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Nosy Mangabe National Park

Nosy Mangabe National Park

Madagaskar

Das Nosy Mangabe Spezialschutzgebiet, das gleichzeitig Teil des Masoala Nationalparks ist, wurde 1965 gegründet. Möchte man das madagassische „manga be“ übersetzen, so gibt es gleich drei Möglichkeiten. Es bedeutet nämlich sowohl „sehr schön“ als auch „viele Mangos“ und „sehr blau“. Und „ sehr schön“ trifft auf diese traumhafte Insel allemal zu. 

Nosy Mangabe ist eine ca. 520 ha große Insel und ca. 11 km lang. Sie liegt nur wenige Kilometer südlich von Maroantsetra in der Bucht von Antongil im tropischen Nordosten Madagaskars. Früher war sie einmal ein beliebter Rückzugsort für Piraten, wovon heutzutage noch einige Überreste zeugen. Von Maroansetra erreicht man die Insel mit dem Motorboot bequem in weniger als einer Stunde. Nach Maroansetra selbst fliegt man am besten mit dem Flugzeug von Antananarivo aus, denn der Landweg ist seit Jahren nur noch sehr schlecht zu befahren. 

Das ganze Jahr über herrscht auf der Insel eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Zudem ist es sehr warm, und selbst nachts sinken die Temperaturen nur äußerst selten unter 20°C. Es ist zu beachten, dass während der Zyklonzeit, die in der Regel von Dezember bis Februar dauert, ein Besuch der Insel aufgrund des enormen Wellengangs nicht immer möglich ist. Wer gerne unzählige Buckelwale beobachten möchte, der kommt am besten im August nach Nosy Mangabe. Denn zu dieser Zeit finden sich die Tiere in der Bucht von Antongil ein, um dort ihre Jungen zu gebären. Nicht umsonst hat die Bucht daher auch ihren Beinamen „Wiege der Wale“ erhalten. 

Ursprünglich wurde das Spezialreservat eingerichtet, um dem bedrohten Fingertier oder Aye-Aye ein letztes Refugium zu bieten. Da sich der Bestand der Tiere auf Nosy Mangabe stabilisiert hat, besteht heute die Möglichkeit den beeindruckenden, dichten Urwald, der die Insel komplett bedeckt, mit einem lokalen Guide zu besuchen. Da jedoch seit einigen Jahren Nachtwanderungen in sämtlichen madagassischen Nationalparks verboten wurden, ist es mitunter beinahe unmöglich geworden, die nachtaktiven Tiere zu Gesicht zu bekommen. Doch Nosy Magabe bietet eine Vielzahl an endemischen Arten, die man gut tagsüber beobachten kann.

Neben den Fingertierchen leben auf der Insel etwa auch die Weißkopfmakis sowie die schwarz-weißen Varis. Doch nicht nur für Lemuren- und Reptilienbegeisterte ist die Insel eine Reise wert. Wenn man nicht am langen Sandstrand entspannen möchte, kann man den dichten, mit Farnen, Flechten und blühenden Orchideen bewachsenen Regenwald auf der Suche nach Chamäleons (u.a. winzige Erd- und Pantherchamäleons), Geckos (u.a. Taggeckos), ungiftigen Schlangen (Hundskopfkobra) und Buntfröschen durchforsten. Für Freunde der Blattschwanzgeckos ist Nosy Mangabe ein absoluter Geheimtipp: Nirgendwo sonst auf Madagaskar sind diese niedlichen Tierchen besser und v.a. leichter zu finden als hier. 

Die Insel kann entweder im Zuge eines Tagesausfluges von Maroansetra aus oder auf mehrtätigen Campingtouren besucht werden. Am bereits erwähnten langen Sandstrand steht dafür ein einfacher Campingplätz zur Verfügung. Hier befinden sich auch das Haus des Inselwächters mit einer einfachen Küche, sowie die sanitären Anlagen mit Dusche/WC und fließend Wasser. Strom gibt es keinen. Für einen mehrtätigen Aufenthalt auf der Insel müssen daher die komplette Verpflegung sowie die gesamte Campingausrüstung aus Maroansetra mitgebracht werden. Eine feste Unterkunft/Lodge gibt es auf der Insel nicht.

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