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Auf der Suche nach einem Eiskratzer in Malawi

Auf der Suche nach einem Eiskratzer in Malawi

Meine erste Reise nach Malawi

In dem Reisebericht "Auf der Suche nach einem Eiskratzer in Malawi" erzählt unser Kollege, Jochen Küpfer, von seiner Selbstfahrerreise durch Malawi gemeinsam mit seinem Bruder. Ihre Reise führte Sie vom Flughafen Lilongwe über den Luwawa Forest, das Nyika Plateau bis hin zum Malawisee. Auch im Nkhotakota Wildschutzgebiet legten sie einen Stop ein. Daraufhin verbrachten die beiden zwei Nächte auf Mumbo Island. Zum Abschluss ging ihre Reise weiter in den Liwonde Nationalpark am Shire Fluss und in den Majete Nationalpark, wo sie eine Wildbeobachtungsfahrt mit tollen Tierbeobachtungen erwartete.

Lesen Sie diesen Reisebericht und erfahren Sie mehr über die Erlebnisse und Begegnungen während ihrer Selbstfahrerreise durch Malawi.

Ankunft in Lilongwe

Anreise auf Umwegen

“Welcome on board of your flight ET 871 from Addis Ababa to Lubumbashi. Our flight time to Lubumbahsi is calculated with approximately 4 hours….” - WAS? Mit einer Mischung aus Verwirrtheit (Wo ist Lubumbashi?) und Erschrecken (Wie konnten wir im falschen Flugzeug sitzen?), schaue ich meinen Bruder Christoph neben mir an und habe schon ein Bild von uns beiden vor dem inneren Auge, wie wir den Notausgang betätigen und zurück über das Rollfeld laufen (die Vorstellung mit dem über das Rollfeld laufen sollte sich zum Ende unserer Reise durch Malawi tatsächlich bewahrheiten). “...before we continue after a technical stop to Lilongwe.” Puh! Ok dann sitzen wir zwar im richtigen Flugzeug aber das mit dem Zwischenstopp hätte auch etwas früher kommuniziert werden können (die Anzeigetafeln am Gate waren zufälligerweise außer Betrieb). Nach einer kurzen Recherche auf dem Bildschirm vor uns, erwartet uns also unsere erste Zwischenlandung auf dem Boden der Demokratischen Republik Kongo. Außer einem Flugzeug der UN und einer museumstauglichen Cargo-Maschine war am Flughafen tatsächlich eher nichts zu sehen. Nach einem Austausch von ca. 50 chinesischen Arbeitern in Lubumbashi konnte die Reise dann fortgesetzt werden und wir mit einer Verspätung von drei Stunden in Lilongwe, der Hauptstadt von Malawi, landen.

Noch vor der Einreise treffen wir einen Mitarbeiter von Central African Wilderness Safaris, der uns bei den Formalitäten unterstützt und uns so hilft, die erste Schlange in Malawi zu umgehen (weitere Schlangen in Malawi auf unserer Reise sind tatsächlich eher tierischer Herkunft).

Erschöpft, zufrieden und mit einer Mischung aus Neugier und Anspannung, was das auch für mich noch unbekannte Land für uns bereithält, kommen wir am Abend in der Heuglins Lodge an, wo wir mit Chris, dem Inhaber unseres Partners, unsere Route noch einmal durchgehen. Der wahrscheinlich wichtigste Hinweis neben dem großen Shoppingcenter in Mzuzu war: vertraue nicht dem Navi!

Weiterfahrt Richtung Luwawa Forest

Spannende Vogelbeobachtungen

Nach einem wunderbaren Drei-Gänge-Abendessen und einer langen Nacht (das liegt in der Familie - wir könnten beide immer schlafen und haben kein Problem um 21 Uhr ins Bett zu gehen) starten wir also nach Norden. Unser erster Stopp ist im Luwawa Forest in der gleichnamigen Luwawa Forest Lodge. Nach anfänglichen Bedenken, ob durch die Wahlen und den Vorwürfen der Wahlfälschung Unruhen entstehen würden (was aber im friedlichen Malawi nicht vorkommt), versuchen wir mit wenig Zeitverlust die Umgebung von Lilongwe zu verlassen und erreichen am frühen Nachmittag die Unterkunft. Die zugegebenermaßen in die Jahre gekommene Lodge bietet einen Garten, der sich hinter keinem botanischen Garten der Welt verstecken braucht. Entsprechend vielfältig ist auch die Vogelwelt.

Apropos Vogelwelt… Das kleine Federvieh spaltet teilweise die Meinung auf Wildbeobachtungsfahrten und zwischen Reisenden, als spräche man über Entscheidungsträger der Weltpolitik - wo wir einmal das “Oh wow! Schau ein Miombonektarvogel!” hören, versus: “aha ein Vogel also… wo ist der Löwe?!?”. Da ich persönlich mittlerweile ein Anhänger von “Oh wow!“ bin, versuche ich Christoph zu überreden, einen kleinen Birdwalk zu unternehmen (letztlich waren wir zwei Stunden unterwegs). Lange brauche ich nicht zu fragen, da alleine die Vielfalt und die Farbenpracht der sich im Garten bewegenden Vögel faszinierend ist und wir außerdem noch die vom Flug steifen Gelenke etwas strecken möchten. So starten wir mit unserem Guide. Das erste “Oh wow” war dann aber eher ein “AAAh OOOOOOOH!!!” als wir eine Boomslang im Dickicht unter unserem Steg sehen. Wir halten fest: zweiter Tag - zweite Schlange.

Als Selbstfahrer durch Malawi

Der Weg zum Nyika Plateau

In einigen Ländern gibt es als Selbstfahrer Streckenabschnitte, die die Reisenden bereits vorher beschäftigen und die fahrerische Herausforderungen darstellen. Sei es in Namibia die letzten 2 km nach Sossusvlei, die Tiefsandpisten um Savuti in Botswana oder die Zufahrt zum Mana Pools Nationalpark in Simbabwe (erfahrene Selbstfahrer werden schmunzelnd nicken). Unsere Königsetappe sollte also bereits am zweiten Fahrtag auf uns warten, als wir uns Richtung Nyika Plateau zur Chelinda Lodge aufmachen. Der größte Teil der Strecke ist noch geteert und wir machen tatsächlich noch einen kurzen Einkaufsstopp in Mzuzu. Rumphi ist dann tatsächlich die letzte Tankmöglichkeit und nur wenige Kilometer nach der Stadt geht die Teerstraße in eine Schotterpiste über. Wenige Kilometer weiter geht die Schotterpiste in eine Spitzesteinestraßediesichdenberghochwindetstraße über. Mit etwas vorausschauendem Blick und genügend Zeit, ist aber auch das keine wirkliche Herausforderung. Nach gut zwei Stunden auf Holperpisten kommen wir an das Gate zum Nationalpark. Ab hier wird die Straße wieder schlag(loch)artig besser. Zunächst geht es hier noch durch Wälder und unter riesigen Schirmakazien durch, bis sich die Wälder lichten und wir den ersten Ausblick auf das bis zu 2.600 Meter hohen Nyika Plateau haben. Der Übergang in die offeneren Landschaften mit weniger Vegetation und das zu erwartende Panorama von einem der höheren Felsen hatten uns dann zu einem Picknick veranlasst. Kühlbox und Essen waren schnell gepackt und so erklimmen wir also den nächstgelegenen Felsen. So bin ich also gerade dabei mir ein Sandwich zu machen, als Christoph sich fragend umdreht zu mir und meinte, wie groß der Sicherheitsabstand zu Elefanten sein sollte? Tatsächlich hatte sich in gut 200 Meter Entfernung eine Elefantenfamilie im dichten Grün aufgehalten, die wir von unserem Aussichtspunkt hervorragend beobachten konnten - das nenne ich einen Empfang!

Das Nyika Plateau selbst war in der Reisevorbereitung immer eine für mich nicht einzuordnende Komponente. Ich wusste von vielen Leoparden, den seltenen Pferdantilopen, Bergzebras und Elandantilopen, und den nach schottischen Highlands anmutenden Panoramen, konnte aber tatsächlich den Reiz nicht nachvollziehen - jetzt kann ich das (!!!) und ich empfehle jedem, diesen für sich selbst herauszufinden! Da wir zwei Nächte hier verbringen, nutzten wir den Tag für Erkundungstouren entlang der Dämme und gingen auf Catch&Release Basis fliegenfischen. Tatsächlich habe ich ich mir einen nicht zu vernachlässigenden Sonnenbrand eingefangen, zwei Stühle, unendlich viele Grashalme und zwei mittelprächtige Forellen. Für den ersten Versuch Fliegenfischen also doch ganz ordentlich.

Weiterfahrt in Richtung Malawisee

Besuch eines Dorfes in Malawi

Am Abschiedsmorgen vom Nyika Plateau sollte es bereits um 6:00 Uhr los gehen (man weiß ja nicht, was man unterwegs noch sieht) und außerdem möchten wir die Einkaufsmöglichkeit in Mzuzu nutzen, um Loyce und ihr Waisenhaus bei Pumulani zu unterstützen. Dass es in der Nacht auf 2.500 Metern über dem Meeresspiegel abkühlt, ist nichts Überraschendes - aber im “warmen Herzen Afrikas” im Auto nach einem Scheibenkratzer für die komplett zugefrorene Windschutzscheibe zu suchen, war dann doch eher befremdlich!

Eingepackt nach dem bewährten Zwiebelprinzip, starten wir also die Abfahrt Richtung Malawisee. Nach einem Einkaufsstopp in Mzuzu geht es vollgepackt mit 50 kg Maismehl 30 Liter Sonnenblumenöl und etlichem mehr weiter nach Chintheche. Da wir die Lodge für die Dauer unseres Aufenthalts für uns alleine haben, konnten wir uns Aktivitäten und Ausflüge je nach Lust und Laune einteilen. So beschließen wir am Ankunftstag den Strand und den Pool zu genießen, bevor es dann am nächsten Tag auf Erkundungstour gehen kann.

Die Chintheche Lodge und CAWS haben ein Projekt ins Leben gerufen, welches sich “Roots to Fruits” nennt und sich um eine kostenlose Verteilung unterschiedlichster Nutzbäume an Dörfer in der Region kümmert. So kann einmal dem voranschreitenden Kahlschlag der Wälder in Malawi entgegengewirkt werden, den Kindern aus der Region das Thema nachhaltiges Wirtschaften mit der Natur näher gebracht und letztlich den Familien bei der täglichen Nahrungsbeschaffung in Form von Früchten (welche dann wiederum auf dem Markt verkauft werden können) geholfen werden. Das Projekt ist in meinen Augen ein Hoffnungsschimmer beim überall und ständig präsenten Thema der Abholzung in Malawi und die damit in Verbindung stehenden Überflutungen.

Erstaunt über die vielen Setzlinge und dem Einsatz der Gärtner machen wir uns auf den Weg ins nahegelegene Dorf, um einen Eindruck des dortigen Leben zu bekommen. So beeindruckend der Alltag der Dorfbewohner für uns ist, ist es auch die Polaroid-Kamera für die Kinder des Dorfes. So entwickelt sich der Besuch zu einem Fotoshooting und einem großen Spektakel.

Im Dorf gibt es eine von insgesamt 4 Schulen für Gehörlose in Malawi. Da wir bei Ethiopian Airlines beide je zwei Taschen Gepäck mitnehmen dürfen, haben wir diese vollgepackt mit Kleidung und Schulsachen, die wir zu einem Teil auch hier verteilen. Neben den normalen Unterrichtsfächern ist diese Schule sehr praxisorientiert und hält neben Ziegen auch Hühner und betreibt einen Gemüsegarten. So lernen die Kinder hier für das spätere Leben landwirtschaftliche Grundlagen. Nachhaltigen Eindruck hat jedoch der Umgang der Lehrer mit den Kindern hinterlassen. Ein “Frontalunterricht” wie ich ihn erwartet hätte, findet nicht statt. Sehr einfühlsam mit einem hohen pädagogischen Maß an Feinfühligkeit werden die Kinder hier gefördert und erarbeiten sich die Inhalte. Beeindruckt und mit meinen ersten 3 Gebärden (Danke, Oma und aufwachen) im Gepäck, kehren wir zurück zur Unterkunft.

Weitere Erkundungen entlang des Malawisees

Besuch eines Waisenhauses

Von Chintheche fahren wir weiter nach Süden entlang des Malawisees in das Nkhotakota Wildschutzgebiet. Der Nationalpark war erst kürzlich Teil der größten Umsiedlungsaktion für Elefanten in der Geschichte Afrikas. Knapp 600 Elefanten wurden aus dem Liwonde und Majete Nationalpark hierher umgesiedelt in eines der größten Schutzgebiete Malawis - gesehen haben wir sie leider nicht. Auch sonst befinden sich der Park und die Tierwelt eher im Aufbau. Nichtsdestotrotz ist die dichte Urwaldvegetation für Buschwanderungen geeignet und es gibt viel Wissenswertes zu erleben.

Nach dem kurzen Abstecher in den Busch freuen wir uns bereits wieder, zurück an den See zu kommen - in Chintheche war der Wind relativ stark, so dass wir nicht schnorcheln konnten… aber ohne Buntbarsche gesehen zu haben, fliege ich nicht heim!

Insgesamt haben wir 3 Nächte in der Region um Cape Maclear. Eine Nacht in der Pumulani Lodge und zwei Nächte auf Mumbo Island. Da wir noch vollgepackte Taschen und den Kofferraum voll Lebensmitteln für Loyce und ihr Waisenhaus haben, fahren wir sehr früh los. Wie überall auf der Welt ist alles erst einmal Nebensache, sobald Kinder einen Ball sehen… Also geht es mit der gesamten Mannschaft erstmal auf den Fußballplatz! Ein faires 1:1 stimmt auch alle Gemüter gnädig und so verabschieden wir uns nach diesem eindrücklichen Treffen.

Mumbo Island

Kajakfahren auf dem Malawisee

Am nächsten Tag geht es dann auch tatsächlich nach Mumbo Island und ich komme direkt auf meine Kosten bezüglich der Buntbarsche. Die vorgelagerte Insel bietet eine wunderbare Unterwasserwelt mit malerischen Steinformationen und einer farblichen Vielfalt unter Wasser, die sicherlich mit so manchen Tauchspots im Meer mithalten kann.

Mit etwas Überheblichkeit schmunzle ich über das kleine Schild am Strand “No life vest - no Kayak” und werde nach genau 2 Metern auf den Boden der Tatsachen geholt. Mit kritischem Blick fragt der Guide uns beide “you sure you done it before?” äh öh ähm yes-yes we got one at home… aber das ist nun mal der Unterschied zwischen unseren Kanus zuhause und den sogenannten C-Kayaks, bei denen man quasi oben drauf balanciert. Als wir dann umgestiegen sind und jeder ein eigenes Kanu hatte, war es zwar nicht weniger wackelig, aber irgendwie haben wir es um die Insel herum geschafft (inklusive Otterbeobachtung). In den kommenden zwei Tagen haben wir dann den Anderen beim kentern zugeschaut.

Der Abschied vom Malawisee war dann ein relativ ruppiger. Bei Wind und Wellen ging es die 40 Minuten zurück zum Festland. Mehr als einmal musste ich mich daran erinnern, dass ich den Horizont fokussieren sollte - die Alternative wäre gewesen, die Fische mit meinem Frühstück zu füttern… dazu bin ich aber zu geizig.

Weiterreise in den Liwonde Nationalpark

Tolle Tierbeobachtungen und beeindruckende Landschaft

Der Liwonde Nationalpark am Shire Fluss präsentiert sich bei seiner Ankunft wie ein kleines Paradies. Flusspferde grasen direkt neben der Lodge, überall sind Wasserböcke und Warzenschweine zu sehen und insgesamt sind wir von der offenen Landschaft beeindruckt entlang des Flusses. Es gibt einfach immer etwas zu sehen und wenn das einmal nicht der Fall ist, dann genießen wir einfach die Landschaft. Unbedingt empfehlenswert ist eine Bootsfahrt. Hier zeigt sich neben unzähligen Flusspferden auch die Vogelpracht der Region. Da sich Cristoph bis dahin auch zu einem “Oh wow” entwickelt hat, können wir alle die Bootsfahrt genießen - ohne ein einziges anderes Boot zu sehen oder irgendein Anzeichen von Zivilisation. Selten habe ich mich nicht mehr so weit weg von Menschheit und Alltag gefühlt!

Über das Zomba Plateau in den Majete Nationalpark

Übernachtung in der Mkulumadzi Lodge

Mit einem kurzen Zwischenstopp am Zomba Plateau, geht es in den Majete Nationalpark. Kurz vor dem Nationalpark sehen wir die einzigen Zeichen vom letzten Wirbelsturm und den folgenden Überschwemmungen. So wurde ein gesamtes Dorf mit Hilfe von NGO’s wieder in Form von Zelten des roten Kreuz aufgebaut.

Die Mkulumadzi Lodge erreichen wir nach ca. 30 minütiger Fahrt durch den von African Parks übernommenen Park, der sich in den letzten Jahren zu einem Vorzeigeprojekt zur Wiederansiedlung von Tierarten entwickelt hat. Die Lodge ist per Hängebrücke erreichbar, die jedem Gast zunächst einmal den Eindruck vermittelt, man hätte bereits mittags zu viele Sundowner getrunken… Es ist tatsächlich eine schwankende Angelegenheit. Die Mkulumadzi Lodge selbst bietet riesige Chalets und einen tollen Blick auf den Shire Fluss. Um die Gegend und den Park besser kennen zu lernen beschließen wir am Abend auf eine Wildbeobachtungsfahrt zu gehen. Nach einem tollen Sundowner mit dem lustigsten Guide der Reise haben wir wahnsinniges Glück, als wir dann im Licht der Scheinwerfer zwei kleine Stachelschweinkinder entdecken. Kaum vorstellbar, dass man ein Tier mit spitzen Stacheln, kompaktem Körperbau und kurzen Beinchen tatsächlich als süß bezeichnen kann… es war aber tatsächlich der Moment, bei dem alle 4 Männer im Auto fast gleichzeitig “oh - cute” schrien.

Am nächsten Morgen war Liebe in der Luft… Die Vegetation im Park ist eher dicht und es ist schwer neben der Straße tief in den Busch zu schauen - glücklicherweise nutzen aber viele Tiere deshalb die Straße um sich fort zu bewegen. So auch unser Liebespaar in Form von zwei Löwen. Sinnbildlich für die Safari in jeglichen Parks auf der Reise steht die letzte Tierbeobachtung offensichtlich als Metapher für den Aufbruch in Zeiten der Weiterentwicklung der Tierbestände in Malawi.

Rückreise nach Deutschland

Abschied nehmen von Malawi

Früh brechen wir vom Majete Nationalpark auf, damit wir pünktlich in Blantyre zum Rückflug kommen. Am Flughafen angekommen, bekommen wir nach einiger Wartezeit mitgeteilt, dass unser Flug zwei Stunden Verspätung hat, was bei einer Umsteigezeit in Lilongwe von 40 Minuten eher ungeschickt ist. Glücklicherweise hat jedoch die Maschine nach Lilongwe den uns bekannten Umweg über Lubumbashi genommen und hat seinerseits auch Verspätung. Da dann alles dennoch sehr knapp wurde, spazierten wir in Lilongwe einmal quer über das Rollfeld zur bereits wartenden Maschine… Zur Verabschiedung also eine klassisch afrikanische Spontanaktion mit pragmatischer Lösung.

Ein kleines Schlusswort kann ich mir nach dieser Reise nicht verkneifen. Bereits während der Reise habe ich zwangsläufig versucht das Land, den Lebensstandard und die Umstände in Malawi in meine bisherigen Erfahrungen in Afrika einzuordnen. Bis heute ist mir das nicht gelungen, jedoch die Erkenntnis, dass einmalige Länder für sich selbst stehen können. Dies bestärkt mich darin, Reisenden, die bereits viele unterschiedlichste Erfahrungen gesammelt haben, die Einmaligkeit Malawis näher zu bringen.   

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