Madagaskar (Aug 2011)

Liebe Frau Thelen, es war eine wunderbare Reise!!  Dank Ihrer glänzenden Vorarbeit. Anbei ein Bericht im Telegramstiel.

Bericht zu unserer Madagaskartour  ab Tana 25.08.2011

25.8. Abholung Orlando deutschsprechend, Fahrer und Guide in einem. Stadtrundfahrt, rauf und runter, Stadtgewühle.
H Au Bois Wert, künstlerisch gestaltete Bungalows, Swimmingpool im Umbau. Nahe Airport, aber gänzlich isoliert in einem völlig verstaubten Kiefernhain. Das Essen ist mittelmäßig, Beilage immer dieselbe auf einem alten Holzbrett. Das Frühstück ist kein üppiges Buffet, sondern ein Baguette, Marmelade, Butter, Kaffee und Limo. Da wir dort mehrfach „zwischenparken“ sind wir nicht sehr begeistert. Service ansonsten freundlich. Was kann man schon ½ Tag lang unternehmen?

26.8. Total abwechslungsreiche Fahrt zur Vacona Lodge. Dort spannende Exkursionen, auch nachts. Bungalows etwas älter und klein. Essen gut.

27.8. weitere Exursionen.

28.8. Rückfahrt nach Tana in das sehr gute Hotel Palisandre mit schönem Blick über die Stadt.

29.8. Fahrt Richtung Antsirabe, verschiedene Stopps:  Aluminiumverarbeitung. Vulkansee,  über verheerende Straße. Man gewöhnt sich dran. Hotel Coleur Cafe, sehr zu empfehlen, familiäres Abendessen, stilvoll.

30.8.Verschiedene Craftshops, Edelsteinladen von Joseph, Highlight. Fahrt nach Ranomafana NP. Setam Lodge im Wald.

31.8.Insgesamt 6 Stunden Wanderung durch den NP. Viele Tiere gehört und gesehen. Anstrengend schön und aufregend. Toller Guide. Tsara Guest House in Finarantsoa. Sehr schön, edles Essen. Möglichkeit mal alleine in die Stadt zu gehen. Internet um die Ecke ( französische Tabulatur!)

1.9. Das Abenteuer Eisenbahnfahrt soll um 7 Uhr beginnen. Alle warten gespannt…Nächster Abfahrtstermin 11 Uhr, also machen wir noch einen Gang in die renovierte Altstadt. 11 Uhr weit und breit kein Zug. Nächster Termin

14.30 Uhr. Wir geben die Karten zurück. Orlando fährt mit uns Richtung Sahalawo zu den Teeplantagen. Auf halber Strecke wird eine Brücke umgebaut. Ende der Fahrt. Wären wir mit dem Zug gefahren, hätte Orlando uns abends gar nicht abholen können und dann eine Nachtfahrt auf den Straßen. Ich glaube, wir haben uns richtig entschieden auf die Fahrt zu verzichten. Schade nur um das entgangene Erlebnis.

2.9. Richtung Ambolavao zur Papierwerkstatt. Wir würden gerne etwas kaufen, aber die Frau ist zu bequem Wechselgeld zu holen. Pech für sie. Stopp Forest Anja, super Lemuren ganz nah beobachtet. Essen schlecht. Lange Fahrt über verbranntes Hochland zum Isalogebirge. Sehr eindrucksvoll!  Hotel Relais de la Reine, Traumlage, Traumessen und Service!

3.9. Sehr anstrengend, weil sehr heißer Tag, Wanderung zum Naturpool. Wir verzichten auf die Nachmittagswanderung zu einem Wassefall.

4.9. Weiter nach Tulear, ja kein Stopp in den Saphirdörfern (Mafia, es gab Überfälle auf Touristen), dafür sehen wir die Goldwäscher am Fluss direkt von der Brücke aus. Lange Fahrt durch abwechslungsreiche Landschaften. Gräber, erste Riesenbaobabs. Besuch eines Arboretums. Unterwegs  Ziegeleien, Kinderarbeit, Steineklopfer.  Viktory Hotel in Tulear gut und angenehm.

5.9.Orlando bringt uns früh zum Airport. Er war ein sehr angenehmer, wissender Guide, guter und vorsichtiger Fahrer, der uns alle Wünsche erfüllte. Sehr gutes Auto.
Flug nach Port Dauphin. Dort werden wir von Carolyn, einer Germanistikstudentin erwartet. Der Fahrer schafft den Höllentrip nach Berenty in 3 ½ Stunden, wo uns die tanzenden Sifakas begrüßen. Die Bungalows sind ziemlich heruntergewirtschaftet. Essen gut. Das Drumherum dafür einmalig. Dornenwald und Galeriewald, viele Tiere vom Skorpion bis zum Flughund.

8.9. Der Fahrer schafft die Strecke in 3 Stunden trotz Märkten und unglaublich viele Menschen auf den Straßen. Singende Arbeiter mit Schaufeln über der Schulter auf dem Marsch zur Arbeit in den Sisalplantagen. Zebu- und Ziegenmarkt. Flug nach Tana. Au Bois Vert, verdammt zum Nichtstun.

9.9.Flug nach St.Marie. Abholung mit Zebukarren zum Hotel  Princess Bora. Wunderschön, bestes Essen, 3 Std. Whalewatchingtour, stressig, aber viel Wale gesehen.

11.9. Ein Kellner bietet uns eine Inselfahrt mit seinem Taxi an. Ein alter AUDI 80 quatro, etwa 30 J. alt, aber irgendwie ist er immer gefahren, auch mal rückwärts am Hang wieder angesprungen. Dafür erleben wir in der ältesten Kirche Madagaskars einen Chor im Gottesdienst, kaufen sehr preiswert Vanille ein, sehen einen schönen Wasserfall und genießen extra für uns frisch von der Palme geschlagene Kokosnüsse am Nordende der Insel. Selbst von der Uferstraße aus können wir Wale springen sehen. Freies Internet.

12.9. Flug nach Tana. Am Vormittag mit Orlando zum Handwerkermarkt. Da wird jedes Herz irgendwann schwach: Gewürze, Instrumente. Wieder ins „Lieblingshotel“.

13.9. Flug nach Diego. Sheilo, englischsprechend, guter Guide plus Fahrer. Er gräbt im Laub nach dem kleinsten  Chamäleon der Welt. Findet bestens getarnte Geckos, einsamer grüner See im Regenwald Ambre NP. Nature Lodge, liegt einmalig, weit weg von Diego! , am Rand des NP, alles erstklassig!

15.9. Einer der Höhepunkte unsrer Reis: die Tsingy Rouge!!!! Der Fahrer ist super, wie der die 18 km bewältigt mit seinem alten Nissan verdient große Anerkennung!  Hotel Relais de L’Ankarana, das ist Einsamkeit unter dem Kreuz des Südens.

16.9. Wanderung durch den heißen Trockenwald, viele Vögel, ausgetrocknete Flusstäler, sogar Sanfordlemuren gesehen. Auf der Fahrt nach Ankify Plantagen besichtigt mit: Vanille, Kakao, Kaffee, Pfeffer, Ylang Ylang . Hotel  Baobab: Lage nicht zu toppen!  Wie in den meisten Hotels Strom nur von 18 – 22 Uhr, ist aber kein Problem, wenn man erlebt, wie die meisten Menschen in ihren Lehmhütten hausen mit nur einer Schlafmatte und einer Kochstelle. Das ganze Leben findet draußen statt, unglaublich mühsam, viel Kinder, Unterernährung, eigentlich Mangelernährung. Kein sauberes Wasser, wenn überhaupt, kein Strom, keine Information, Wäschewaschen in Tümpeln oder Flüssen. Thema Abholzung für Holzkohle, Versteppung. Und trotzdem lachen die Menschen, freuen sich die Kinder über Luftballons. Der ärmste Staat Afrikas hat uns wunderbare Eindrücke mitgegeben. Leider wurde aus Kenia und dem Jemen der Katanbau eingeführt, das verhindert Arbeit am Nachmittag, weil die Männer diese Droge kauen. Dafür müssen die Kinder Holzschleppen und schwere Karren schieben.

17.9. Im Privatboot werden wir nach Nosy Bay geschippert. Vanila – Hotel sehr schön gelegen, Essen raffiniert und abwechslungsreich. Tropischer Garte, sehr gepflegt. Allein der Strand ist nicht sehr einladend, felsig,  und die Schnorchelmöglichkeiten sind viel zu weit weg.. Internet mit Deutschland geht nicht. Nebenan Hotel Corail  Noir, besserer Strand und auch 3 Sterne.

20.9.Zurück nach Tana in unser Stammhotel zum Kofferpacken für den Heimflug. Der Flug von Nosy Bay wurde leider um einen ½ Tag nach vorne verschoben. Anstelle des Bois Vert wäre das Palisandre Hotel in der Stadt wesentlich interessanter gewesen. Möglichkeit zum Bummeln in der Innenstadt. Immerhin gab es dieses Mal Internet im Bois Vert.

21.9. Reibungsloser Rückflug. Allein in München fehlten unsere Koffer. Aber eine findige Mitarbeiterin entdeckte das Gepäck auf einem Flug nach Leipzig. In Tana hatte sie bei der Aufgabe des Gepäcks die Nr. für das S-Bahn-´Ticket  fälschlicherweise mit auf den Kofferanhänger gedruckt. Was nicht alles passieren kann.

Das war nun etwas im Telegrammstil, aber Sie sollten erfahren, wie toll die Reise war und wie gut alles vorbereitet war!!
Nochmals vielen Dank an Sie, Frau Thelen!!!

Helga D.