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Ein Fam-Trip nach Südafrika

Ein Fam-Trip nach Südafrika

Von Durban über KwaZulu Natal, Swasiland und dem Krüger Nationalpark nach Johannesburg

In dem Reisebericht "Ein Fam-Trip nach Südafrika" erzählt unsere Kollegin, Agnes Lepin, wie sie gemeinsam mit vier weiteren Damen von verschiedenen Reisebüros im Rahmen eines Abendsonne Afrika Fam-Trips auf einer Selbstfahrerreise in Südafrika unterwegs war. Beginnend in Durban, führte sie ihre Reise weiter in den Hluhluwe Nationalpark, das Phinda Wildschutzgebiet, an die traumhaften Stränden der Thonga Beach Lodge, nach Swaziland und in das Sabi Sand Wildschutzgebiet am berühmten Krüger Nationalpark

Lesen Sie diesen Reisebericht und erfahren Sie von den einmaligen Tierbeobachtungen, die sie auf dieser Selbstfahrerreise durch Südafrika erleben durften.

Tag der Abreise

Abflug vom Frankfurter Flughafen

Schon ganz gespannt auf meine Mitreisenden, trat ich die Reise nach Südafrika zum Frankfurter Flughafen an. Wir trafen uns am Schalter der South African Airways. Hier erwartete uns schon die erste Überraschung. Ein Vertreter der South African Airways lud uns zu einem kleinen Umtrunk ein, bei dem wir uns besser kennen lernen konnten und bereits hier herausfanden… wir sind eine tolle Truppe! Diese Südafrika-Reise kann nur gigantisch werden.

Ankunft in Südafrika

Unser erster Stopp in Durban

Nach einem ruhigen Flug wurden wir schon mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang über den Wolken in Südafrika begrüßt. Nach Landung in Johannesburg ging es nach einem eineinhalb stündigen Übergang weiter per Inlandsflug nach Durban.

Wir verließen das Flughafengebäude und steuerten den Mietwagenverleiher Sunny Cars an. Die Übernahme unseres VW Busses für unsere Selbstfahrerreise ging sehr schnell und das Abenteuer Südafrika konnte direkt weiter gehen. Der Linksverkehr war überhaupt kein Problem und ich konnte mich recht schnell daran gewöhnen. Wir hatten auch nur eine kurze Strecke zu unserer ersten Unterkunft, der Oyster Box in Umhlanga, kurz vor Durban. Schon bei der Ankunft gab es den ersten WOW-Effekt. Das Oyster Box Boutique Hotel & Spa liegt direkt am Strand und lässt mit seinem kolonialen Stil und dem perfekten Service keinerlei Wünsche offen. Wir erforschten den Strand und konnten schon die ersten Delfine bei Ihrem Spiel in den Wellen beobachten. Auch unser erstes gemeinsames Abendessen war unbeschreiblich. Wir ließen den Abend bei einem südafrikanischen Wein ausklingen und freuten uns auf unseren nächsten Tag. Wir entschieden uns, eine geführte Stadtführung durch Durban zu unternehmen. Von der Skyline von Durban bis zu einem traditionellen Markt konnte hier viel besichtigt werden. Man merkt, diese Stadt ist nicht touristisch und somit eher „landestypisch“.

Hluhluwe Nationalpark

Die ersten Tierbeobachtungen

Nach dem Frühstück brachen wir zu unserem ersten Safari-Abenteuer auf. Unser Ziel: der Hluhluwe Nationalpark. Wir fuhren abseits der Hauptstraße und genossen die wundervollen Landschaften auf unserem Weg. Am Eingangstor des Hluhluwe Nationalparks angekommen, konnte es nach der Anmeldung losgehen. Die Schranke öffnete sich und die Safari konnte sogleich beginnen. Da unsere Gruppe aus drei Afrikakennern und zwei Afrikaneulingen bestand, war die Aufregung natürlich noch größer. Jeder hielt sogleich nach den Tieren Ausschau.  Schon nach kurzer Zeit liefen uns die ersten Zebras und Gnus über den Weg. Die Freude war schon sehr groß und wir hatten weiterhin das Glück, auch noch auf zwei Nashörner zu treffen. Wahnsinn! Und das nach ca. 15 Minuten Autofahrt.

Wir erreichten die Rhino Ridge Safari Lodge. Hier gab es den nächsten WOW-Effekt. Die Lodge liegt erhöht und der Blick in die Landschaft ist einfach nur traumhaft. Wir bezogen unsere wundervollen Zimmer und konnten nach einem kleinen Snack unsere ersten Wildbeobachtungsfahrt genießen. Mit unserer Guidin machten wir uns auf den Weg. Schon nach kurzer Zeit standen wir mit unserem Safari-Fahrzeug vor den Nashörnern. Ein weiteres Highlight unserer ersten Pirschfahrt war eine große Gruppe von Gnus mit deren Jungtieren. Bei einem fantastischen Abendessen ließen wir unsere erste gemeinsame Safari Revue passieren.

Der nächste Tag sollte noch ereignisreicher werden. Nach der morgendlichen Wildbeobachtungsfahrt entschieden sich drei aus unserer Gruppe, einen Bush Walk zu buchen. Man muss ja schließlich alles mal mitmachen…. So marschierten wir drei Stunden mit unseren beiden Guides durch den Hluhluwe Nationalpark und hatten das Glück, auf Augenhöhe mit zwei Nashörnern und einem Büffel zu sein. Unser Herz schlug uns bis zum Hals und bei mir setzte die Schnappatmung ein. Oh man, was für ein Erlebnis!!! Diese Erfahrung ist wirklich unbeschreiblich und ich kann es jedem nur empfehlen!

Die Nachtmittagspirschfahrt wurde natürlich auch noch mit großer Freude absolviert. Zur großen Freude konnte unsere Barbara die ersehnten Elefanten beobachten und war total glücklich. Was für ein Tag. Es konnte einfach nicht besser werden!

Nach der Morgenpirschfahrt hieß es: „Mädels, wir müssen leider los!“ Zum Abschied hatte das Personal der Rhino Ridge Safari Lodge noch eine Überraschung für uns. Die Angestellten begannen plötzlich mit einem traditionellen Tanz und Gesang. Wow, was für ein Gänsehautmoment! Nun fiel uns der Abschied noch schwerer.

Phinda Wildschutzgebiet

Spannende und einmalige Wildbeobachtungsfahrten

Nach kurzer Fahrt erreichten wir das Tor zum Phinda Wildschutzgebiet. Wir waren schon so gespannt, ob wir in diesem Wildschutzgebiet auch die tollen Erlebnisse wie im Hluhluwe Nationalpark erleben dürfen. Nur eines vorweg genommen: Ja, definitiv!

Schon in der Rock Lodge angekommen, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nach einem herzlichen Empfang wurden wir auf unsere Zimmer begleitet. Wir waren uns einig, dies sind keine Zimmer, das sind Wohnungen. In den Felsen stimmig eingebaut wirken Sie im ersten Moment etwas dunkel. Jedoch ist es genau dieses Flair, was die Rock Lodge ausmacht. Im privaten Plunge Pool tummelten sich unzählige Vögel zum Baden. Nach einem „kleinen“ Snack lernten wir unseren Guide kennen. Wir bestiegen unser Fahrzeug und auf ging es zur nächsten Wildbeobachtungsfahrt. Nach kurzer Zeit erspähte unser Tracker einen Leoparden in einem Baum. Ui, was für ein schönes Tier! Wir beobachteten noch die Flusspferde, Nashörner und kamen schließlich zu einem Rudel von acht Löwen. Es wurde langsam dunkel und der Löwentrupp setzte sich langsam in Bewegung; bereit zur Jagd. Neugierig folgten wir dem Rudel in völliger Dunkelheit und versuchten, irgendetwas erkennen zu können. Wir waren total beeindruckt, wie unser Tracker bei dieser schwarzen Nacht überhaupt etwas erkennen konnte. Wer schon in Afrika war, weiß, wie dunkel es wird! Auf einmal kam Bewegung in das Rudel. Schnell folgten wir den Löwen durch hohes Gras und vernahmen den Schrei des gerissenen Zebras. Alle waren ganz aufgeregt. Wir waren bei einem „Kill“ dabei! Dieses Naturschauspiel zu erleben ist wirklich eine einmalige Sache und einem wird bewusst, was heißt: „Fressen und gefressen werden.“ 

Nach diesem Erlebnis fuhren wir zurück zur Rock Lodge und uns wurde das Abendessen auf der Dachterrasse serviert. Es standen überall Lampen mit Kerzen. Das Essen war fabelhaft und die Atmosphäre einfach atemberaubend. Auch ein Bushbaby leistete uns eine kleine Weile auf der Dachterrasse Gesellschaft. Was für ein niedliches Geschöpf mit den süßen Kulleraugen. Eine große Überraschung erwartete uns am nächsten Abend. Wir wurden eingeladen, bei einem aktuellen Versuchsprojekt von &Beyond beizuwohnen. Wir hatten die Möglichkeit eine Nachtfahrt mit einer Infrarotkamera zu erleben. Hierzu wird auf dem Fahrzeug eine Kamera installiert und die Sitzreihen mit kleinen Monitoren ausgestattet. Was für ein Erlebnis! Man muss sich vorstellen, in absoluter Dunkelheit zu sitzen, nur die Geräusche der Umwelt wahrzunehmen und auf dem Monitor die umliegende Tierwelt durch die Infrarotkamera (ohne weitere Lichtquelle) zu beobachten. Das ist ein absoluter WOW-Effekt. Dies sollte man auf jeden Fall nutzen, wenn die Möglichkeit besteht. Auf unseren Pirschfahrten, haben wir Geparden, Büffel, Leoparden, Löwen und Löwenbabies mit ihrem Papa, Nashörner, Flusspferde, Ginsterkatzen, Bushbabies und noch so vieles mehr gesehen.

Unser Resümee der Phinda Rock Lodge: Ein Traum! Wir kommen definitiv wieder! So etwas haben wir noch nie erlebt! Es lohnt sich!

Thonga Beach Lodge

Entspannen am Strand

Wir waren gespannt auf ein weiters Highlight unserer Selbstfahrerreise. Nach solch fantastischen Tierbeobachtungen ging es für uns weiter zu unserem „Strandurlaub“ in der Thonga Beach Lodge. Nachdem wir am Treffpunkt von einem Fahrer abholt wurden, ging es noch eine knappe Stunde durch eine traumhafte Gegend zu unserer Unterkunft. Thonga Beach ist ein wundervoller Strand am pazifischen Ozean. Die kleinen Rundhütten sind wundervoll und geschmackvoll ausgestattet. Hier ist man in einem kleinen Paradies mit ganz wenig Menschen. Wir genossen die Schönheit des Meeres und nahmen an einer „Ocean Exkursion“ teil. Schon die Bootsfahrt mit dem kleinen Schnellboot war ein Abenteuer. Dies wurde jedoch schnell getoppt. Auf einmal hieß es, ab ins Wasser, die Delfine sind da. Somit schnorchelten wir eine kurze Zeit mit einer großen Gruppe Delfinen. Einfach nur toll! Auf einmal zeigte unser Kapitän ganz aufgeregt auf den Horizont. Wale! Die erste Walsichtung in diesem Jahr. Aus dem kleinen Schnellboot wurde alles rausgeholt, damit wir die Wale besser sehen konnten. Die großen Schwanzflossen platschten auf die Oberflächen. Zum Abschluss gab es noch weitere „freie Schnorchelzeit“. Vom Boot aus waren die traumhaften Küsten und der wundervolle Horizont eine traumhafte Kulisse.

Swaziland

Gebirge, Wälder und Natur

Bereit für unsere längste Fahrtstrecke machten wir uns auf Richtung Swaziland. Nach kurzen Grenzformalitäten kamen wir in ein weiteres wundervolles Land. Wir fuhren durch kleine Gebirgszüge, vorbei an einem wundervollen Stausee bis in ein riesiges Waldgebiet, welches nur aus Nadelbäumen besteht. Wir kamen uns hier kurz wie in unserem Schwarzwald vor. Die Abwechslung in der Natur war wirklich atemberaubend. Wir waren sehr traurig, hier nicht mehr Zeit verbringen zu können, um das Land ein wenig mehr zu erforschen. Bei der nächsten Afrikareise muss hier definitiv mehr Zeit eingeplant werden.

Sabi Sand Wildschutzgebiet

Am berühmten Krüger Nationalpark

 

Am frühen Morgen brachen wir auf, um auch pünktlich zur Pirschfahrt im Kirkman´s Camp anzukommen. Wir ließen Swaziland hinter uns, passierten die Panoramaroute und Hazyview und erreichten kurz nach der Mittagzeit das Kirkman´s Kamp. Wieder einmal verschlug es uns die Sprache. Das Camp ist seinem kolonialischen Stil treu geblieben und ist sehr geschmackvoll mit Antiquitäten aus dem 19. Jahrhundert eingerichtet. Die Cottages liegen einzeln mit einem beeindruckenden Blick in das Tal Richtung Fluss. Hier ließen sich Elefanten- und Büffelherden beobachten. Wir waren gespannt, ob das Sabi Sands Wildschutzgebiet hielt, wovon es laut vielen Reiseratgebern verspricht - Wildkatzen im Überfluss. Und tatsächlich. Wir hatten das Glück einige Leoparden über zwei Stunden zu beobachten. Unser aller „ohhh – Moment“ war ein kleines ca. 6 Monate altes Leopardenbaby, welches uns aus seiner Erdgrube mit den großen Augen anblickte. Ach, wie süß. Wir waren uns einig, die würden wir am liebsten nur knuddeln – zumindest in Gedanken :-)

Der Abschied

Letzter Tag in Südafrika

Nach einem tollen Frühstück hieß es langsam Abschied nehmen. Wir bestiegen unseren VW-Bus und brachen auf Richtung Flughafen Johannesburg. Die Fahrt verlief ohne Probleme und wir machten uns bereit für den Abschied von Südafrika

Wir waren uns einig, dass diese Selbstfahrerreise einfach nur perfekt war. Wir genossen die besten Tierbeobachtungen im Hluhluwe Nationalpark, im Phinda Wildschutzgebiet und im Sabi Sands Wildschutzgebiet, traumhafte Strandtage in der Thonga Beach Lodge, atemberaubende Landschaften in Swaziland und einen perfekten Start in Durban. Mehr geht einfach nicht. Es wird noch Tage dauern, diese Erlebnisse zu begreifen.

Ich bedanke mich sehr bei meinen mitreisenden Mädels, für den Spaß, das Lachen, die gemeinsamen Abenteuer und die wundervollen Tage mit euch. Ebenso den größten Dank an Abendsonne Afrika für dieses Erlebnis, welches eigentlich nicht in Worte zu fassen ist und an die wundervollen Unterkünfte, welche uns immer mit viel Herzlichkeit und Freude empfingen.

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