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Naturschutz in Sambia

Naturschutz in Sambia

Conservation South Luangwa und dem Zambian Carnivore Program

In diesem Blogbeitrag möchten wir Sie auf die Arbeit zweier Naturschutzorganisationen aufmerksam machen, die uns ganz besonders am Herzen liegen. Auch die Teilnehmer unserer beiden letzten Sambia Gruppenreisen konnten diese etwas näher kennenlernen. Unsere Gäste haben interessante Vorträge von den beiden ansässigen und wichtigen Naturschutzorganisationen „Conservation South Luangwa“ und „Zambian Carnivore Program“ erhalten. Insbesondere Thandiwe Mweetwa hat hier einen guten Job gemacht und über die wertvolle Arbeit im South Luangwa Nationalpark und weiteren Parks in Sambia berichtet. Vielen Dank dafür!

 

Mit besonderem Stolz können wir berichten, dass die Teilnehmer von zwei Gruppenreisen am Ende Ihrer Reise insgesamt 1.000,-USD für den Naturschutz spendeten. Diesen Betrag hat Abendsonne Afrika verdoppelt und diese 2.000,-USD ging als Spende an Conservation South Luangwa für die Patenschaft in 2020 für Rudi, Earl, Ruger, Chai und Tygee – den 5 Spürhunden und ihren 8 Betreuern, die sehr erfolgreich in der Antiwilderei sind.

Recht herzlichen Dank an alle unsere Gäste, die das ermöglicht haben!!

Wildtiere brauchen Schutz vor Wilderei…

Die Arbeit der Wildhüter ist eine wichtige, aber zugleich mühsame und gefahrvolle Tätigkeit. Für den Schutz der Wildtiere im South Luangwa sind die Wildhüter die Schutzengel der Wildtiere!

Schlingfallen (meist Drahtschlingen) sind die lautlosen Killer von jährlich Tausenden Wildtieren allein im South Luangwa Nationalpark. Ausgelegt, um günstig an Fleisch von Wildtieren wie Antilopen und Zebras (sogenanntes Bushmeat) heranzukommen, richten sie allerdings nicht nur bei diesen Tieren großen Schaden an. Auch wenn Schlingfallen je nach Größe und dem Ort, wo sie aufgestellt wurden, oft für eine bestimmte Gruppe an Wildtieren bestimmt sind, so verletzen und töten sie doch wahllos alles, was sich in ihnen verfängt. Hunderte Elefanten, Giraffen, Büffel und andere Tiere werden jährlich durch die Schlingen getötet. Auch für den Tod von vielen Raubtieren, wie Löwen, Hyänen und Wildhunden sind die Schlingen verantwortlich.

Die Wildhüter von Conservation South Luangwa haben ca. 75 Scouts für Anti-Wilderei im Einsatz, die monatlich mindestens 12 Patrouillen (jede Patrouille geht mindestens über 10 Tage) und machen Fallen unschädlich. Sie helfen bei Rettungsaktionen, um Wildtiere, die in Schlingfallen geraten sind, zu befreien und zu verarzten. 

Die Wildhüter sind auf Unterstützung angewiesen, um ihren Einsatz, ihre Ausrüstung und die Transportfahrzeuge sowie deren Unterhalt finanzieren zu können.

… und der Mensch-Wildtier-Konflikt ist ein großes Thema.

Der Lebensraum vieler Wildtiere schrumpft zusehends auf Grund der stetig wachsenden Bevölkerung. Deshalb geraten sie immer näher an besiedelte Gebiete, wodurch immer häufiger Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren entstehen. Vielen Wildtieren wird die Nähe zum Menschen zum Verhängnis und ohnehin schon bedrohte Arten werden durch diese Verluste weiter gefährdet. Menschen fühlen sich beispielsweise durch Raubtiere bedroht oder sie haben Angst, ihren Viehbestand oder ihre landwirtschaftlichen Flächen bzw. ihre Ernte durch Wildtiere (insbesondere durch Elefanten) zu verlieren. Oftmals wird in solchen Situationen nicht davor zurückgeschreckt, die Tiere zu töten. 

Je nach Konfliktsituation müssen Strategien ausgearbeitet werden, welche eine friedliche Koexistenz zwischen Menschen und Wildtieren ermöglichen. 

Detection Dog Unit

Conservation South Luangwa hat zusammen mit dem DPNW (Department of National Parks & Wildlife) 2014 die „Detection Dog Unit“ gegründet. Hierbei handelt es sich um speziell ausgebildete Spürhunde, die helfen sollen, den illegalen Wildtierschmuggel zu reduzieren und die Verantwortlichen Dingfest zu machen. Neben Elfenbein, Leopardenfellen, Löwenfellen, Schuppentieren, Muluka Holz und bestimmten Sorten von `bush meat‘ spüren die Hunde unter anderem auch Waffen und Munition auf. Auch die Begleiter der Hunde werden einem intensiven mehrmonatigen Training unterzogen, das vierteljährlich aufgefrischt wird. Die Hunde und deren Begleiter werden unter anderem bei Straßensperrungen, Dorfdurchsuchungen sowie an Grenzen und Flughäfen eigesetzt.

Alleine 2019 hat die K9 Patrol mit ihren Detection Dogs 12.413 Fahrzeuge sowie 180 Gebäude/Objekte durchsucht, dabei 32 Verdächtige gefasst und 28 Waffen konfisziert. Jede Patrouille kostet rund 175,-USD. Wer die K9 Patrol gerne unterstützen möchte, kann für 200,-USD beispielsweise einen Detection Dog auf www.cslzambia.org adoptieren.

 

Übersicht der Kosten des Conservation South Luangwa

Um eine Idee der laufenden Kosten des Conservation South Luangwa zu bekommen:
•    Spürhund und dessen Betreuer innerhalb eines Jahres: 500,-USD
•    10-tägige Patrouille: 400,-USD
•    1-stündiger Patrouillenflug: 250,-USD
•    Kosten für ein elefantensicheres Getreidelager: 200,-USD
•    Privates Mitglied werden: 150,-USD
•    Als Unternehmen Mitglied werden 1.000,-USD
•    Wildhund oder Löwen aus einer Schlingfalle befreien: 250,- USD
•    Elefanten aus einer Schlingfalle befreien: 500,-USD

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