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Ranomafana National Park

Ranomafana National Park

Madagaskar

Der Ranomafana Nationalpark wurde 1991 als Nationalpark ausgewiesen und gehört seit 2007 zum UNESCO Weltnaturerbe. Er verdankt seinen Namen den heißen Thermalquellen (rano mafana = heißes Wasser), die anhaltend warmes Wasser ins Tal befördern.

Noch heute lebt der Volksstamm der Tanala in dieser Region, wenn auch stark zurückgezogen, und sieht sich als Beschützer der Pflanzen und des Waldes.  

Der Nationalpark liegt östlich der Stadt Fianarantsoa am Rande des zentralen Hochlands Madagaskars, rund 420 Kilometer südlich der Hauptstadt Antananarivo beim kleinen Dorf Ranomafana. Über die Hauptstraße RN7 und die sehr kurvige RN45, die beide asphaltiert und meist gut zu befahren sind, dauert die Nonstop-Anreise etwa zehn Stunden. 

Der Park ist mit seiner Fläche von 410 km² der drittgrößte Nationalpark des Landes und gilt als eines der am wenigsten erschlossenen und artenreichsten Gebiete der Insel, in dem auch heute noch eine große Zahl bisher unbekannter Pflanzen und Tiere vermutet werden. Wie fast alle Nationalparks auf Madagaskar, bietet auch der Ranomafana verschiedene Routen an, die mit einem einheimischen Guide erwandert werden können.

Von der einfachen 3-stündigen Wanderung bis hin zu mehrtätigen Wandertouren ist alles möglich, was das Wander- und Naturliebhaberherz begehrt. Festes Schuhwerk ist unabdingbar, da die Wege zwar gut befestigt, aber oft nass sind. Da Ranomafana in einem Talkessel liegt, muss man bei den Wanderungen mitunter eine Menge Treppen erklimmen. 

Das Klima im Park ist tropisch-feucht, aber aufgrund der Höhenlage von gut 1.000 Metern kühlt es besonders nachts stark ab. Als beste Reisezeit gilt die Zeit von Juli bis September, da hier dann Trockenzeit herrscht. Dies bedeutet allerdings nicht, dass man den Park besuchen kann, ohne einen kräftigen Regenschauer abzubekommen. Auch in der Trockenzeit regnet es immer wieder lange und recht kräftig. 

Als Übernachtungsmöglichkeiten gibt es rund um den Park einige nette Hotels. Auf Wunsch besteht auch die Möglichkeit, direkt innerhalb des Parks auf dem rustikalen Campingplatz des Parks sein Zelt aufzuschlagen, was jedoch aufgrund der vielen Niederschläge und des feuchten Klimas von vielen Reisenden als unangenehm empfunden wird. Das Parkbüro liegt wenige Kilometer vom Dorf entfernt. Hier werden die Parkeintrittsgebühren bezahlt und lokale Guides gebucht.

Ohne lokalen Guide ist es nicht erlaubt, sich im Nationalpark aufzuhalten. Ein durchschnittlicher 3-tägiger Besuch im Nationalpark kostet etwa 25 bis 50 Euro an Eintrittsgebühren plus den Stundenlohn des Guides, der ab 10 Euro pro Stunde kostet. 

Der Regenwald von Ranomafana bietet mit etwa 90 Amphibien- und 60 Reptilienspezies sowie rund 110 Vogelarten eine Vielzahl an mitunter endemischen Arten. Weiterhin lassen sich hier in großer Zahl seltene Schmetterlinge, Frösche, Vögel, Farne, Flechten und Orchideen bewundern: ein wahres Feuerwerk von wunderbaren Farben und exotischen Geräuschen.

So beheimatet der Park zum Beispiel den seltenen goldenen Bambuslemur sowie den braun-weißen Edwards-Sifaka und den großen Bambuslemur. Alle haben im üppigen Regenwald und in den hohen Bäumen eine Heimat gefunden. Auch die kleinen Erdchamäleons sowie das niedliche Blattschwanzgecko und der einmalige Giraffenhalskäfer zeigen sich bei genauem Hinsehen den Besuchern. Mit dem nachtaktiven Kometfalter findet man im Nationalpark zudem einen Vertreter der größten Schmetterlinge der Erde. 

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