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Abendsonne Afrika Fam Trip in Botswana

Abendsonne Afrika Fam Trip in Botswana

Vom 17.11.2018 bis zum 25.11.2018 hatten 4 Personen die Möglichkeit, Botswana mit Begleitung durch Abendsonne Afrika bei einer einmalig schönen Reise kennenzulernen. Unsere Kollegin, Peggy Hinze, hat die Gruppe begleitet und berichtet uns jetzt, wie schnell man sich in Botswana verlieben kann:

Tag 1 - 2: Botswana wir kommen!

Mit freudiger Erwartung habe ich nach zwei Stunden den Flughafen Frankfurt erreicht und bin schon total gespannt, meine Mitreisenden kennenzulernen. Am Schalter der South African Airways ist es dann soweit. Das erste aufeinander treffen läuft super und alle verstehen sich. Gemeinsam sind wir bereit für das Abenteuer Botswana und unser Abendsonne Afrika Famtrip kann beginnen.

Nach dem ersten gemeinsamen Drink und netten Gesprächen geht es auf die Reise. Im ausgebuchten Flugzeug - was deutlich zeigt, Südafrika ist ein beliebtes Reiseziel - nehmen wir Platz, quatschen noch ein wenig und versuchen dann etwas zu schlafen. 10:30 h später landen wir etwas zerknautscht und halbmunter in Johannesburg. Die Sonne und die Freundlichkeit und Gelassenheit der Südafrikaner heissen uns willkommen. Noch schnell ein Lebenszeichen an die Lieben nach Hause schicken und getreu dem Motto "Nur noch kurz die Mails checken" geht's dann weiter nach Botswana. Vorher dürfen wir noch den neuen Amarula Vanilla probieren und stimmen uns schon Mal auf gemütliche Abende und tolle Erlebnisse ein. Botswana wir kommen!

Maun, 40,9 Grad, die Frisur sitzt schon lange nicht mehr und mit viel zu warmer Kleidung erreichen wir nach kurzem Fahrzeugtransfer etwas erschöpft aber happy unsere erste Station, das Meno aKwena Camp, im Makgadikgadi Pan National Park.

Kurz frisch gemacht und das Camp bestaunt, geht es gleich weiter. Eine "Sundowner Bootcruise" auf dem Boteti wartet auf uns. Zum Auftakt erleben wir eine ganze Herde Elefanten mit Babys, die ihren Durst stillen und eine große Gruppe Giraffen, die den Dickhäutern Gesellschaft leisten. Während der Fahrt genießen wir den typischen afrikanischen Drink, Gin Tonic, ein paar Snacks und lassen uns von der atemberaubenden Stimmung einfangen, und genießen den Blick auf unsere ersten wilden Gäste.

Nach einem tollen Abendessen in Gemeinschaft mit anderen Gästen fallen alle glücklich und übermüdet ins Bett. Die Löwen singen uns dabei sehr lautstark in den Schlaf. Gute Nacht Botswana

Tag 3: Das Buschkino ist eröffnet!

Gemäß den afrikanischen Regeln startet unser Tag um 05:00 Uhr mit dem typischen "knock knock". Schon beim Aufwachen können wir den Fluss und die ersten Tiere sehen. Elefanten und Zebras treffen sich zum Trinken und lassen uns bewusst werden: ja, wir sind tatsächlich in Botswana. Nach einem kurzen Frühstück geht's auch schon los zum Game Drive in den Makgadikgadi Nationalpark. Auf dem Weg dahin erfahren wir jede Menge über die Gegend und den Lebensraum vieler Tiere. Auch die Verkehrsmittel unterscheiden sich von denen in Deutschland. Daher bleibt uns eine spannende Fahrt mit der Fähre nicht erspart und lehrt uns, in der Ruhe liegt die Kraft.

Im Park angekommen zeigt sich, warum es hier so toll ist. So viele Tiere auf einmal zu sehen und zu realisieren, man steht direkt daneben und mittendrin, lässt das Herz höher schlagen und das Adrenalin steigen. Mit jedem Blick entdeckt man etwas Neues und die Kameras kommen gar nicht mehr hinterher. Nach vielen schönen Aufnahmen ist dann nur noch genießen angesagt. Geier zeigen uns, wo die Löwin erfolgreich gejagt hat, hunderte Zebras queren vor uns den Weg, Elefanten baden und legen ein Matschbad ein, Wildebeast überqueren als Herde das Wasser, die Löwin verdaut im Schatten ihr letztes Mahl und wir sind hautnah dabei. Wenn das Mal keinen bleibenden Eindruck hinterlässt...

Bei mehr als 40 Grad bleiben wir dann actionreich im Sand stecken und müssen das Fahrzeug  verlassen. Mit mulmigem Gefühl assistieren wir dann unseren Guide und kommen rasch wieder frei. Gut, wir haben überlebt. :)

Nach erlebnisreichen und unvergesslichen Stunden mit mehr Eindrücken, als erwartet im Gepäck, verlassen wir den Park. Auf dem Weg zurück zur Lodge lässt uns die Natur noch an einem kleinen Wunder teilhaben. Wir werden Zeuge, bei einer Kälbchengeburt. Ganz ergriffen taufen wir das kleine auf den Namen "Abendsonne" und lassen Mama und Baby ihre Zweisamkeit genießen. 

Zurück im Camp haben wir Zeit den Pool und die tolle Aussicht daraus zu erleben. Wie auf Bestellung queren dann Elefanten das Gebiet. Das Buschkino ist eröffnet! Aber das soll es noch nicht gewesen sein: Ein Spaziergang mit den San Buschmännern steht auf dem Programm.

In traditioneller Kleidung und Sprache geben sie uns einen Einblick in ihr Leben. Jagen, Essen machen, Pflanzenmedizin, Tanz und Spaß haben steht auf dem Stundenplan. Wissbegierig folgen wir den Erklärungen des Übersetzers und sind dankbar diese Erfahrungen machen zu können. Als Zeichen unserer Dankbarkeit steigen wir in den Gesang und Tanz ein. Alle haben Freude, nur das 2jährige San Kind findet, dass "Weiße" sich komisch verhalten und nicht tanzen sollten, und versteckt sich dann verstört und weinend hinter der Mama. Ein Grund mehr, nicht den Beruf zu wechseln. Nicht ohne einen deutschen musikalischen Eindruck zu hinterlassen, geben wir ein Weihnachtslied zum Besten und verabschieden uns von den San.

Der Tag war erlebnisreich und lang. So genehmigen wir uns nach dem Abendessen noch einen Absacker am Lagerfeuer, tauschen uns mit dem Team aus und fallen dann müde und geflashed ins Bett. Herr und Frau Löwe singen uns wieder in den Schlaf und Herr Elefant wünscht planschend schöne Träume.

Tag 4: Mobile Safari im Moremi Wildschutzgebiet

Und täglich grüßt das Krokodil. Auch heute lässt sich das ca. 2,50 m lange Tier die Sonne auf die Schuppen scheinen, um so gut in den Tag zu starten. Wir tun das nach dem Frühstück auch und starten zu einer "Morningcruise".

Auf dem Wunschzettel stehen heute die Hippos und es dauert wirklich nicht lange und wir erspähen die kleinen Ohren und die herausschauenden Augen. Aus genügend Entfernung bestaunen wir die großen Tiere und erleben auch, wie sie sich unterhalten. Leider bleibt uns der Rest des Körpers verborgen. Während die Temperaturen weiter steigen, verabschieden wir uns vom Team des Meno aKwena und werden zurück nach Maun gebracht. Hier wechseln wir das Fahrzeug und lernen unseren Guide für die nächsten Tage kennen. Mit ihm begeben wir uns nun auf ein anderes Abenteurer, zwei Tage mobile Safari.

Mit Kilo entern wir nach einer langen Fahrt das Moremi Game Reserve. Im Park erleben wir weiter die Faszination Botswana und seine Tiervielfalt. Wir treffen alte Bekannte: Zebras, Elefanten, Giraffen und Vögel sagen uns "Hallo" und wir verbringen viel Zeit mit dem Beobachten der Tiere und ihre Interaktion. An einem kleinen See nehmen wir unseren täglichen Sundowner ein und erleben das Gefühl "In the middle of nowhere, with the sound of nature". Ein paar Selbstfahrer und abenteuerliche Brückenüberquerungen später erreichen wir unser Quartier für diese Nacht. Dank eines Back Up Teams stehen unsere Zelte schon und sind bezugsfertig. Das Abenteuer Campen mitten im Busch kann beginnen. Nach dem Frischmachen unter der "bucket shower" und der Buschtoilette wird für uns lecker gekocht und wir lassen den Tag am Lagerfeuer entspannt ausklingen.

Tag 5: Wildnis pur!

Unser Tag startet heute wieder um 05:00 Uhr morgens mit den berühmten Worten " knock knock". Nach einer kurzen Katzenwäsche und Frühstück geht's sofort los, denn heute durchqueren wir den Park Richtung Norden und schlagen dann wieder unser Lager auf.

Erneut treffen wir wieder auf die Elefantenherde von gestern, die sich auf zum Wasserloch macht. Gespannt beobachten wir, wie schwer ein Rüssel sein kann, wie klein Elefantenbabies sind und das Temperament der Teenager. Nach diesem ausgiebigen Tankstopp ziehen sich die Dickhäuter in den Busch zurück und wir setzen unsere Reise fort.

Als wäre das nicht schon ein Tageshighlight gewesen, treffen wir kurz darauf auf ein Rudel Wildhunde, das sich zum Jagen aufmacht. Wir zählen 25 Tiere und sind ganz aus dem Häuschen. Kilo, unser Guide sagt erneut, dass wir "lucky" sind, denn diese Spezies ist selten und man trifft sie nicht so oft. Wenn wir gewusst hätten, was dann noch kommt, hätten wir Schnappatmung bekommen. Mitten auf einer weiten Fläche liegen ganz entspannt zwei weibliche Löwen, die Siesta halten und sich gar nicht stören lassen. Wir nähern uns etwas an und plötzlich bewegt sich im Gras neben uns etwas und es tauchen noch 6 verschlafene Löwen auf, die wir doch glatt übersehen haben. Mit dieser Nähe haben wir nicht gerechnet und sind dementsprechend nervös und aufgeregt. Mit einem leichten Raunzen machen die Könige uns klar, dass sie lieber für ihr Schläfchen alleine sein wollen. Überwältigt verlassen wir den Platz und beobachten bei unserer Teepause, wie sich das Rudel wieder entspannt hinlegt und im Gras nicht mehr zu erkennen ist. An einem sicheren Platz frühstücken wir im Beisein von Zebras und realisieren erst jetzt so richtig, wo wir sind. 

Unterwegs finden wir noch Giraffen, Hippos (leider wieder nur im Wasser), die seltene Roan und Sable Antilope, jede Menge Elefanten und Zebras. Etwas erschlagen und mit der Angst, das Erlebte gar nicht so schnell verarbeiten zu können, kommen wir im Camp an. Nach einer verdienten Dusche, essen wir gemeinsam und lassen den Tag am Lagerfeuer mit den Geschichten des Guides ausklingen. Längeres Aufbleiben lohnt sich hier besonders, denn im Busch ist immer was los.

Tag 6: Mokorofahrt in der Khwai Region

Mit den ersten hellen Flecken am Horizont erwacht das Leben im Busch und auch im Camp. Nach einer ausgiebigen Buschdusche setzen wir uns entspannt zum Frühstück. Unser Guide erzählt uns, dass diese Nacht jede Menge Leben war und wir uns gleich auf die Suche nach den Königen der Tiere machen, da er viele Spuren gefunden hat. Wir verabschieden uns von unserem Backup Team, denn das war unsere letzte Nacht der mobilen Safari und fahren mit hoffnungsvoller Erwartung los.

Die Sonne scheint und ein neues Erlebnis liegt vor uns. Kilo, unser Guide verfolgt fleißig die Löwenspuren und erklärt uns dabei von wo nach wo sie unterwegs sind und warum. Aufmerksam hören wir zu und hoffen darauf, sie auch wirklich zu finden. Minutenlang fahren wir und genießen den Ausblick und versuchen selbst Bewegungen im Busch ausfindig zu machen. Unser deutscher Blick ist dafür aber nicht so gut ausgelegt, daher lehnen wir uns wieder zurück.

Weiter des Weges stehen uns plötzlich in einer Kurve 8 weibliche Löwen mit 3 Babys gegenüber. Der Puls rast, die Kameras werden gezückt und das Erstaunen nimmt zu, denn nachdem die Damen mit den Kindern weitergezogen sind erscheint der "König der Tiere" auch ganz plötzlich und schlendert anmutig zu einem Busch, unter dem es sich schon weitere Löwen gemütlich gemacht haben. Fasziniert verbringen wir hier viel Zeit mit der Beobachtung und stellen fest, dass diese Tiere nicht im geringsten bedrohlich wirken, sondern das Bedürfnis des Kuschelns wecken, so wie Katzen halt sind...

Wie hypnotisiert und überglücklich lassen wir die Könige zurück. In Gedanken versunken und in Erinnerungen schwelgend fahren wir noch einmal zu unserer liebgewonnenen Elefantenherde, die uns erneut ein tolles Schauspiel am Wasserloch bietet. Etwas traurig lassen wir sie zurück und fahren weiter in Richtung North Gate und verlassen jetzt das Moremi Game Reserve, bleiben aber in der Khwai Region.

Wir steuern jetzt das Khwai Tented Camp an und werden auch hier bereits sehr freundlich erwartet und in Empfang genommen. Das Mittagessen und der Pool warten bereits auf uns. Gemütlich und entspannt hängen wir am Pool unseren Gedanken nach und versuchen das schon Erlebte zu verarbeiten, ungeahnt dessen, was noch kommen sollte. Ausgeruht, frisch gemacht und erholt treffen wir dann unseren Guide für den Abend.

Wir erzählen, was noch so auf unserer Wunschliste steht. Ken lächelt und meint: "Mal sehen, was er so tun kann". Auf dem Weg zu unserer Mokorofahrt fahren wir am Fluss entlang, denn ein an Land stehendes Hippo steht auch darauf. Überraschend treffen wir auf eine Gruppe Hippos im Wasser und ein Baby, das an Land entspannt frisst. Ach wie süß und niedlich, tönt es von hinten aus dem Safari Fahrzeug und die Kameras kommen erneut zum Einsatz. Schon zur Weiterfahrt bereit kommt ein Rauschen und eine Stimme aus dem Funkgerät. Da war ja noch eine Katze auf unserer Liste, die wir gerne gesehen hätten, aber man will ja nicht übermütig werden...

Nachdem Ken das Funkgerät bedient hat, grinst er noch mehr und teilt uns mit, dass unser Wunsch in Erfüllung gehen kann, wenn wir bereit sind, unsere Mokorofahrt zu verkürzen. Mit großen Augen und ganz aufgeregt sagen wir "ja klar" und fahren ganz zügig weiter. Ein paar Kilometer weiter, vorbei an tollen Vögeln, Elefanten und Zebras kommen wir zu einem ganz besonderen Baum. Auf diesem hat es sich in typischer Position ein Leopard gemütlich gemacht. Fasziniert und fast schon gerührt realisieren wir, dass es wahr ist und lassen die Handys und Kameras glühen. Anmutig und elegant zeigt uns der Leopard seine Seiten und dass er gerne Fotomodell ist.

Weiter geht es zur Bootsfahrt, die wir fast schon vergessen hatten. Ken gibt Gas und so schaffen wir es noch die Kanäle des Khwai zu befahren. Unsere Bootsführer erklären uns die Besonderheiten und lassen uns andächtig werden. Denn eine Mokorofahrt lädt zum Entspannen, Genießen und Entschleunigen ein und zeigt die Natur und Landschaft Botswanas von einer anderen Seite.

Im Anschluss an unsere Fahrt, erwartet uns ein Sundowner direkt an der Anlegestelle. Gemeinsam mit den Guides genießen wir die untergehende Sonne und den aufgehenden Mond. Auch ein paar Elefanten gesellen sich dazu und machen die Situation komplett. Mit zufriedenen Gesichtern und wieder dem Gefühl, Wahnsinn, was wir schon alles gesehen und erlebt haben, geht es zurück zum Camp. Vor uns liegt ein tolles Abendessen im landestypischen Boma. Als Überraschung dürfen wir an einem speziellen Abendprogramm teilhaben. Das Team präsentiert uns landestypische Lieder und Tänze, die von der Natur, den Tieren und natürlich den Beziehungen der Menschen handeln. Es klingt, als würden alle professionell im Chor singen würden und rhythmisch bewegen können sie sich auch. Mit viel Freude und Spaß und keinerlei peinlicher Berührung lassen sie uns den besonderen Flair Botswanas erleben und in uns aufnehmen. Geflashed und gerührt sagen wir danke und ersparen dem Team eine deutsche Gesangseinlage, wir haben damit ja schon unsere Erfahrungen gemacht.:)

Nach einem leckeren Essen und tollen Unterhaltungen, mit einigen des Teams werden wir zum Zimmer gebracht und schlafen tief und fest und Träumen von unseren Erlebnissen.

Tag 7: Das absolute Highlight unserer Botswana-Reise

Nachdem wir uns an das frühe Aufstehen gewöhnt haben, macht es nichts mehr aus, dass das berühmte "knock knock" um 5 Uhr ertönt. Frisch gestärkt verabschieden wir uns und machen uns auf den Weg nach Linyanti. In Mababe fahren wir jetzt in den Chobe Nationalpark.

Unwissend dass heute alles etwas länger dauern wird, finden wir gleich zu Beginn eine schwangere Löwin, die es sich nach dem Jagen im Schatten gemütlich gemacht hat. Vorbei an Giraffen, Elefanten und Büffel erleben wir eine ganz anders anmutende Landschaft. Die Straßenverhältnisse verschlechtern sich leider und verlängern unsere Fahrt auf mehr als das Doppelte. Mit viel Humor und doch erleichtert, erreichen wir gegen Spätnachmittag unser Domizil für heute, das Linyanti Ebony Camp. Der Ausspruch "African Massage" hat heute auch für uns eine andere Bedeutung bekommen. Nachdem wir unsere Knochen wieder an die richtigen Plätze sortiert haben und nach einem nachmittags Snack und kurzer Erfrischung, treffen wir uns zur Aktivität wieder. Leider ist unser Game Drive auf Grund der Verspätung nicht mehr möglich, doch der Campmanager hat eine Überraschung für uns. Nichtsahnend besteigen wir das Safari Fahrzeug und begeben uns auf eine Fahrt ins Ungewisse.

Nach kurzer Fahrt erreichen wir einen Platz an dem ein Helikopter parkt. Wir schauen uns an und geraten in freudiges erschrocken sein: "Ist das für uns?" - fragen wir uns und schauen zu, wie der Pilot auf uns zukommt. Nun ist klar, was die Überraschung ist... Wir begrüßen den Piloten, der uns alles Notwendige erklärt und sich über unsere leuchtenden Augen freut. Doch, was ist das? Der Heli hat keine Türen. Der Pilot sagt ganz entspannt, bei einem Scenic Flug ist das normal, wir wollen ja gut was sehen und Fotos machen...

Danach starten wir zu unserem Rundflug über die Region, was uns wieder einmal bewusst macht, wo wir uns befinden und wie dankbar wir für all diese Erlebnisse und Erfahrungen sind. Botswana von oben ist ein atemberaubendes Erlebnis. Unter uns Gruppen von Hippos, unzählige Elefantenherden und Büffel können wir sehen. Der Wind weht uns um die Nase, es riecht nach Regen und Namibia ist nicht weit entfernt. Sicher gelandet freuen wir uns immer noch wie kleine Kinder, und können kaum fassen, dass der Flug keine Einbildung war. Zurück im Camp präparieren wir uns für unseren heutigen Sundowner. Kurze Zeit später erleben wir, wie schnell die Abendsonne in Afrika untergeht und welche Stimmung dies verursacht.

An einem kleinen Wasserlauf stehen für alle Gäste Stühle, Getränke und kleine Snacks bereit. Zusammen und sich unterhaltend genießen wir den Moment und freuen uns hier sein zu können. Für heute wartet nur noch das Abendessen auf uns. Mit einem Drink am Lagerfeuer lassen wir den Tag ausklingen und Revue passieren.

Tag 8: Ein kleines Paradies in Sambia

Langsam aber sicher kommt Abschiedsschmerz auf, denn heute starten wir zu unserer letzten Station der Reise. Wieder ganz früh und nach leckerem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Kasane. Etwas erschöpft und wehmütig erleben wir einen letzten Tag "on the road". Jeder hängt seinen Gedanken nach und saugt die Eindrücke der Umgebung noch einmal ganz bewusst auf. Die Landschaft ändert sich, die Zivilisation rückt näher und uns wird bewusst, auch etwas Schönes geht irgendwann zu Ende.

In Kasane erleben wir wieder Menschen, Verkehr und Alltag der Bevölkerung. Das ganze Gegenteil von dem, woher wir kamen. Kilo tankt den Wagen auf und wir schauen uns freudig in einem Supermarkt um, der schon festlich für Weihnachten geschmückt ist. Anschließend fahren wir zur Fähre, die Botswana mit Sambia verbindet.

Das Beobachten des Treibens rund um die Fähren ist besser als jeder Film. Wir fragen uns, wie das alles immer so klappt und die Menschen immer so entspannt und freundlich damit umgehen. Letztlich stellen wir fest, das würde bei uns so nie funktionieren. Mit unserem Gepäck betreten wir mit LKW, vielen Menschen und deren Einkäufen unser Fortbewegungsmittel. Auf der sambischen Seite angekommen müssen wir uns schweren Herzens von unseren Guide Kilo verabschieden. Er hat uns die letzten Tage seinen Busch gezeigt und uns an seinem unglaublichen Wissen teilhaben lassen. Danke Kilo für alles und wir kommen sicher wieder!

Ein Fahrteam nimmt uns in Empfang und begleitet uns zur Einreise nach Sambia und bringt uns zu unserer letzten Unterkunft, der Thorntree River Lodge. Wir fahren einige Kilometer jetzt in einem klimatisierten Fahrzeug mit nettem Fahrer, der uns vieles über sein Land erzählt. Irgendwann biegen wir ab und fragen uns, was soll da denn jetzt noch kommen. Doch am Ende erreichen wir ein Metalltor, hinter dem sich die Lodge verbirgt. Wir werden herzlich empfangen, erhalten einen Überblick und werden zu unseren Zimmern begleitet. Hinter den Türen tut sich dann ein kleines Paradies auf. Modern eingerichtet und mit eigenem Planschpool, der uns zu ruft, springt rein. Hier die letzte Nacht zu verbringen, ein Traum, denn die Thorntree River Lodge liegt direkt am Sambesi und jedes Zimmer hat Blick darauf. 

Nach ein bisschen Zeit zum Planschen und Erholen, treffen wir uns am Steg wieder, um eine Sundowner Bootsfahrt zu machen. Ein letztes Mal schippern wir dem Sonnenuntergang entgegen, beobachten die Krokodile und Hippos und genießen unseren letzten Sundownerdrink in einer wunderschönen Kulisse. Wehmütig stoßen wir auf eine tolle Reise an und schmieden Pläne für das Wiederkommen. Die Abendsonne Afrikas hat uns gewärmt und uns gezeigt, welch schöne Plätze Afrika zu bieten hat.

Im Dunkeln kommen wir zurück und werden auch jetzt toll empfangen und können ein leckeres Abendessen erwarten. Plötzlich entsteht Aufregung, das Personal kommt und holt uns, denn direkt im Garten haben es sich Hippos zum Grasen gemütlich gemacht. Wahnsinn, diese mächtigen Tiere so nah und nicht im Wasser zu sehen. Gänsehaut entsteht und wir lassen den Moment gewähren und freuen uns, auch am letzten Abend noch Mal Tiere zu sehen. Gemäß unserer Tradition gönnen wir uns im Anschluss noch einen leckeren Drink und schwelgen in Erinnerungen, bevor uns die afrikanische Luft und Atmosphäre ein letztes mal in den Schlaf wiegt. 

Tag 9: Die berühmten Viktoria Fälle

Etwas später als sonst, starten wir bei Sonnenschein unseren letzten Tag mit leckerem Frühstück auf der Terrasse und wunderschönem Ausblick auf den Sambesi. Mit viel Wehmut nehmen wir unseren letzten Stopp in Angriff.

Die berühmten Viktoria Fälle von der sambischen Seite warten auf uns und zeigen sich auch ohne viel Wasser (was für diese Jahreszeit normal ist) von ihrer besten Seite. Imposant erheben sich die Fälle und lassen nur erahnen wie dieses Erlebnis ausfällt, wenn viele Millionen Liter Wasser die Kanten hinunter stürzen. Beeindruckt und froh, dieses Naturwunder live erlebt zu haben, genießen wir den Blick und schwelgen schon jetzt in Erinnerungen. Anschließend werden wir zum Flughafen Livingstone gebracht und beginnen traurig unsere Vorbereitungen für die Heimreise. Wir quatschen, lachen und lassen unsere Reise Revue passieren. In Johannesburg werden die letzten Mitbringsel Einkäufe erledigt und ein letztes Mal sitzen wir für einen Drink zusammen. Eins ist auf jeden Fall klar, Botswana ist ein spektakuläres Land mit freundlichen Menschen, jeder Menge toller Erlebnisse, wahnsinns Natur und vielen vielen Tieren... also auf jeden Fall eine Reise wert!

Mit diesen schönen Erinnerungen besteigen wir das Flugzeug und eins ist ganz sicher, wir kommen wieder!!!

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