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Masoala National Park

Masoala National Park

Madagaskar

Der 1997 gegründete Masoala Nationalpark ist mit über 2100 km² der größte Nationalpark Madagaskars und gleichzeitig auch der größte zusammenhängende Regenwald des Landes.

Seit 2007 gehört der Nationalpark zum UNESCO-Weltnaturerbe. Er liegt auf der gleichnamigen Halbinsel Masoala im Nordosten Madagaskars. Dem Park zugehörig sind die Schutzgebiete der Insel Nosy Mangabe, Cap Est und das Meeresschutzgebiet Tanjona mit den drei Korallenriffen Tampolo, Ambodilaitry und Ifaho, die der Insel vorgelagert sind.

Das sagenhafte Landschaftsbild des Parks wird durch üppige Mangrovenwälder, endlose Strände und den dichten, mitunter undurchdringlichen Regenwald geprägt. Doch seit paar Jahre ist dieses Idyll in Gefahr: Brandrodung und illegale Abholzung der Wälder, um an das kostbare Rosen- und Ebenholz zu kommen, nehmen zu. Um dem entgegenzuwirken, finanziert der Züricher Zoo seit einigen Jahren das Schutzgebiet und hat zudem mit dem Bau der Masoala-Regenwald-Halle die Aufmerksamkeit von vielen Menschen erreicht. 

Übersetzt man den Namen Masoala, so bedeutet dieser „Augen des Waldes“. Damit sind die Augen des Fingertier oder Aye-Aye gemeint, die nachts im Schein der Taschenlampe hell aufleuchten. Da die madagassische Parkbehörde Nachtwanderungen in sämtlichen Nationalparks aktuell verboten hat, zeugt nur noch der Name von diesem einmaligen Erlebnis. 

In den Nationalpark selbst gelangt man am besten von Maroansetra aus mit dem Boot über das offene Meer. Die Fahrtzeit beträgt ca. 2 – 3 Stunden. Mehrmals wöchentlich gehen Linienflüge von Antananarivo nach Maroansetra. Es sei dazugesagt, dass Masoala zu den am schwersten zu bereisenden Gegenden des Landes gehört. Daher sollte ein Besuch nur in Begleitung eines erfahrenen Guides erfolgen.

Ein durchschnittlicher 3-tägiger Besuch im Nationalpark kostet etwa 25 bis 50 Euro an Eintrittsgebühren plus den Stundenlohn des Guides, der ab 10 Euro pro Stunde kostet. Obwohl Masoala eine Halbinsel ist, ist davon abzuraten, diese auf dem Landweg via Taomasina zu erreichen. Die Straßen sind sehr schlecht, teilweise äußerst schwer zu befahren und mitunter sogar, aufgrund zerstörter Brücken, unpassierbar. 

Das Klima der Halbinsel ist ganzjährig tropisch und nass-heiß, was durch die Nähe zum Äquator beeinflusst wird. Masoala zählt mit mehr als 7000 mm Niederschlag pro Monat zu den feuchtesten Gebieten Madagaskars. Mit Temperaturen von 30°C und mehr und einer ständigen enormen Luftfeuchtigkeit bietet der Park ideale Voraussetzungen für eine große Artenvielfalt und üppige Flora. Doch gerade diese beiden Komponenten machen das Reisen in diese Region mitunter auch beschwerlich.  

Obwohl die Masoala Halbinsel recht schwer zu bereisen ist, ist die Infrastruktur vor Ort recht gut. Direkt am Nationalpark findet man einige gute mitunter sogar luxuriöse Hotels. Im Nationalpark selbst gibt es nur zwei sehr einfache Campingplätze, die allerdings für die Anreise eine beschwerliche und mehrstündige Wanderung voraussetzen. 

Masoala gilt als eines der letzten wirklichen Paradiese auf unserem Planeten. Nirgendwo sonst gibt es eine vergleichbare Arten- und Pflanzenvielfalt – und es warten noch viele bisher unbekannte Tiere und Pflanzen auf ihre Entdeckung. Hier findet man mehr als die Hälfte aller endemischem Arten Madagaskars. In den Gewässern rund um die Halbinsel tummeln sich 20 verschiedene Süßwasserfisch-Arten, von Juli bis September ziehen Buckelwale, Delfine, Schildkröten und Dugongs (Seekühe) vorbei.

Mit über 100 bekannten Korallen ist Maosala zudem ein wahres Paradies für Taucher und Schnorchler. Im üppigen Regenwald an Land locken über 60 Reptilien, 15 Säugetier- und 500 Insektenspezies, zehn Lemurenarten, über 130 verschiedene Schmetterlinge und eine Vielzahl an Vögeln. So hat man hier großartige Chancen den Roten Vari, den Indri-indri, die toll getarnten Blattschwanzgeckos sowie Erdchamäleons zu erleben. Auf Masoala tauchen Sie in eine Welt voll intensiver Farben, Gerüche und einzigartiger Geräusche ein. 

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