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Ein Abend mit Jane Goodall

Ein Abend mit Jane Goodall

Liane Merbeck berichtet

Gleich vorweg möchte ich sagen, dass es einer der interessantesten Abende war, die ich seit langem erlebt habe. Diane Fossey und Jane Goodall waren immer meine Vorbilder. Und nun habe ich Jane Goodall persönlich getroffen und war vom ersten Moment an von ihrer Ausstrahlung, ihrem Humor und ihrem Engagement begeistert. 

Ein Leben für die Natur: Jane Goodall bringt uns Naturverständnis näher und ist wohl eine der am meisten bewunderten Naturschützerinnen der Welt.

Für ihren Einsatz zum Schutz der Menschenaffen, unserer nächsten Verwandten, den Schimpansen, wurde die Britin mehrfach ausgezeichnet. 2002 erklärt der UN-Generalsekretär Kofi Annan Jane Goodall zur UN-Friedensbotschafterin. 

Von ihren Anhängern wird sie als Ikone des Natur- und Umweltschutzes verehrt. Selbst mit 85 Jahren (!!) tourt sie für ihr Anliegen immer noch unermüdlich um die Welt, bis zu 300 Tage im Jahr! Und das mit großem Erfolg.

Auch an diesem Abend machte sie auf die weltweite Umweltverschmutzung und die Zerstörung der Natur aufmerksam. Sie übt Kritik am steigenden Fleischkonsum und der Verschwendung von Trinkwasser. Jane Goodall ist jedoch überzeugt, dass es für unseren Planeten noch nicht zu spät ist: "Ich glaube, da ist ein Fenster." Aber um unsere drangsalierte Erde zu retten, müsste jeder Einzelne etwas dafür tun. „Wenn wir jetzt nicht alle am gleichen Strang ziehen, dann ist unser Planet am Ende so gründlich kaputt, dass für unsere Kinder und Kindeskinder nicht mehr viel übrig bleibt.“

Gründe zur Hoffnung gibt es für Jane Goodall einige. Viele Privatpersonen und Unternehmen haben damit begonnen, ihre Handlungen auf ihren ökologischen Nutzen hin zu überdenken. Zusammen mit ihrem unerschütterlichen Willen könnten Menschen das scheinbar Unmögliche (die Rettung unserer Erde) erreichen. Hilfreich dafür sei das Internet, denn über soziale Medien können sich Millionen von Gleichgesinnten miteinander verbinden.

Warum brauchen wir Menschen dennoch Aufklärung und vor allem Hoffnung, wo doch mittlerweile fest steht, dass wir mitten im Klimawandel sind? Der Meeresspiegel steigt, in der Arktis und Antarktis schmilzt das Eis, und Wetterextreme wechseln sich ab.
Jane Goodall ist sich sicher, dass die Menschen die Probleme verstehen, doch nicht wüssten, was sie dagegen tun können. "Wir müssen erst lokal denken, bevor wir das globale Bild vor Augen haben", betont sie. Wenn die Leute im Kleinen anfingen, dann würden sie nicht so schnell entmutigt werden. "Jeder kann jeden Tag etwas tun. Den Müll sortieren, auf Plastik verzichten, einfach mal das Fahrrad statt das Auto nehmen. Wenn Menschen millionenfach das Richtige täten, sei das ein Schritt in die richtige Richtung.“

Jane Goodall hat vieles gesehen und noch mehr erlebt. Während ihrer Kindheit tobte der Zweite Weltkrieg. In jungen Jahren musste sie sich als Forscherin gegen der bis dahin vorbehaltenen Welt der männlichen Forscher durchsetzen. Sie musste beweisen, dass man sich auch ohne Studium als Wissenschaftlerin etablieren kann. Sie hat gezeigt, wie man Grenzen überwindet und die Welt friedlich verändert. Wenn so jemand hoffen kann, dann kann es der Rest der Welt auch.

Ihre größte Hoffnung jedoch ist die Jugend. 1991 rief sie die inzwischen in über 100 Ländern vertretenen Jugendprogramme "Roots & Shoots" ins Leben, in der sich in knapp 100 Ländern über 150.000 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Programmen um ein globales, ökologisches und humanitäres Miteinander kümmern und ihr alltägliches Umfeld positiv verändern. Somit konnte sie auch nachfolgende Generationen für ihr Anliegen Natur- und Umweltschutz sensibilisieren und sie dazu bewegen, unsere (ihre) Zukunft aktiv mitzugestalten.

Da nachhaltige Reisen sowie Natur- und Umweltschutz fester Bestandteil unserer Firmenphilosophie sind, haben wir uns sehr gefreut, bei diesem Conservation Talk mit dabei zu sein. Wir möchten an dieser Stelle auf unsere besonders nachhaltigen Reisen aufmerksam machen. Hier können Sie viele verschiedene nachhaltige Projekte zum Thema Naturschutz und soziale Projekte kennenlernen. Bitte fragen Sie uns nach Details für Ihr Reiseland. Besonders interessant (und natürlich passend zu dem Artikel) sind auch die verschiedenen Projekte des Jane Goodall Institutes in Deutschland, die Sie hier finden: https://janegoodall.de/afrika-projekte/

300 Tage im Jahr reist Goodall durch die Welt im Einsatz für Mensch, Tier und Umwelt. In den Auffangstationen des Jane Goodall Institutes betreuen Pfleger rund 290 Gorillas und Schimpansen. 3,4 Millionen Hektar Lebensraum werden durch Erhaltungsmaßnahmen des Instituts gesichert. 

Werden Sie mit uns gemeinsam aktiv! Gerne beraten wir Sie zu ausgewählten Projekten.

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