklingen und unternehmen verschiedene Wassersportaktivitäten wie schnorcheln. Auch eine Bootstour im Glasbodenboot oder ein Tagesausflug nach Wasini Island sind sehr empfehlenswert an Kenias Südküste am Diani Beach.
 

Abschied von Kenia

Kwaheri! – Auf Wiedersehen!

Leider ist das Abenteuer unserer Rundreise durch Kenia wieder vorbei. Per Inlandsflug kehren wir zurück nach Nairobi und verabschieden uns wehmütig aber mit vielen Erlebnissen und Erinnerungen von diesem tollen Land. Schon jetzt wissen wir, dass es nicht das Letzte Mal sein wird, da wir in diesem Erfahrungsbericht nur positiv über eine privat geführte Safari in Afrika berichten können!

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